Neulengbach greift nach Champions League-Platz

Bevor es zum Derby gegen Altenmarkt kommt, ehrte Sport-Landesrätin Petra Bohuslav die Spielerinnen des FSK St.Pölten-Spratzern für den Meistertitel. - Foto: NLK/Pfeiffer
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FUSSBALL. Frauenmeister FSK St.Pölten-Spratzern nimmt mit „kleinem“ NÖ-Derby gegen Altenmarkt Abschied vom legendären Voithplatz.

Im Rahmen der 17. und vorletzten Runde der ÖFB Frauen Bundesliga kommt es am Samstag zum richtungsweisenden Zweikampf zwischen NÖSV Neulengbach und SK Sturm Graz um den verbleibenden Champions-League-Platz. Auch abseits des mit Spannung erwarteten Duells ist großer Sport garantiert. Meister St. Pölten-Spratzern trifft im letzten Heimspiel auf dem altehrwürdigen Voithplatz auf Altenmarkt und möchte seine Weste weiß halten.


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Vor einigen Wochen entfachte das „Fernduell“ zwischen NÖSV Neulengbach gegen Sturm Graz um die Vizemeisterschaft und damit um den zweiten Champions-League-Startplatz. Nun treffen die beiden Kontrahenten am Samstagabend im direkten Duell aufeinander. Spannung und Anspannung sind vor dem alles entscheidenden Duell um Rang zwei auf beiden Seiten zu spüren. Mit einem Sieg können die Mannschaften jeweils für die Vorentscheidung im Kampf um die Königsklasse sorgen, obwohl auch am letzten Spieltag – wenn auch nur rein theoretisch – noch Verschiebungen möglich wären.

Der NÖSV Neulengbach „bietet“ im letzten Heimspiel der Saison im Wienerwaldstadion einen echter Kracher: Gegen Sturm Graz geht es um die mögliche Vorentscheidung, wer von den beiden Vereinen Österreich neben Meister FSK St. Pölten- Spratzern  international vertreten darf. Sektionsleiter Alexander Achterberg hofft, die Leistung aus dem 5:1-Erfolg im Cup wiederholen zu können. Daher gibt es für die Besucher etliche „Zuckerl“: Kinder bekommen als Geschenk einen Ball sowie anlässlich der EM eine Österreich-Fahne. Bei der Tombola gibt es viele tolle Preise zu gewinnen: der 1. Preis ist eine Holzarmbanduhr (gesponsert von Kellner Immobilien). Weitere Preise werden von der Firma Kapsch (Michael Lamprecht) zur Verfügung gestellt.

Zur Pause gibt es eine tolle Showeinlage: Hubschrauber Kunstflug mit Manuel Madaini. Er zählt zu den besten Hubschrauber Kunstflug Piloten Europas in seiner Klasse und hat sich den Weltmeistertitel im 3 D-Kunstflug vorgenommen. In etwa  3  1/2  Minuten  zeigt er die hohe Kunst, einen Modellhubschrauber zu beherrschen. Manuel ist Mitglied im Verein MSC Alpenvorland in Mechters (Bezirk St. Pölten) und Werkspilot des größten Modellbau Großhändlers in Europa „Horizon“


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„Für uns ist es das Spiel der Spiele“, erklärt Sturm-Trainer Markus Hiden und fügt hinzu: „Beide Mannschaften präsentierten sich zuletzt äußerst formstark, aber wir haben aus der Niederlage im ÖFB Ladies Cup unsere Lehren gezogen.“

Meister St. Pölten verabschiedet sich vom Voithplatz

Mario Kempes, Antonin Panenka, Zlatko Kranjcar. Am St. Pöltener Voithplatz versprühten in der 65-jährigen Geschichte absolute Weltstarts internationales Flair. Auch der FSK Simacek St. Pölten-Spratzern konnte mit erfolgreichen Champions-League-Teilnahmen anschließen und hat nun die Ehre, die in die Jahre gekommene Kultstätte gebührend zu verabschieden. Das letzte Saisonheimspiel des alten und neuen Meisters am Samstag gegen SKV Altenmarkt ist nämlich nicht nur das letzte Heimspiel für das scheidende Trainerduo Hannes Spilka/Jürgen Boisits, sondern überhaupt das letzte Spiel auf dem legendären Voithplatz.

