Beate Schrott feierte mit Freund Goldmedaille

Beate Schrott: Mit Freund und Olympiasieger Christian Taylor von Rio nach Florida. - Foto: Facebook
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LEICHTATHLETIK. Beate Schrott ist in Rio schon im Vorlauf über 100 m Hürden als Letzte mit einer Zeit von 13,47 Sekunden ausgeschieden.

„Die Olympia-Saison stand für mich leider von Anfang an unter keinem guten Stern. In den letzten Wochen ist es dann wieder leicht bergauf gegangen für mich. Schade, dass es heute trotzdem nicht mit einer besseren Zeit geklappt hat“, sagte die Niederösterreicherin, die sich eine Zeit rund um 13,10 Sekunden zugetraut hätte.

Die Journalisten in der Mixed Zone mussten ungewöhnlich lange warten, bis Schrott zum Gespräch erschien. Das hatte jedoch einen guten Grund. „Mein Freund ist gerade Olympiasieger geworden und dazu musste ich ihm natürlich gratulieren“, berichtete Schrott und sorgte damit bei den Medienvertretern für einen Aha-Effekt. Gemeint war Dreisprung-Doppel-Olympiasieger Christian Taylor, mit dem Schrott nun auch offiziell ein Paar bildet. Mit Taylor wird Schrott nun auch für eineinhalb Monate nach Florida reisen und trainieren. Dort will sie auch schauen, ob sie ein neues Trainingsumfeld findet, um Richtung Olympia 2020 in Tokio zu planen.

Denn ihrem alten Umfeld in den Niederlanden hat Schrott vor rund sechs Wochen Adieu gesagt. „Ich habe in den Niederlanden die Zelte abgebrochen, die Reißleine gezogen. Denn es war dort einfach nicht das richtige Training für mich. Ich bin in ein Übertraining hineingekommen und hab ausgerechnet in der Olympiasaison eine Watsch’n nach der anderen kassiert. Das hat unglaublich wehgetan.“

Die Folge war ein Zusammenbruch Anfang Juli. „Ich bin am Badezimmerboden gelegen und hab geweint.“ Schrott hat sich daraufhin Richtung Österreich verabschiedet und dort die letzten Wochen Richtung Olympia gemeinsam mit ihrem früheren Vereinstrainer und nunmehrigen Verbandscoach Philipp Unfried gearbeitet.

Über eigene Leistung enttäuscht

Ihre Olympia-Bilanz? „Sportlich enttäuschend. Aber ich habe in diesem Jahr so viel gelernt, wie noch nie. Und das wird mir auf meinem Weg Richtung Tokio zugute kommen“, ist die St. Pöltnerin überzeugt.

Schrott war nach einer durchwachsenen Vorbereitung nachnominiert worden, sie schied als Vorlauf-Letzte über 100 m Hürden in 13,47 aus. Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen – auch weil die Niederösterreicherin am selben Tag über die Goldmedaille ihres Liebsten jubeln konnte: Christian Taylor (USA) wiederholte seinen Coup von London 2012 und siegte im Dreisprung mit 17,86 Metern. „Ich bin so stolz auf ihn“, sagte Schrott. „Es war speziell, so aus nächster Nähe dabei zu sein und diese Freude teilen zu können.“ Chris Taylor kennt sie seit einigen Jahren aus gemeinsamen Trainingsgruppen, unter anderem hatten sie auch in Salzburg-Rif trainiert. Zuletzt hatten beide in den Niederlanden gelebt, nun planen sie eine gemeinsame Zukunft in den USA.

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