Mit fünffacher SKN-Frauenpower ins EURO-Abenteuer Themen:Fußball Auch Nadine Prohaska (SKN St. Pölten-Frauen) freut sich auf die EM-Premiere gegen die Schweiz. - Foto: Tom Seiss Von: Heinz Harauer 15. Juli 2017 FUSSBALL. Die Euro-Premiere für Österreichs Damen-Nationalmannschaft beginnt in den Niederlanden am Dienstag gegen die Schweiz. Das große Ziel ist erreicht, nun gilt die volle Konzentration der EURO 2017. Dienstag trifft die Elf von Teamchef Dominik Thalhammer auf die Schweiz, vier Tage danach folgt das Kräftemessen mit den favorisierten Französinnen. Zum Abschluss die Partie gegen Island. Jenes Team, das im letzten Jahr Österreichs Herren mit einem Sieg aus der EM kickte. „Wir wissen um unsere Rolle als Außenseiter“, gibt sich der Teamchef realistisch. Sechs Jahre nach der Eröffnung des Nationalen Zentrums für Frauenfußball, 2274 Tage nach der Bestellung von Dominik Thalhammer zum Teamchef und 301 Tage nachdem Österreichs Frauen erstmals das EURO-Ticket löste, geht sie Dienstag also los – die UEFA Women´s EURO 2017 in den Niederlanden. Damit ist man beim ÖFB am (Teil-)Ziel angelangt, stieß vor einem Jahr erstmals in die Top 25 der Weltrangliste vor und debütiert jetzt bei einem Großereignis. Das Nationalteam nahm in den letzten sechs Jahren eine steile Kurve nach oben, zwischendurch folgten immer wieder kleine Rückschläge, aus denen die Elf rund um Kapitänin Viktoria Schnaderbeck gestärkt zurückkam. „Es ist für uns das erste Großereignis, darauf haben wir seit Jahren hingearbeitet. Uns ist der Ernst der Lage bewusst, ich glaube aber, dass man eine gewisse Lockerheit bewahren muss“, so Carina Wenninger, Legionärin beim FC Bayern. Die Nervosität steigt von Tag zu Tag, Dominik Thalhammer versucht seine Mannschaft jedoch am Boden zu halten und holte sich vor dem Abflug ins Teamcamp noch Tipps von Marcel Koller, der im letzten Jahr mit den ÖFB-Herren vorgelegt hatte. „Nach dem Sieg über Dänemark sind wir mit einer Menge Selbstvertrauen angereist, wir wissen jedoch um unsere Rolle als Außenseiter“, sieht der Teamchef die Sache realistisch. Im 23-Frauen-Kader stehen mit Jasmin Eder, Nadine Prohaska, Viktoria Pinther, Jennifer Klein und Stefanie Enzinger fünf SKN-Akteurinnnen, womit die Double-Siegerinnen den größten Anteil an Spielerinnen stellt. Stark vertreten ist auch der FC Bayern mit Manuela Zinsberger, Carina Wenninger und Viktoria Schnaderbeck, wobei hinter der Kapitänin noch ein Fragezeichen für die Partie gegen die Schweiz steckt. Die Steierin kämpft noch mit einem Knochenmarksödem im Knie und wird rund um die Uhr behandelt. Aus der ÖFB Frauen Bundesliga stellen auch der SKV Altenmarkt, Bergheim und die Frauen des SK Sturm weitere Spielerinnen des EURO-Kaders. Euro-Premiere ist am Dienstag gegen die Schweiz Platz 17 in der FIFA Weltrangliste gehört den Nachbarinnen aus der Schweiz, der erste Gegner bei der Euro 2017. Auch für die Elf von Teamchefin Martina Voss-Tecklenburg ist am Freitag (18 Uhr) das Debüt bei einer Frauen-Europameisterschaft. Mit zwölf Deutschland-Legionärinnen steckt jede Menge Potenzial im Kader der Schweizerinnen. Bekannteste Spielerinnen sind Lara Dickenmann und Vanessa Bürki. Dickenmann bringt die Erfahrung von zwei Champions League-Titeln sowie einer Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg mit. Vanessa Bürki kickt seit 2006 beim FC