Teesdorf-Kurs verlangte Kilber Drifter alles ab

Drift-Challenge in Teesdorf: Klassensieger Thomas Michalek (Mi.), Benjamin Klabutschar (li./2.) und Günther Denk (re./3.). - Foto: zVg
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DRIFT CHALLENGE. Die Strecke in Teesdorf machte auch den Startern des GDrift-Performance-Teams aus Kilb zu schaffen – die Podiumsplätze blieben trotzdem nicht aus.


Beim vorletzten Lauf der Drift Challenge Austria im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf bei Baden wurden die Starter der „Querdenker-Meisterschaft“ durch die rutschige Strecke vor eine besondere Herausforderung gestellt – so auch die Drifter des Kilber GDrift Performance Teams. „Es ist fast wie im Winter zu fahren. Man hat viel Grip beim Beschleunigen, aber Null Verzögerung“, analysierte Günther Denk jun. die schwierigen Fahrbahnverhältnisse am Renntag. Hinzu kam die tropische Hitze, welche die Bewässerung der Strecke stark beeinflusste.

Für Mario Kranabetter im Mazda MX-5 standen die Chancen auf eine Top-Platzierung nicht schlecht: Auf der winkeligen Strecke konnten die PS-starken, großen Boliden ihren Leistungsvorteil gegenüber dem kleinen Mazda nicht ausspielen. Doch es kam anders: „Die Strecke war für mich und meinen MX-5 super, aber ich hab‘ es selber vertan. Ich hätte Gesamt-Zweiter werden können…“, so der St. Pöltener. Doch seinen „Vorteil auf der Bremse“ konnte er durch ein paar Fahrfehler nicht ausspielen: „Ich hab drei Mal 17 von 18 möglichen Punkten geholt – und immer denselben Fehler gemacht“, so Kranabetter. Am Ende schaute dann doch noch der dritten Platz in der Klasse R1 heraus.

Günther Denk jun. plagten unterdessen andere Sorgen als der Teesdorfer Asphalt. Sein Audi A4 zeigte in der Woche vor dem Rennen erneut, dass er die Diva der teameigenen Autos sein kann. Beim Test am Donnerstag vor dem Rennwochenende verabschiedete sich das Getriebe, was zu zahlreichen Nachtschichten führte. Doch mit vereinten Kräften schaffte man es, denn A4 an den Start zu bringen. Doch das Tauschgetriebe hatte einen großen Nachteil: Das Mitteldifferenzial war nicht angepasst, was dazu führte, dass der Allradantrieb nur  20 Prozent der Leistung nach hinten leitete. Was alles andere als ideal für einen Driftwettbewerb ist. Trotzdem biss Denk die Zähne zusammen und versuchte seinen Fahrstil so gut wie möglich umzustellen und das Beste aus der Situation zu machen. Was auch gelang: Mit Platz drei der Allradwertung ließ er sogar einige Konkurrenten, deren Autos sicher besser funktionierten, hinter sich.

Benjamin Klabutschar unter Renn- und Reparaturstress

Dass es kein Audi-Wochenende war, musste auch Benjamin Klabutschar einsehen. Vor dem Rennen tat er noch alles, um den A4 von Günther Denk zum Laufen zu bekommen. Während des Trainingstages in Teesdorf zickte dann plötzlich der Audi S2 des Allrad-Staatsmeisters herum. Doch der Fehler konnte schnell analysiert werden: Ein Schaden am Steuergerät. Auch die Reparatur gestaltete sich daher eher einfach: Klabutschar setzte sich kurzerhand in seinen Wagen und machte sich auf den Weg nach Kilb, um ein Ersatz-Steuergerät zu holen. Als dieses eingebaut war funktionierte der Audi wieder, doch das fehlende Training warf den Drift-Routinier etwas zurück. Trotzdem stand Klabutschar neben Denk jun. als Zweiter der Allradklasse am Stockerl.

Der Lauf in Teesdorf war für Markus Denk im BMW 328ci eine Lernphase und meisterschaftsentscheidend. Der Rookie kam am Trainingstag nicht an die Zeiten seiner Konkurrenten heran, worauf man sich näher mit der Fahrwerksabstimmung des BMW befasste. Und die Mühe war es wert, denn im ersten Wertungslauf trennten Denk und seinen größten Gegner im Kampf um die Meisterschaft nur eine halbe Sekunde. Doch im zweiten Lauf passierte das Malheur: Der 25-Jährige kam auf einer Bergaufpassage auf den Rutschbelag und kam mit Müh und Not über den Hügel. Damit war die Zeit dahin und vielleicht auch die Meisterschaft. Da man aber auch in Kilb weiß, dass das Wort „aufgeben“ nur mit der Post in Assoziation gebracht wird, legte sich Denk im dritten Heat noch einmal richtig ins Zeug – mit Erfolg. Auch etwas Glück war dabei, da Roman Steinbauer, der mit Denk um die Meisterschaftsführung kämpft, auch einen Fehler machte. Somit bleibt durch den dritten Klassenrang von Markus Denk der Kampf um die Meisterschaft weiter offen.

Katharina Deycmar setzt unterdessen alles erlernte in ihrer Premierensaison weiter in die Tat um und konnte sich erneut steigern. Durch zwei fehlerfreie Läufe war sie mit ihrem BMW 325i auf Podestkurs in der Damenwertung, doch ein Dreher im letzten Umlauf vereitelte den Podestplatz. Für Andreas Langeder, den Rookie im GDrift-Team, war es ein lehrreiches Wochenende. Im Training zeigte er sich in Bestform, jedoch hatte er durch seine wenige Erfahrung auf der rutschigen Bahn in Teesdorf Probleme, seinen Trainingsleistungen umzusetzen.

Trotz der Probleme vor dem Rennen und der extrem schwierigen Bedingungen waren erneut Stockerlplätze drin. Nun blickt man gespannt zum Grande Finale der DCA 2016 am Wachauring in Melk.

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