Starker SKN blamierte die Wiener Veilchen

Peter Brandl - die Kampfmaschine im Mittelfeld des SKN St. Pölten. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Mit dem 2:1 gegen die Wiener Austria holte der SKN St. Pölten endlich den zweiten Heimdreier in dieser Saison.

SKN St. Pölten –Austria Wien 2:1 (0:0). – SKN: Vollnhofer; Stec, Huber, Petrovic, Pîrvulescu; Perchtold (90. Mader); Brandl (66. Drazan), Thürauer (74. Keita), Ambichl, Schütz; Segovia. – FK Austria Wien: Hadzikic;  Stryger, Rotpuller (61. Kayode), Filipovic, Salamon (86. Kvasina); Holzhauser, Windbichler; Tajouri, Grünwald, Pires (61. Venuto); Friesenbichler. – Tore: Schütz (48.), Keita (89.),  Holzhauser (90.+2/Elfmeter). – Rote Karte: Huber (92., Torchancenverhinderung). – Die Fallmann-Truppe zeigte die einzig richtige Reaktion auf den gestrigen Dreier des SV Mattersburg – mit einem 2:1-Heimerfolg gegen den FK Austria Wien behielt der SKN den Abstand zum Tabellenende und rückte der Konkurrenz wieder um ein gutes Stück näher.

Nach dem starken Auftakt in die Ära Fallmann als Trainer waren der Bundesliga-Neuling in den letzten beiden Partien völlif von der Rolle.  Gegen die Wiener Austria fand die Elf wieder den Weg zurück in die Erfolgsspur. Im Vergleich zur knappen Pleite beim SK Rapid in der Vorwoche nahm das SKN- Trainergespann drei Änderungen in der Startelf vor: So rückten etwa Peter Brandl, Paul Pîrvulescu und Daniel Segovia in die Anfangsformation, während Alhassane Keita und Jeroen Lumu auf der Bank, sowie Andi Dober nach seiner fünften gelben Karte auf der Tribüne Platz nahmen.

Die ersten zehn Minuten gestalteten sich dann relativ ausgeglichen – während die Gäste nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Wölfe ihre erste Gelegenheit vorfanden (3.), kam „TORero“ Daniel Segovia bei einer Brandl-Hereingabe nur um Zentimeter zu kurz. (7.).

Nach und nach übernahmen die Veilchen allerdings deutlich das Kommando auf dem Feld. Richtig konkrete Chancen blieben allerdings Mangelware. So stellten zwei Kopfbälle durch Grünwald (8.) und Windbichler (15.) nach Standardsituationen lange Zeit die Highlights in einer Partie, in der das Wolfsrudel vor allem in der Defensive sicher stand, dar.

Die größte Einschussmöglichkeit für die Wiener vor der Pause bot sich dann nach gut 30 Spielminuten dem aufgerückten Stryger Larsen, doch der Däne schoss aus guter Position klar über den Kasten vom starken Tormann Vollnhofer (31.). Die Heimischen hatten vor allem in der Vorwärtsbewegung ihre Probleme, konnten im ersten Durchgang kaum für Gefahr vor Veilchen-Keeper Hadzikic sorgen und gingen, nachdem Perchtold bei einem Eckball knapp zu spät kam (45.), mit einem 0:0 in die Kabinen.

Mit Herz und Leidenschaft den Dreier eingefahren

Doch die Wölfe kamen ganz anders aus der Halbzeit und zeigten die einzig richtige Reaktion auf die Leistung in der ersten Hälfte: Nach einem Missverständnis zwischen zwei Austrianern ging Michi Ambichl auf der rechten Flanke bis zur Kornerlinie, hatte das Auge für den ideal postierten Schütz und der besorgte das umjubelte 1:0 (48.).

Die Austria hatte zwar durch Grünwald kurz darauf die Gelegenheit zum Ausgleich (52.), doch das Wolfsrudel war nun weitaus bissiger und zeigte in jeder einzelnen Szene vollsten Einsatz. Und so dauerte es bis zur 76. Minute, ehe die Gäste wieder gefährlich wurden, Thomas Vollnhofer behielt allerdings im direkten Duell mit dem eingewechselten Kayode die Oberhand.

Und so boten sich in einigen Konterszenen durchaus Chancen, die Partie endgültig auf Eis zu legen. Anfangs wurden diese aber leider nicht genutzt – zunächst wurde Segovia im Strafraum elfmeterverdächtig am 2:0 gehindert (81.), danach vergab der eingewechselte Keita aus kurzer Distanz (82.). Kurz darauf machte es der guineische Joker allerdings besser. Nach einer perfekten Hereingabe des ebenfalls eingewechselten Christopher Drazan – der übrigens sein SKN-Comeback feierte –  versenkte Keita das Leder zur vermeintlichen Entscheidung (89.). Doch die Partie war noch nicht gelaufen…denn in der Nachspielzeit wusste sich Michael Huber gegen Kayode nur mit einem Foul zu helfen, musste mit Rot vom Platz und Holzhauser machte mit dem verwerteten Elfmeter die Geschichte nochmal spannend (92.).

Der Anschluss kam allerdings zu spät, denn unsere Wölfe brachten die knappe Führung letztendlich souverän über die Zeit und durften damit den ersten Heimsieg seit in der Rückrunde bejubeln! Nun geht es in der kommenden Woche im abschließenden Derby gegen die Admir-Wacker Mödlinga noch um den Anschluss ans Mittelfeld und einen positiven Jahresausklang.

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