Bullen waren stärker als bissige St. Pöltner Wölfe

Michael Huber jubelt nach dem Kopfballtreffer gegen Salzburg. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Das bittere Los eines Schlusslichts: Gleichwertig wie der Titelanwärter, aber trotzdem Niederlage kassiert.

 SKN St. Pölten – Red Bull Salzburg 1:3 (1:1). – SKN: Riegler; Ingolitsch, Muhamedbegovic, Huber, Bajrami; Rasner; Schütz, Ambichl (89.), Hofbauer, Balic (81. Davies); Doumbouya (63. Riski). – Salzburg: Stankovic; Lainer, Onguene, Caleta-Car, Ulmer (89. Farkas); Rzatkovski (76. Haidara), Samassekou, Schlager, Berischa; Minamino (81. Gulbrandsen), Yabo. – Tore: Huber (6.); Minamino (36.), Rzatkovski (54.), Minamino (80.). – Es ist zum Verzweifeln: Da hielt der SKN die „Millionentruppe“ aus Salzburg in Schach, war zumindest vor der Pause spielbestimmend. Dann patzte der sonst starke Riegler beim 1:1-Ausgleich (35.) fürchterlich, verschoss Doumbouya praktisch mit dem Pausenpfiff einen Elfmeter. Die Salzburger zeigten sich wesentlich effizienter, war cooler vor dem Tor: Letztlich schlitterten die Wölfte in eine verdiente Niederlage. Doppeltes Pech: Denn Mattersburg schlug die  Austria 3:1 und die St. Pöltner liegen nun als Tabellenletzter acht Zähler hinter den Burgernländern.
 

Die Vorzeichen vor dieser Partie hätten klarer fast nicht sein können – während sich die Bullen in letzter Zeit auf der Erfolgswelle befanden, wartete nach 17 sieglosen Runden  das Tabellenschlusslich noch immer auf den ersten vollen Erfolg in der neuen Saison. Doch verstecken wollte man sich gegen den großen Favoriten dennoch nicht. Mit frühem Pressing und einer offensiven Spielweise wollte Leitwolf Oliver Lederer den Salzburgern den Schneid abkaufen.Und dieser Plan ging vor allem zu Beginn voll auf – denn der Tabellenzweite wusste mit der taktischen Ausrichtung anfänglich überhaupt nichts anzufangen. Die Gastgeber starteten vor  2800 Zuschauersehr ambitioniert und bissig in die Partie und belohnten sich bereits in der sechsten Minute selbst. Bei einem Ambichl-Freistoß aus dem Halbfeld schaltete Abwehrchef Michale Huber am schnellsten und versenkte das Leder per Kopf zur umjubelten 1:0-Führung.

Langsam aber sicher fanden die Gäste dann aber doch ins Spiel und kreierten ersten Gelegenheiten. Erst ging ein Kopfball von Onguene über den Kasten (11.), ehe Minamino nach einem ideal getimten Rzatkovski-Zuspiel zentral vor dem Tor das rechte Eck verfehlte (19.).

Doch die Wölfe blieben weiter bissig, setzten die Rose-Elf kontinuierlich unter Druck und sorgten in der Offensive für weitere Nadelstiche – so konnte sich Goalie Stankovic etwa bei einer Flanke gegen Doumbouya nur mit Mühe behaupten, während der Nachschuss von Schütz in höchster Not geblockt wurde (21.). Es war eine Partie auf Augenhöhe – doch dann kamen die Salzburger  überraschend zum Ausgleich. Ein Kracher von Berisha konnte von Christoph Riegler nicht gebändigt werden und Minamino schob aus kürzester Distanz zum 1:1 ein (36.).

Ein Schock für unser Team, das jedoch unbeirrt weiter seinem Matchplan folgte und kurz vor dem Pausenpfiff die große Gelegenheit auf die abermalige Führung hatte. Nach einer Ecke wurde Schütz im Strafraum gelegt, Lonsana Doumbouya übernahm die Verantwortung, scheiterte aber vom Punkt am glänzend reagierenden Stankovic (45.+2).

Abgeklärte Bullen entscheiden die Partie

Kurz nach Wiederbeginn zeigten die Gäste dann allerdings ihre ganze Klasse: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite fand der aufgerückte Ulmer im Rücken der SKN-Defensive Rzatkovski und der stellte mit einem satten Schuss ins lange Eck auf 2:1 (52.). Das Wolfsrudel war zwar weiterhin bemüht, bekam das Geschehen auf Feld im Vergleich zu den ersten 45 Minuten nicht mehr so gut in den Griff.

Nach der Pause fand Neo-Kapitän Dominik Hofbauer mit einem Kracher von der Strafraumgrenze allerdings in Stankovic seinen Meister (68.). Und so kam es letztendlich wie es kommen musste: Der Titelanwärter wurde immer offensiver, im Gegenzug nutzten die Salzburger die freien Räume, die sie eiskalt ausnutzte. Bei einem schnellen Gegenstoß bediente Haidara Minamino und der Japaner besorgte per Kopf die Entscheidung (80.).

Somit standen sie Lederer-Elf trotz einer sehr couragierten und überzeugenden Leistung erneut ohne Punkte da. Jetzt gilt es vor allem die vielen positiven Aspekte aus dieser Partie über die Länderspielpause zu bringen. Im  nächsten Heimspiel gegen den Wolfsberger AC steht der SKN neuerlich unter Zugzwang: Da ist ein Sieg ein Pflichtergebnis.

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