Neubauer triumphierte und ist erstmals Meister

Hermann Neubauer holte sich auf Skoda bei der Liezen-Rallye den Staatsmeistertitel. - Foto: Harald Illmer
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MOTORSPORT. Die 3. Skoda Rallye Liezen dominierte nicht wie erwartet Raimund Baumschlager, sondern Hermann Neubauer. Er ist erstmals Rallye-Staatsmeister.


Die 3. ŠKODA Rallye Liezen bot auch heuer eine großartige Bühne für den österreichischen und internationalen Rallyesport. Andreas Aigner war dieses Mal Veranstalter und Fahrer in Personalunion. Dabei durfte er über eine perfekte Veranstaltung mit knapp 25.000 Zuschauern jubeln, hatte aufgrund seines unverschuldeten Ausfalls als Fahrer aber auch ein weinendes Auge. „Die Rallye selbst war ein großer Erfolg, wir haben praktisch ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. Es waren unglaublich viele Fans an den Sonderprüfungen, darüber freue ich mich besonders. Die Fahrerinnen und Fahrer haben aber auch quer durch das Starterfeld großartige, spektakuläre Leistungen geboten. Mein Dank gilt daher allen Teilnehmern und ihren Teams, natürlich aber auch unseren Sponsoren, den zahlreichen freiwilligen Helfern, den Gemeinden und letztlich den Anrainern, die durch ihre Akzeptanz unseres schönen Sports die 3. ŠKODA Rallye Liezen überhaupt erst ermöglicht haben“,  so Andi Aigner.

Hermann Neubauer und Co Bernhard Ettel steuerten ihr Ford Fiesta WRC in souveräner Art und Weise zum Gesamtsieg bei der 3. ŠKODA Rallye Liezen und sicherten sich damit vorzeitig – und für Hermann Neubauer zum ersten Mal in seiner Karriere – den österreichischen Rallye-Staatsmeistertitel. Die Freude im ZM-Racing Team und bei Neubauer beziehungsweise Ettel kannte klarerweise keine Grenzen: „Ich habe mir wirklich schwer getan heute. Einerseits wollte ich sicher ins Ziel fahren, andererseits attackieren. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist einfach genial, ich bedanke mich bei all meinen Unterstützern und Sponsoren, bei meiner Familie, und vor allem bei meinem Team, das alles für diesen Erfolg getan hat. Wir haben alle an einem Strang gezogen. Unser Gegner ist nicht irgendjemand, sondern einer der besten Rallyefahrer und es macht mich unglaublich stolz, diesen Titel erreicht zu haben. Das ist sicher der schönste Tag meiner Karriere und einer der schönsten Tage in meinem Leben!“

Aufbäumen des Titelverteidigers durch Defekt gestoppt

Mit einer extrem starken kämpferischen Leistung und einer eindrucksvollen Schlussattacke sicherte sich das Škoda-Duo Raimund Baumschlager/Thomas Zelter mit dem Fabia R5 auf der vorletzten Prüfung zunächst Platz zwei – nur um auf der allerletzten SP vom Defektteufel heimgesucht zu werden: Getriebeschaden! „Wir hatten uns stark zurückgekämpft“, so Baumschlager, als 500 Meter nach dem Start der letzten SP das Differenzial brach: „Ich bin froh, dass wir überhaupt im Ziel sind, das war sehr, sehr schwierig. Absolute Gratulation an den Hermann Neubauer, er ist verdient Meister geworden und hat eine großartige Saison gefahren. Ich habe immer gesagt, dass ich aufhöre, wenn ich nicht mehr mithalten kann, aber dieses Gefühl habe ich derzeit überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Ich bin mit Platz zwei super zufrieden!“

Damit und mit einer Bestzeit auf der letzten Sonderprüfung (die als „PowerStage“ auch Zusatzpunkte brachte) kam das WRC-Duo Gerwald Grössing und sein Co Sigi Schwarz (Ford Fiesta WRC) im letzten Abdruck noch auf Platz zwei nach vor: „Wir waren den ganzen Tag konkurrenzfähig, es war super Match mit Raimund und ich hatte eine riskante Reifenwahl für die letzte Runde getroffen. Das war als Joker für die Powerstage gedacht und die richtige Entscheidung, ich glaube, es wäre sich auch ohne das Pech von Raimund ausgegangen. Ich war dieses Jahr zu fehleranfällig, heute hat man das Potenzial gesehen. Gratulation an den Hermann, er ist ein würdiger Staatsmeister, ein cooler und echt sympathischer Typ. Die Szene wird bunt und attraktiv, das hat man an den tausenden Fans heute gesehen“, so der  Niederösterreicher.

SKODA Rallye Liezen, Endstand

01. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel, Ford Fiesta WRC, 1:19:51,2 Std.
02. Gerwald Grössing/Sigi Schwarz, Ford Fiesta R5, + 23,2 Sek.
03. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner, Škoda Fabia R5, + 39,9
04. Simon Wagner/Ursula Mayrhofer, Citroen DS3 R3 Max, + 5:46,1
05. Martin Kalteis/Peter Berger, Mitsubishi Lancer Evo VII, + 7:17,8
06. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer, Renault Clio R3, + 8:05,8
07. Andreas Kainer/Benedikt Hofmann, Opel Adam R2, + 11:41,7
08. Dieter Kienbacher/Eduard Kienbacher, Mitsubishi Lancer Evo VII, + 12:08,9
09. Reini Sampl/Melanie Schmid, Audi TTS, + 12:56,8
10. Gabor Nemet/Istvan Szabo, Opel Adam R2, + 13:45,1

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