Im Weinviertelderby setzte sich Hollabrunn durch

Oliver Graninger erzielte acht Treffer. - Foto: UHC
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HANDBALL. Für den Vöslauer HC setzte es gegen Top-Favoriten Leoben nach starker Leistung eine knappe 24:27-Niederlage.

UHC Erste Bank Hollabrunn – Union Sparkasse Korneuburg 40:37. – Beste Torschützen: Graninger, Burger; Gal je 8 bzw. Weinhappl (14). – Im ersten Weinviertel-Derby der Bundesligasaison können sich die Hausherren in einer prall gefüllten Weinviertelarena mit 40:37 durchsetzen. Beide Mannschaften geizen im Angriff nicht gerade mit Toren.

Beflügelt vom Cupsieg gegen die HSG Graz starten die Gastgeber mit einem 2:0 in die Partie und haben die Anfangsminuten fest in der Hand. Die Gäste aus Korneuburg, die nach wie vor auf einige Stützten in der Mannschaft verzichten müssen, halten dagegen – werden frenetisch von den mitgereisten Fans gepusht – und können nach fünf Minuten erstmals ausgleichen.

Der weitere Spielverlauf der ersten Hälfte gestaltet sich äußerst spannend. Beide Mannschaften haben ihre Prioritäten klar auf den Angriff gelegt und ziehen ihr Tempospiel durch. Einen Vorsprung der Gäste können die Hausherren durch Treffer von Graninger und Vuksa wieder egalisieren. Selbst einen zwischenzeitlichen drei Tore Vorsprung der Vöslauer können die Gastgeber erneut aufholen. Kurz vor der Pause trifft Matthias Weinhappl – der eine überragende Partie spielt – zum 20:18-Halbzeitstand für Korneuburg.

Auch nach der Pause bleibt das NÖ Derby weiterhin ein Offensivspektakel. Erst nach knapp 45 gespielten Minuten gelingt es Gal & Co. etwas davonzuziehen. Doch auch ein Drei-Torevorsprung der Gastgeber bringt keine Vorentscheidung. In der 54. Spielminute gelingt dem Aufsteiger durch Rajic wieder der Anschlusstreffer. Erst ein Zwischenspurt der Hausherren bringt die Entscheidung: Hollabrunn zieht auf 38:34 davon, liegen wenige Minuten vor Schluss relativ klar voran. Korneuburg kämpft aber trotzdem bis zum Schluss und kann den Vorsprung nochmals verkürzen. Damit behaupten die Hollabrunner die Tabellenführung.

St. Pöltner Falken feierten dritten Saisonsieg

Sportunion Die Falken St. Pölten – medalp Handball Tirol 26:24. – Beste Torschützen: Kral (6), Demmerer J. (10). – Die konnten auch in achten Runde acht den Knoten nicht lösen und mussten in St. Pölten die siebte Niederlage hinnehmen. Trotz einer guten Leistung liegt das Youngster-Team damit nach wie vor mit nur einem Punkt am Tabellenende.

Sieben Minuten waren gespielt, da erzielte Marko Dobric das 3:3. Danach reihten sich bei den Gästen jedoch einige Fehler aneinander, die Hausherren stellten auf 7:3 (11.). Überhaupt nutzten die Niederösterreicher rund um Routinier Markus Wagesreiter fast jede Unachtsamkeit des Gegners, schlug aus vielen vergebenen Chancen der Tiroler Profit. Und kam so immer wieder zu schnellen Kontertoren. In der 20. Minute erhöhte Wagesreiter bereits auf 10:4. Erst danach kam die Offensive von Handball Tirol wieder halbwegs in Schwung. Am deutlichen 15:9 für St. Pölten nach 30 Minuten änderte das aber nichts. Großen Anteil an der klaren Führung hatte auch Keeper Hübner, der eine respektable Leistung abliefert.

Die Niederösterreicher blieben auch im zweiten Durchgang lange souverän und hielten den Vorsprung konstant. Die Gäste aus Tirol kamen erst Mitte der zweiten Halbzeit wieder besser ins Spiel und kämpften sich etwas heran. Johannes Demmerer konnte in dieser Phase dem Spiel seinen Stempel aufdrücken und brachte sein Team wieder auf Tuchfühlung. So verkürzte Handball Tirol sogar auf zwei Tore Abstand, für mehr reichte es allerdings nicht mehr.

Vöslauer HC – Union Juri Leoben 24:27 (14:15). – Bereits am Donnerstag war mit Union Leoben der Topfavorit der Liga in Bad Vöslau zu Gast. Auf Seiten der Vöslauer musste weiterhin auf Spielmacher Schuster und Klettenhofer verzichtet werden. Dazu kam nach einigen Minuten eine Wadenverletzung von Spielertrainer Strazdas, der nur noch zu den Strafwürfen antreten konnte.

So mussten die jungen Spieler um Mayr und Pranzeneder in die Presche springen. Mit einer kämpferischen Topleistung wussten die Vöslauer über lange Zeit dagegen zu halten. Vor allem die Deckung bewies sich als Bollwerk und stellte den HLA-Absteiger vor große Aufgaben. Einmal mehr konnte Tormann Mario Dubovecak sich als starker Rückhalt im Tor beweisen.

Im Verlauf des gesamten Spiels konnte sich keine Mannschaft absetzen. Auf Seite der Steirer konnte sich der Kreisläufer immer wieder stark in Szene setzen und nur schwer unter Kontrolle gebracht werden. Der Vöslauer Dani Forsthuber stand dem aber um nichts nach und überzeugte mit fünf Toren.

Die stärkste Phase hatten die Thermalstädter Mitte der zweiten Hälfte. Muck un Kohlmaier sorgten für eine Zwei-Tore-Führung. Sichtlich überrascht lagen bei den Steirern die Nerven blank. Nach einem Ellbogencheck von Leobens Spielertrainer Djukic an Schartel wurde statt einer Roten Karte nur eine Zeitstrafe ausgesprochen. Leider konnte diese Phase von den Gastgebern nicht genutzt werden. Die Gäste konnten einen knappen Sieg knapp doch noch mitnehmen. „Leider haben wir uns durch drei individuelle Fehler selbst um unsere Belohnung für das tolle Spiel gebracht. In der entscheidenden Phase hat uns am Feld etwas sie Struktur und Ruhe gefehlt. Wir konnten den Ausfall von Strazdas über lange Zeit durch tollen Kampfgeist kompensieren. In den letzten sechs Minuten hat uns aber definitiv die Regie von Schuster und Strazdas im Angriff gefehlt. Wir können mit der Leistung sehr zufrieden sein, der eingeschlagene Weg mit den jungen Spielern trägt Früchte und wir nehmen das auch als Lernprozess an“ zeigt sich der sportliche Leiter Gilbert Strecker trotz der knappen Niederlage positiv.

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