Debüt von SKN-Trainer Lederer ging daneben

Der Ausschluss von Michael Ambichl war der Anfang einer bitteren 1:5-Schlappe gegen die Wiener Austria. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Mit einer unverdient hohen 1:5-Niederlage gab es ein völlig verpatztes Trainerdebüt von Oliver Lederer beim SKN.

Austria Wien – SKN St. Pölten 5:1 (2:1 ). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Diallo, Mehmedovic; Petrovic; Riski (76. Davies), Ambichl, Rasner, Thürauer; Sobczyk (61. Martic). – FK Austria Wien: Hadzikic; Klein, Serbest, Kadiri, Martschinko; Holzhauser; Tajouri, De Paula (71. Lee), Abdullahi (90. Gluhakovic), Pires; Friesenbichler (85. Monschein). – Tore: Friesenbichler (23., 81.), Pires (45.+2), Holzhauser (79., Elfmeter), Monschein (90.+2); Riski (25.). –  Rote Karte: Ambichl (57., Foul). – Gelb-Rote Karte: Huber (79., Handspiel). – Auf den Boden der Realität wurde Oliver Lederer bei seinen Trainerdebüt beim SKN St. Pölten zurückgeholt worden.. Im Gastspiel bei der Wiener Austria hielt das Tabellenschlusslicht aus Niederösterreich zwar rund eine Stunde  mit den Veilchen mit, am Ende setzte es allerdings nach zwei Ausschlüssen ein bitteres 1:5. Offensichtlich dürfte doch nicht der freiwillig zurückgetretene Coach Jochen Fallmannn die Schuld am letzten Tabellenplatz haben. Vielleicht sollte Sportdirektor Markus Schupp einmal seine Transferpolitik unter die Lupe nehmen…

Neues System und neue Kräfte brachte Neo-Leitwolf Oliver Lederer bei seinem ersten Auftritt an der Seitenlinie aufs Feld. Im 4-1-4-1 System mit Lukas Thürauer auf dem Flügel und Danijel Petrovic als Sechser wollte man der Wiener Austria im Ernst Happel Stadion Paroli bieten. Ein Unterfangen, das in den ersten 45 Minuten ausgezeichnet klappte. Doch eine Spiel dauerte mindestens 90 Minuten. Bis dahin gab es zwei Ausschlüsse und mit 1:5 die bisher höchste Niederlage.

Die erste gute Aktion gehörte gleich den voll motivierten Wölfen: Nach einem schnellen Zuspiel auf die rechte Angriffsseite bediente Riski den in der Mitte lauernden Rasner, der jedoch in letzter Sekunde gestört wurde (2.). Im Anschluss daran bekamen die Hausherren das Spiel zwar in den Griff, das Geschehen auf dem Rasen gestaltete sich allerdings völlig offen.

So dauerte es bis zur 19. Minute, ehe die Veilchen zum ersten Mal gefährlich wurden, Christoph Riegler behielt allerdings gegen Pires die Oberhand (19.). Das änderte sich aber kurze Zeit später – De Paula hebelte mit einem Lochpass die Abwehr aus und Friesenbichler ließ Riegler  keine Chance… 1:0 (23.). Doch das Wolfsrudel bewies Moral und schlug postwendend zurück. Nach einem idealen Zuspiel von Thürauer wurde Sobczyk zwar im letzten Moment gebremst, Roope Riski war beim Klärungsversuch der Austria allerdings zur Stelle um glich aus kurzer Distanz aus (25.).

Der SKN bekam mit diesem Treffer deutlich Oberwasser und hätte nur wenig später in Führung gehen können – wenn nicht sogar müssen. Ambichl schickte per Heber Sobczyk auf die Reise, der mit seinem anschließenden Heber zwar Austria-Tormann Hadzikic bezwang, doch Kadiri kratze das Leder für die Wiener von der Linie (29.). Und da auch Riski bei seiner zweiten Gelegenheit an diesem Abend in letzter Sekunde gestoppt wurde (32.) blieb es vorerst beim Remis. Doch in der Nachspielzeit schlug die Fink-Elf doch noch zu – nach einem Angriff über die rechte Seite konnten die Wölfe den Ball nicht klären, das Leder kam unglücklich vom Rücken von Danijel Petrovic zu Pires, der quasi mit dem Pausenpfiff das 2:1 besorgte (45.+2).

 Ausschlüsse waren entscheidend für die Partie

Nach der Pause zeigte das Tabellenschlusslicht dann aber gleich in seiner ersten Aktion, dass man unbedingt den Ausgleich erzielen wollte. Michael Ambichl zielte bei einem Weitschuss allerdings zu hoch (47.), ging kurz darauf leider etwas übermotiviert in einen Zweikampf im Mittelfeld und musste nach einem harten Foul an de Paula mit der roten Karte unter die Dusche (57.).

Ab diesem Zeitpunkt diktierte die Austria endgültig das Spiel und verwaltete den knappen Vorsprung ohne große Probleme. Und doch wären die Wölfe beinahe zum 2:2 gekommen, ein Martic-Kracher aus 25 Metern knallte allerdings nur an die Stange (66.). Und so kam es letztendlich wie es kommen musste… Nach einer Ecke der Wölfe fuhren die Austrianer einen Konter, das Schiedsrichtergespann übersah einen Abseitsposition und Michael Huber klärte einen Pires-Querpass mit der Hand – Gelb-Rot für den St. Pöltner Abwehrchef und ein Elfmeter, den Holzhauser zum 3:1 verwertete, waren leider die logische Folge (79.). Die Partie war damit gelaufen.

Doch es kam noch schlimmer – denn die Violetten nutzten die numerische Überlegenheit nun konsequent aus und trafen durch Friesenbichler (81.) und Monschein (90.+2) noch zwei Mal. Somit mussten die Wölfe am Ende eine 1:5-Niederlage hinnehmen.

 

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