Bayern, die langjährige Teamkollegin von Carina Wenninger und Viktoria Schnaderbeck feierte mit den Münchnerinnen zwei Meistertitel. Der letzte Sieg der Österreicherinnen gegen die Schweiz liegt nun schon 21 Jahre zurück.Im Zuge der EM-Qualifikation 1997 erzielten Elke Scheubmayr und Gertrud Stallinger je einen Doppelpack. Das ÖFB-Team gewann in Koblach mit 4:1, es war der bislang einzige Sieg in Länderspielen gegen die Schweiz. Am Samstag (20,45) wartet auf Österreich die Gruppenfavoritinnen aus Frankreich. Der ehemalige Profi Olivier Echouafni übernahm im September 2016 das Team und sicherte sich im März den Sieg beim SheBelieves Cup, einem Pokal mit Top-Besetzung. Meister Lyon stellt mit acht Spielerinnen den größten Anteil im EM-Kader. Die Östereicherinnen warten auch nach fünf direkten Duellen immer noch auf einen Sieg gegen die Europameisterinnen von 1984. Im bislang letzten Aufeinandertreffen schlug sich die Elf von Dominik Thalhammer 2014 in Le Mans wacker, verlor jedoch mit 1:3. Sarah Puntigam erzielte den Ehrentreffer. Bundeskanzler Kern hatte bei der Verabschiedung der ÖFB Frauen nur eine Bitte: „Revanchiert euch an Island“. Im letzten Sommer war die 1:2-Niederlage von Marc Janko und Co. gegen Arnór Traustason und seine Isländer der letzte Akt einer verpatzten Europameisterschaft. Die weiblichen Kolleginnen treffen bei der Endrunde erstmals auf Österreich, Kapitänin Gunnarsdóttir und Co. drangen bei einer EM bereits zweimal bis ins Viertelfinale vor. Dagný Brynjarsdóttir ist eine der bekannteren Akteurinnn im Kader von Teamchef Freyr Alexandersson, spielte 2015 für ein halbes Jahr beim FC Bayern. Spielführerin Sara Björk Gunnarsdóttir steht aktuell im Aufgebot des VfL Wolfsburg und absolvierte bereits 94 Spiele im Dress des isländischen Nationalteams. Die meiste Erfahrung im EM-Kader der Isländerinnen besitzt Hólmfríður Magnúsdóttir mit 110 Teameinsätzen. Österreichs Kader für die EURO 2017 Manuela Zinsberger (FC Bayern München/GER), Marina Georgieva (Turbine Potsdam/GER), Katharina Naschenweng (SK Sturm Graz), Viktoria Pinther (SKN St. Pölten), Sophie Maierhofer (Kansas Jayhawks/USA), Katharina Schiechtl (Werder Bremen(GER), Carina Wenninger (FC Bayern München/GER), Nadine Prohaska (SKN St. Pölten), Sarah Zadrazil (Turbine Potsdam/GER), Nina Burger (SC Sand/GER), Viktoria Schnaderbeck (FC Bayern München/GER), Stefanie Enzinger (SKN St. Pölten), Virginia Kirchberger (Duisburg/GER), Barbara Dunst (Bayer Leverkusen/GER), Nicole Billa (Hoffenheim/GER), Jasmin Eder (SKN St. Pölten), Sarah Puntigam (Freiburg/GER), Laura Feiersinger (SC Sand/GER), Verena Aschauer (SC Sand/GER), Lisa-Marie Makas (Duisburg/GER), Jasmin Pfeiler (SKV Altenmarkt), Jennifer Klein (SKN St. Pölten), Carolin Grössinger (Bergheim) Starke SKN-Vorstellung bei Hallenturnier in DeutschlandSt. Pöltner Wölfinnen starten in die WintervorbereitungDer SKN St. Pölten wird zu spusu SKN St. PöltenEine sehr erfolgreiche Herbstsaison der WölfeBullen zeigten Grenzen des SKN schonungslos aufDer SKN St. Pölten bleibt auf der SiegerstraßeRückschlag für St. Pöltner Wölfe gegen die AustriaVerdienter SKN-Erfolg gegen Wacker InnsbruckU21-Nationalteam feiert in Griechenland ein 1:0U21-Nationalteam könnte Geschichte schreibenTestspiel gegen England ging klar mit 0:3 verlorenGriechenland ist letzte Hürde beim Sprung zur U21-Euro