SKN ebenbürtig, aber Sturm Graz holte sich „Dreier“ Themen:Fußball Auch Andi Dobers Einsatz nützte nichts: der SKN verlor auch gegen Sturm Graz 1:3. - Foto: Lackinger Von: Heinz Harauer 20. August 2016 FUSSBALL. Nächster Dämpfer für Bundesliganeuling SKN St. Pölten: Nach vergebenem Elfmeter von Segovia setzte sich Sturm Graz in der NV Arena 3:1 durch. SKN St. Pölten – Sturm Graz 1:3 (0:2). – SKN: Riegler; Dober, Petrovic, Huber, Pîrvulescu; Perchthold, Mader(46. Segovia); Stec (69. Lumu), Thürauer , Schütz; Luckassen. – Sturm Graz: Gratzei; Lykogiannis (88. Potzmann), Schulz, Spendlhofer, Koch; Jeggo, Matic; Huspek (78. Schoissengeyr), Hierländer (67. Stankovic), Horvath; Edomwonyi. – Für Schwarzmalerei ist es noch zu früh, aber nach vier Niederlagen gegen – zugegebenermaßen – starke Klubs, muss die Mannschaft aufgeweckt werden. Nur gegen Red Bull Salzburg hatte die Daxbacher-Truppe keine Chance, in allen anderen Partien – sogar beim Tabellenführer Altach – spielten die St. Pöltner gefällig mit, stehen nun aber mit drei Punkten am vorletzten Tabellenplatz. Auch gegen den momentanen Tabellenführer hatte das Wolfsrudel eine große Chance, gegen einen stärker eingeschätzten Gegner zumindest ein Remis einzufahren, wieder stand man am Ende mit leeren Händen da. Andreas Dober brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: “ Wir können unsere Chancen nicht nützen, kriegen aber depperte Tore.“ Dober war auch der auffälligste SKN-Spieler in dieser Partie: Er war bei 91 Ballaktionen beteiligt und hatte mit 83 Prozent die beste Zweikampfquote aller Spieler. Die Ambitionen der Bundesliganeulings waren auch im dritten Heimspiel der Saison groß – obwohl die Gäste aus Graz in den letzten Runden einen wahren Lauf hatten, rechnete man sich durchaus Chancen aus, gegen die Foda-Elf etwas Zählbares einzufahren. Zu diesem Zweck wechselte Leitwolf Karl Daxbacher im Vergleich zur Altach-Partie eine Position in seiner Stammformation aus, kam Marco Perchtold zu seinem Startelfdebüt im Dress des Wolfsrudels. Vor 4229 Zuschauer gab es in der 16. Minute den ersten Aufreger: Goalie Riegler konnte einen Freistoß der Grazer nur abtropfen lassen, Christian Schulz stand bei seinem Abstaubertreffer jedoch im Abseits (13.). Kurze Zeit später passierte es dann aber doch – nach einer Ecke der Wölfe schalteten die Gäste blitzschnell um und Bright Edomwonyi erzielte die Führung für die Schwarz-Weißen (21.). Das Wolfsrudel war in weiterer Folge zwar um Kontrolle über die Partie bemüht, das Plus im Ballbesitz konnte jedoch nicht in gute Gelegenheiten umgewandelt werden. Der erste Torschuss gelang Lukas Thürauer erst in der 42. Minute. Kurz vor dem Abpfiff setzte Lukas Spendlhofer – ein Absolvent der AKA St. Pölten – einen Freistoß von der Strafraumgrenze unhaltbar für Riegler in die Maschen und versetzte den Gastgebern noch vor der Halbzeit eine kalte Dusche (44.). Entscheidung fiel zugunsten der Grazer Leitwolf Daxbacher reagierte, brachte für Florian Mader mit Daniel Segovia einen zweiten Stürmer. Sein Team agierte nun aggressiver und übernahm immer mehr das Kommando. Und diese Maßnahme sollte gleich einmal Früchte tragen: Nach einer Pîrvulescu-Flanke stand der „TORero“ goldrichtig und verwertete die Chance im Liegen zum Anschlusstreffer (56.). Danach hatten beide Teams gute Gelegenheiten auf weitere Treffer – während Luckassen einen Kopfball aus gut fünf Metern übers Gehäuse von Christian Gratzei setzte (61.), scheiterte Stefan Hierländer auf Grazer Seite an einem starken Reflex von Riegler (64.). Das Wolfsrudel übernahm anschließend vollkommen die Kontrolle auf dem Feld und drängte auf den Ausgleich. Andreas Dober (70.) und abermals Daniel Segovia (79.) hatten gute Gelegenheiten, verfehlten jedoch jeweils knapp das Ziel. Kurz darauf war das Tor zum 2:2 weit geöffnet, bot sich nach einem Spendlhofer-Handspiel im Strafraum per Elfmeter die große Ausgleichschance! Doch Segovia scheiterte mit seinem kläglichen Versuch an Gratzei (84.), ein Umstand der postwendend bestraft wurde: Denn praktisch im Gegenzug setzte sich der beste Grazer, Uros Matic, mit einer Einzelaktion im Strafraum der Wölfe durch und erzielte das entscheidende 3:1 (85.). Somit steht man nach einer vor allem in der zweiten Hälfte sehr ansprechenden Leistung wieder mit leeren Händen da und muss diese bittere Niederlage erneut schnellstmöglich verarbeiten. Denn bereits in der kommenden Woche steht mit der Auswärtsfahrt nach Mattersburg der nächste schwere Prüfstein auf dem Programm, bei dem man unbedingt anschreiben muss. 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