1000 Fans sahen Torlawine in der Champions League

Viktoria Pinther gelang kurz nach ihrer Einwechselung der Ausgleich zum 4:4. - Foto: FSK
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FUSSBALL.  Neun Tore und leider eine 4:5-Niederlage des SFK St. Pölten gegen Verona sahen 1000 Fans auf dem Voithplatz. Ein Aufstieg in die nächste Champions League-Runde ist in weite Ferne gerückt.

FSK Simacek St. Pölten – ASD AGSM Verona 4:5 (3:3). FSK: Jasmin Krejc; Marina Georgieva; Gina Babicky (46. Monika Matysova), Alexandra Birovva, Jennifer Pöltl; Anna Petrusova, Nadine Prohaska, Barbara Dunst, Mateja Zver (87. Jasmin Eder), Lilla Sipos (46. Viktoria Pinther); Fanny Vago.  – Tore: Pöltl (31.), Sipos (37.), Vago (41./Foulelfmeter)); Larsen (21.), Bonetti (24.), Pirone (73., 77.), Gabbiadini (87./Foulelfmeter).

Fünf Gegentore in einem Champions League-Heimspiel sind zu viel für einen Aufstieg. Auch wenn der FSK Spratzern in diesem mitreissenden, aber auch spannenden Partie vier Tore erzielte. In Verone müsste es einen Sieg mit zwei Toren Unterschied für die Niederösterreicherinnen geben. Eher unwahrscheinlich. Aber wer weiß. Denn auch die Italienerinnen zeigten Schwächen in der Abwehr.


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Schlechter hätte diese Partie nicht beginnen können: St. Pölten begann stark. Vor allem Barbara Dunst wirbelte ihre Gegenspielerinnen kräftig durcheinander. Sie hatte auch die erste Chance (19.). Doch schon zwei Minuten später gingen die Italienerinnen mit ihrem ersten Torschuss in Führung: Camilla Larsen rutschte der Ball über den Fuß, der sich über Spratzerns Torfrau  Jasmin Krejc ins linke Kreuzeck senkte. Kurz darauf (24.) gelang Verona das 2:0: Benetti nützte einen Stellungsfehler der heimischen Abwehr  und köpfelte problemlos ein.

Vorerst vergeblich versuchten es die Heimischen, mit hohen Flanken in den Strafraum die gegnerischen Abwehr unter Druck zu setzen. Mit flachen, scharfen Querpässen vor dem Tor klappte es wesentlich besser: Da war vorerst Jenni Pöltl (29.)  zur Stelle und kurz darauf spielte  St. Pöltens „Laufwunder“ Mateja Zver ihre Mitpielerin Lilli Sipos frei. Die Ex-Verona-Spielerin hatte keine Mühe, den Ball zum 2:2 ins Tor zu schieben. Doch der Torhunger der Spilka-Elf war noch nicht gestillt:  Fanny Vargo, die ungarische Nationalteamspielerin,  gelang durch einen Elfmeter der längst verdiente Führungstreffer (37.). Kaum war der Jubel der begeisterten Fans vorbei, schlug Verona durch die kleine Valerie Pirone neuerlich zu – 3:3.

90 Minuten Hochspannung auf dem Voithplatz

Der Fußball-Krimi setzte sich auch in der zweiten Spielhälfte fort. St. Pöltens Frauen dominierten, der italienische Meister ging mit dem ersten Torschuss neuerlich in Führung: Wieder war Pirone zur Stelle.  Drei Minuten später figtheten sich die Heimischen ins Spiel zurück: Die kurz vorher eingewechselte ÖFB-Nachwuchs-Teamspielerin Viktoria Pinther glich auf 4:4 aus. Ein Foulelfmeter, den die sonst schwache spanische Schiedsrichterin zurecht gab, brachte schließlich die Entscheidung. Melania Gabbiadine verwertete ihn sicher zum letzlich glücklichen 5:4-Siegestreffer. Denn Barbara Dunst hatte in der 84. Minute den Ausgleich vor den Beinen: Sie knallte aber aus rund zehn Meter über das Gehäuse. Den Abschiedsapplaus des Publikums hatte sich die Mannschaft durchaus verdient.

An und für sich würde ein Sieg mit zwei Toren unterschied beim Rückspiel am kommenden Donnerstag in Verona reichen. An diesen Strohhalm muss sich die Mannschaft und Trainer Hannes Spilka klammeren. Wenn, ja wenn da nicht die fünf Gegentore beim Heimspiel zu Buche stünden …


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