Staatsmeisterschaft wurde zum finalen Krimi

Mario Kranabetter beendete seine Karriere mit einem Sieg. - Foto: zVg
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MOTORSPORT. Markus Denk sicherte sich beim Drift Challenge Saisonfinale den Meistertitel in der Klasse der Renntourenwagen bis 2,9l Hubraum.

Eine Meisterschaft kann nicht knapper ausgehen als der Kampf um die R1-Krone 2016 am Wachauring in Melk. Wie ein Luftballon, der zu viel aufgepumpt wurde, war die Stimmung im Fahrerlager – zum Zerreißen: Denn Daniel Sailer (BMW Team SIEGI) und Markus Denk (GDrift Performance) sind am Ende punktegleich. Aber es kann nur einen geben. Somit musste die Anzahl der Siege für die Ermittlung des Jahressiegers herangezogen werden. Aber auch hier sind mit je zwei Siegen beide gleich auf. In letzter Instanz zählt das bessere Ergebnis des letzten Rennens und hier hat Denk mit seinem vierten Platz gegen Sailer (achten Platz) die Nase vorn. Denk, der Sprössling einer Kilber Motorsportdynastie, übernimmt somit den R1-Titel von Teamkollegen Mario Kranabetter und GDrift Performance behält die kleine Rennklasse in Kilb.

Kranabetter seinerseits beendet an diesem Wochenende mit einem Tagessieg in der Klasse R1 seine aktive Karriere in der Drift Challenge. „Besser als mit einem Sieg kann man seine Karriere nicht beenden“, freut sich der Mazda Pilot zum Schluss einer gelungenen Saison.

Günther Denk wird Vizestaatsmeister

Günther Denk, im Vorjahr Staatsmeister in der 2WD-Wertung auf BMW M3, stieg heuer auf Audi quattro in die 4WD-Klasse um und wurde prompt Vizestaatsmeister in dieser heiß umkämpften Wertung. Gegen den Tschechen Tomáš Mičánek, der einen hochmodernen Mitsubishi EVO IX des finanzstarken Action Racing Mania Teams einsetzte, war kein Kraut gewachsen. Mit viel weniger Budget, dafür mehr Herzblut, ist dieser Erfolg einer der wertvollsten für Denk und seinen Mannen aus Kilb. „Ich bin so stolz auf mein Team, meine Familie und meine Freundin Petra – ohne diese Unterstützung wäre dieser großartige Erfolg nicht möglich gewesen!“ zeigt sich Denk sichtlich gerührt.

Teilzeitdrifter Christian Groiß zeigte mit seinem BMW E28 M5 im zweiten Wertungslauf mit einem gesamt sechsten Platz sein Potenzial. Zum Schluss reichte es für den neunten Platz in der Klasse R2, der Renntourenwagen über 2,9l Hubraum. „Jo, is guad gaunga“,  sein kurzes, aber alles sagendes Kommentar.

Andreas Langeder erdriftet in seiner ersten Saison Platz sechs in der Serienklasse bis 2,9l Hubraum (S1) und ist mit seiner Leistung zufrieden. „Für die Premierensaison gar nicht so übel. Nächstes Jahr will ich mehr, lasst euch überraschen“, äußert sich der BMW Pilot höchst motiviert.

Katharina Deycmar hatte ein schwieriges Rennwochenende hinter sich,  sieht es aber sehr sportlich: “Mein erster Lauf war gar nicht so schlecht, die anderen beiden zum Vergessen. Aber was solls, ich hab viel Potenzial für Steigerungen und es hat mir so richtig Spaß gemacht mit meinem BMW die Jungs zu ärgern.“

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