SKN-Frauen beginnen Frühjahrssaison in der Halle

Die SKN St. Pölten-Frauen holten sich im Vorjahr den Turniersieg in Potsdam. - Foto: SKN-Frauen
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FUSSBALL. Vier Hallenturniere bestreiten die SKN-Frauen im Januar, bei zwei Turnieren tritt der österreichische Herbstmeister sogar als Titelverteidiger an.

Den Beginn macht die traditionelle Hallenmeisterschaft in St. Pöltner, gefolgt vom Turnier in Leoben, an dem die Wölfinnen gleich mit zwei Mannschaften antreten. Danach wartet in Zagreb ein Futsal-Turnier auf Mateja Zver und Co., bevor der Turbine Hallenpokal den Abschluss bildet. Beim Turnier in Deutschland feierten die Österreicherinnen im Vorjahr beim Debüt sogleich den Gesamtsieg und möchten auch heuer wieder vorne mitspielen.

Los geht es am Dreikönigstag mit dem traditionellen Turnier in St. Pölten. Die Prandtauerhalle ist auch diesmal wieder Austragungsort der NÖ Hallenmeisterschaft im Frauenfußball. Im Vorjahr gewannen die Wölfinnen das Endspiel gegen Seriensieger Neulengbach knapp mit 5:4 und sicherten sich erstmals den Pokal. Die Bilanz aus dem Jahr 2016 war hervorragend: Drei Siege und ein Torverhältnis von 25:8. Mit dem Titelverteidiger aus St. Pölten, Neulengbach, Altenmarkt und ASK Erlaa sind heuer alle Teams aus dem letzten Jahr wieder dabei, weiters nimmt auch das Zweitliga-Team aus Eggendorf teil. Der NÖ-Hallenpokal in der Prandtauerhalle beginnt am 6. Januar um 14 Uhr, am Vormittag rittern ab 9.30 Uhr die Mannschaften der AK Niederösterreich Frauen Landesliga um den Titel.

Einen Tag danach treten die Wölfinnen gleich im Doppelplack auf – neben der ersten Mannschaft schickt Trainerin Fanni Vago auch eine Abordnung der aktuellen Tabellenführerinnen aus der 2. Liga Ost/Süd in Leoben ins Rennen. Das Teilnehmerfeld des Ladies Soccer Hallencup 2017 hat es auch in diesem Jahr in sich: Der SKN II trifft in Gruppe B auf den FC Südburgenland, Alerta Porta, den SKV Altenmarkt und die Mädls der Vienna. Ihre Teamkolleginnen aus der Bundesliga matchen sich in ihrer Gruppe mit Teams wie Union Kleinmünchen, SK Lation, USC Landhaus und den Gastegeberinnen von LUV Graz/DFC Leoben. Der SKN wurde im letzten Jahr Vize-Champion und scheiterte erst im Finale an „Groß-München“, einer Truppe mit zahlreichen Bundesliga- und Zentrumsspielerinnen. Startschuss ist um 11 Uhr mit dem Duell der Wölfinnen gegen die Gastgeberinnen aus Leoben.

Wölfinnen auch ohne Bande eine Klasse für sich

Dass man beim SKN auch ohne Bande gut zurechtkommt, zeigte man im November 2015 beim Volksbank Frauen Futsal Cup in Wr. Neustadt. Damals gewannen Alexandra Biroova und Co. im Finale gegen die Allstars des 1. FC Murexin, durch ein Tor der Slowakin, mit 1:0 und jubelte am Ende über die Trophäe. Am 14. Januar wird man abermals das ganze Können aufbieten müssen, da das Turnier in Zagreb mit zahlreichen namhaften Gegnern gespickt ist. Auf die St. Pöltnerinnen warten die Gastgeber aus Agram (Zagreb) sowie Sarajevo und NK Pomurje Beltinci. Letztere waren bereits in der Vergangenheit Vorbereitungsgegner des SKN und verpassten im vergangenen Sommer nur knapp die Qualifikation für das Sechzehntelfinale der UEFA Women´s Champions League. In bester Erinnerung dürfte das Team Mateja Zver sein. Die Slowenin wechselte vor zwei Jahren zum SKN St. Pölten und war davor bei Pomurje unter Vertrag.

Den Abschluss des heißen Bandenzaubers im kalten Wintermonat Januar macht der prestigeträchtige Turbine Hallenpokal in Potsdam am 28. und 29. Jänner. Die Wölfinnen sind bei diesem Turnier diesmal besonders im Blickpunkt, denn sie kehren als Titelverteidiger an die Stätte des Triumphes zurück. Im letzten Jahr spielte man sich in wahren Rausch, räumte mit einem 3:2 im Finale gegen Sparta Prag schlussendlich den Siegerpokal ab und sammelte so bei den Nachbarn aus Deutschland sehr viele Sympathien. Die beiden Finalisten treffen in diesem Jahr bereits in der Gruppenphase aufeinander, das ergab die Auslosung zwischen Weihnachten und Silvester. Auch gegen den zweiten Gegner der Gruppe, Glasgow City, konnte man bei der letztjährigen Ausgabe gewinnen. Mit dem Team aus Hjørring trifft man auf den Erzrivalen von CL-Kontrahent Bröndby IF. Die Däninnen sind noch im Rennen um die Krone der UEFA Women´s Champions League und treffen im März auf die Frauen von Manchester City. Weiters kommt es für den SKN zu einem Wiedersehen mit Kamilla Kur Larsen. Die Stürmerin hat St. Pölten in besonders schlechter Erinnerung, da sie beim 5:4-Sieg von Verona, im CL-Hinspiel am Voithplatz, bereits nach 20 Minuten verletzt vom Feld musste und ihr auch beim Rückspiel im Stadio Marcantonio Bentegodi nur die Zuseherrolle blieb.

In Gruppe B treffen die Gastgeberinnen von Turbine Potsdam, mit Teamspielerin Sarah Zadrazil, auf Neuling Sporting Lissabon sowie MTK Hungária und Stabæk IF. Nach zwei Spielen gegen jede Mannschaft aus der jeweiligen Gruppe geht es im KO-System weiter, bevor am Abend des zweiten Tages das Finale ausgetragen wird. Liese Brancao ist jedoch guter Dinge, dass man auch heuer ein gewichtiges Wort um den Sieg mitreden wird: „Wir stellen in diesem Jahr wieder eine starke Mannschaft und kennen bereits einige Gegner aus diversen Vorbereitungsspielen. Den Titel zu verteidigen wird zwar nicht einfach, dennoch glaube ich fest an unsere Chance bei diesem Turnier“, so die Sportliche Leiterin des SKN.

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