Österreichs Frauenteam ließ Deutschland wanken

Auch Kapitänin Nina Burger setzt die deutsche Abwehr mächtig unter Druck. - Foto: ÖFB
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FUSSBALL.- Mit großem Einsatz stellten Österreichs Frauen Deutschland vor große Probleme. Letztlich ging der Olympiasieger als 4:2-Sieger vom Platz.

Deutschland – Österreich 4:2 (2:0). Österreich: Zinsberger; Schiechtl, Wenninger, Kirchberger, Maierhofer; Billa (65. Prohaska), Puntigam, Zadrazil; Feiersinger, Burger, Aschauer (90+1 Dunst). – Tore: Mittag (8., 40.), Faißt (75.), Petermann (81./FE.); Feiersinger (48.), Burger (54.). – Das Frauen-Nationalteam muss sich Olympiasieger Deutschland im ersten Duell beider Länder auswärts mit 2:4 (0:2) geschlagen geben. Ein schneller Doppelschlag von Laura Feiersinger und Nina Burger nach der Pause brachte in einer spannenden und abwechslungsreichen Partie den zwischenzeitlichen Ausgleich für die ÖFB-Auswahl von Teamchef Dominik Thalhammer.

Die Österreicherinnen starteten vor 10.000 Zuschauern in Regensburg aggressiv und druckvoll ins Spiel. Mitten in der Anfangsoffensive brachte Deutschlands Leonie Meier Laura Feiersinger im Strafraum zu Fall, der Pfiff der schottischen Schiedsrichterin blieb jedoch aus (2.). Deutschland agierte sehr erfahren und abgeklärt im Stil eines mehrfachen Welt- und Europameisters. Anja Mittag nutzte einen Stellungsfehler zum frühen 1:0 für die Gastgeberinnen (8.). ÖFB-Schlussfrau Manuela Zinsberger konnte einen Versuch von Svenja Huth mit den Fingerspitzen klären (15.). Nina Burgers Schussversuch nach Ballgewinn im Angriffsdrittel konnte DFB-Keeperin Almut Schult sicher entschärfen (17.).

Torschützin Mittag tauchte immer wieder gefährlich vor dem ÖFB-Tor auf. Auf Seiten der Österreicherinnen gab es die aussichtsreichsten Aktionen von Nicole Billa und Laura Feiersinger jeweils nach Standards. Kurz vor der Pause erhöhte Deutschland auf 2:0. Wieder war es Anja Mittag nach starker Vorarbeit von Svenja Huth (40.).

Nach der Pause Deutsche überrumpelt

Die Auswahl von Dominik Thalhammer ließ sich nicht entmutigen und startete beherzt und aggressiv in die zweite Halbzeit. Der Mut wurde belohnt und Laura Feiersinger traf nach Stangenpendler von Nina Burger zum 2:1 (48.). Wenig später war es ÖFB-Rekordtorschützin Burger selbst, die mit ihrem Treffer Nummer 46 im Teamdress aus 20 Metern zum 2:2 ausglich (54.).

Verena Faißt stellte mit einem wuchtigen Distanzschuss die Führung für die Olympiasiegerinnen von Rio wieder her (75.). Lena Petermann fixierte per Foulelfmeter das 4:2 für die Mannschaft der neuen Bundestrainerin Steffi Jones (81.).

„Wir haben heute als Kollektiv gegen einen Gegner mit hoher individueller Qualität alles gegeben. Das Team hat immer wieder Nadelstiche setzen können und hat eine unglaubliche Mentalität gezeigt, als wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind. Natürlich hat uns Deutschland auch gezeigt, wo die Grenzen liegen uns wo es Bereiche gibt, an denen wir weiter arbeiten müssen. Gegen den Olympiasieger und Europameister kann man verlieren. Ich glaube es ist sehr selten vorgekommen, dass sie zwei Tore bekommen haben“, so Dominik Thalhammer.

 

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