Perfekter Einstieg von Fallmann als Cheftrainer

Trainer Jochen Fallmann feierte mit dem SKN den ersten Auswärtssieg. - Foto: SKN
Share Button

FUSSBALL. Die Überraschung ist perfekt: Das Trainerduo Jochen Fallmann/Thomas Nentwich führten den SKN zum Cupsieg über Sturm Graz.

SKN St. Pölten – Sturm Graz 5:4 (1:1, 1:0) nach Elfmeterschießen. – SKN: Vollnhofer; Dober, Huber, Grasegger (102. Heerings), Pirvulescu (91. Holzmann); Ambichl, Mader; Lumu, Thürauer (53. Stec), Schütz; Keita. – Tore: Thürauer (31.);  Schmerböck (51.). –  Gelb-Rot: Dober (49., Foul). – Elfmeterschießen: 0:1 Kienast, 1:1 Ambichl, 1:2 Jeggo, 2:2 Schütz, Matic drüber, Mader gehalten, 2:3 Hierländer, 3:3 Keita, Spendlhofer gehalten, 4:3 Lumu. – Bereits einen Tag, nachdem der SKN-Vorstand Trainer Karl Daxbacher auf Vorschlag von Frencki Schinkels in den Urlaub schickte, stand das neue Trainerduo Fallmann/Nentwich vor einer schwierigen Aufgabe: Mit Bundesliga-Tabellenführer Sturm Graz  kam im ÖFB-Cup ein ganz schwerer Brocken in die NV-Arena. Fallmann setzte seine Ideen kompromisslos um: Mit Vollhofer, Dober, Mader, Thürauer, Lumu, Ambichl und Keita schenkte er gleich sieben Spielern sein Vertrauen, die beim peinlichen 1:5 gegen Red Bull Salzburg in der Startformation standen. „Ich versuchte in Einzelgesprächen, die Spieler auf die neue Situation einzustellen“, so Fallmann.

Der „neue“ SKN zeigte sich von Beginn an bissig und selbstbewusst, was noch fehlte waren herausgespielte Torchancen. Trotzdem gingen die Wölfe in Führung: Ambichl zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, die Kopfballabwehr fiel zu kurz aus und Thürauer schoss aus rund 20 Meter durch ein Gewirr von Beinen zum verdienten 1:0 ein (31.). Die Steirer hatten in den ersten 45 Minuten Minuten nur eine Tormöglichkeit, die allerdings Schmerböck vergab.

Fehlentscheidung des Referee machte Spiel spannend

Mit einer folgenschweren Fehlpfiff von Referee Muckenhammer begann die zweite Spielhälfte.  „Heißsporn“ Dober attackierte den durchbrechenden Zulechner, der jedoch über die eigenen Beine stolperte. Das sah jedoch der Unparteiische anders und schickte den SKN-Außenverteidiger mit gelb-rot in die Kabine (49.). Drei Minuten später fiel der Ausgleich: Schmerböck nützte die desorganisierte Abwehr und bezwang Vollnhofer mit einem Flachschuss ins lange Eck.

Die Grazer konnten jedoch aus dieser numerischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Bei einem knallharter Schuss von Koch ins rechte Kreuzeck rechtfertigte Goalie Vollnhofer seine Nominierung. Sonst hatte der SKN die Angriffsbemühungen der Gäste völlig unter Kontrolle. Im Gegenteil: Sturm-Keeper Lück entschärfte in den Schlussminuten einen gefährlichen Schuss vom Lumu.

Auch in der Verlängerung fiel die numerische Unterlegenheit der Fallmann-Elf kaum ins Gewicht. Bevor es zum Elfmeterschießen kam, hatten die Grazer durch Potzmann und Edomwonyi noch zwei gute Möglichkeiten. Letztlich gingen die Spieler des zuletzt sportlich maroden SKN als glückliche, aber doch verdiente Sieger vom Platz.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*