So ganz nebenbei hat die Spilka-Elf noch ein Ziel vor Augen: „Unser letztes Ziel ist die weiße Weste“, so der Trainer, dessen Team auch im Niederösterreich-Derby ohne Punktverlust bleiben will. Altenmarkt wird sich trotz klarer Außenseiterrolle dagegenstemmen, schließlich geht es für das Team von Trainer Andreas Radakovits noch um die Absicherung von Rang vier.

In der Winterpause entschieden sich die Carinthians zu einem Umzug nach Spittal/Drau und zu einer sportlichen Neuaufstellung. Der größtenteils aus jungen Landesligaspielerinnen bestehende Kader war in den sieben Begegnungen seither zwar oftmals relativ nahe am ersten Punktgewinn dran, bloß gereicht hat es bislang nie. Das soll sich am Samstag, beim letzten Heimspiel der Saison, ändern. Der Fixabsteiger empfängt den einzigen Klub, der im Frühjahr ebenfalls noch ohne Sieg dasteht: LUV Graz. Auf dem Papier gelten die Grazerinnen aufgrund ihrer Bundesligaerfahrung als Favoritinnen. Hinzu kommt, dass Carinthians-Coach Hubert Bründler auf einige verletzte Spielerinnen verzichten muss. Die Chance auf ein Erfolgserlebnis war allerdings noch nie so hoch wie an diesem Wochenende.


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Der USC Landhaus und Wacker Innsbruck treffen am Sonntag zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte aufeinander. Sowohl die Wienerinnen als auch die Tirolerinnen warten seit dem 13. Spieltag Mitte April auf einen Sieg. Was beide Mannschaften darüber hinaus vereint? Das Verletzungspech im Laufe der Saison. Landhaus-Trainer Thomas Richter und sein Gegenüber Zoran Tanaskovic mussten im Grunde jede Woche auf zahlreiche Leistungsträgerinnen verzichten. „Aber langsam wird es besser. Die Kadersituation normalisiert sich“, sieht Tanaskovic Licht am Ende des Verletzten-Tunnels. Selina Vavruska, Romina Suppersberger, Anna Luftensteiner kehren zurück, USA-Heimkehrerin Maria Hasler ist ebenfalls spielberechtigt. Mit einem Sieg in Wien könnten die Tirolerinnen sogar bis auf Rang sieben klettern. Aber auch Landhaus wird alles daran setzen, die Saison mit zwei Siegen zu beenden.

Sowohl für den achtplatzierten FC Südburgenland als auch für den Fünften der ÖFB Frauen Bundesliga, Union Kleinmünchen, ist bei optimalem Verlauf noch eine Verbesserung um zwei Tabellenränge möglich. Dazu bräuchten beide Teams aber dringend Punkte, weshalb ein Offensivspektakel erwartet werden darf. Union-Sektionsleiterin Andrea Binder: „Wir erwarten einen offenen Schlagabtausch und hoffen aus das bessere Ende für uns.“ Einen Vorgeschmack auf ein Torspektakel – wenn auch keinen offenen Schlagabtausch – brachte das Hinspiel, das mit 6:0 an Kleinmünchen ging. Ein ähnliches Debakel sollte den Burgenländerinnen auf eigener Anlage aber ohnehin nicht unterlaufen.

ÖFB Frauen Bundesliga, 17. Runde
Samstag, 11. Juni:
14 Uhr: Carinthians Spittal/Drau : LUV Graz
18 Uhr: NÖSV Neulengbach : SK Sturm Graz
19 Uhr: FSK Simacek St. Pölten-Spratzern : SKV Altenmarkt

Sonntag, 12. Juni:
14 Uhr: USC Landhaus : FC Wacker Innsbruck
15 Uhr: FC Südburgenland : Union Kleinmünchen


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