SKN-Frauen im NÖ-Derby gegen Altenmarkt Favorit

Neulenbach-Kapitänin Sonja Hickelsberger fehlt im Duell der Rekordmeister. - Foto: SVN
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FUSSBALL. In der zwölften Runde der ÖFB Frauen Bundesliga kommt es zum NÖ-Duell  zwischen SKN St. Pölten und SKV Altenmarkt.

Das Niederösterreich-Derby zwischen Tabellenführer SKN St. Pölten und SKV Altenmarkt (8.) markiert am Samstag (live auf ORF Sport+) das erste TV-Livespiel des ÖFB Frauen Bundesliga-Frühjahres. Gespielt wird in Böheimkirchen, Anstoß ist um 16 Uhr. Während die „Wölfinnen“ die Liga ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 41:1 souverän anführen, hatte der SKV Altenmarkt im Frühjahr mit Startschwierigkeiten zu kämpfen und ist nach einem 1:5 gegen SK Sturm Graz und einem 2:2 gegen FFC Vorderland auf Rang acht abgerutscht. Liese Brancao, sportliche Leiterin des SKN, warnt jedoch: „Die Spiele nach der Länderspielpause sind immer sehr schwer.“ Man müsse schnell in den Rhythmus kommen, so die Brasilianerin, die ein „schweres Spiel“ erwartet: „Gegen uns sind alle Gegner besonders motiviert. Bei einem Livespiel steigt diese Motivation sicher noch mehr“, betont Liese. Altenmarkt-Trainer Kurt Hoffer sagt: „Wir müssen über Kampf und Laufbereitschaft ins Spiel kommen, aber es wird ein schwieriges Unterfangen.“
 
Für den SK Sturm Graz (3.) war das torlose Remis in Kleinmünchen vor der Länderspielpause ein Rückschlag im Kampf um den Vizemeistertitel und damit den Einzug in die Qualifikation der UEFA Women’s Champions League. Der Rückstand auf den USC Landhaus beträgt nunmehr fünf Punkte. Der Spielraum für Ausrutscher ist vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Bergheim (6.) am Samstag nur noch minimal. Aber: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen“, beschäftigt sich Trainer Christian Lang nicht mir ‚Rechenspielen‘. Nationalspielerin Katharina Naschenweng fehlt erneut verletzungsbedingt, Julia Kofler ist angeschlagen. „Es wird schwer“, so Lang, „denn die Salzburgerinnen haben nach zwei Siegen aus zwei Spielen im Frühjahr bereits genauso viele Punkte auf dem Konto wie im gesamten Herbst“. Der FC Bergheim könnte sich mit einem Sieg in die obere Tabellenhälfte schieben.

Neulengbach empfängt Landhaus zum Duell der Rekordmeister

Die Rekordmeister SV mantlik kainz Neulengbach (4.) und der USC Landhaus (2.) teilen sich bisher insgesamt 24 österreichische Meistertitel. Und auch wenn in dieser Saison keiner dazukommen wird, ist die Begegnung der besten Titelsammler am Samstag das Spitzenspiel der zwölften Runde. Die Gastgeberinnen haben sich auch in diesem Jahr wieder rasch in eine komfortable Tabellensituation gebracht. Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt 15 Punkte, das Top-Trio ist bereits bis auf fünf Zähler enteilt. „Wir können befreit aufspielen und das Spiel auch als ‚Test‘ für das Cup-Halbfinale sehen“, so Trainer Mario Graf, der ohne die gesperrte Kapitänin Sonja Hickelsberger auskommen muss. In der kommenden Woche kämpft der SVN gegen Altenmarkt um den Einzug ins Finale des ÖFB Ladies Cup. Austria-Kooperationspartner USC Landhaus ist im Cup nicht mehr vertreten und setzt alles daran, den zweiten Platz und damit die Champions-League-Quali-Teilnahme gegen Verfolger Sturm Graz abzusichern. Ein Sieg gegen Neulengbach wäre der nächste Schritt. Abwehrspielerin Romina Bell fehlt gegen ihren Ex-Klub aufgrund einer Rot-Sperre.
 
In der elften Runde stand der FFC Vorderland (7.) kurz vor dem ersten Auswärtssieg der Bundesliga-Geschichte, musste aber in Altenmarkt schließlich doch noch den Last-Minute-Ausgleich hinnehmen. Auch deshalb wollen die Vorarlbergerinnen im Heimspiel gegen Union Kleinmünchen (5.) unbedingt einen Sieg. „Der Plan ist, zuhause voll zu punkten. Wir wollen uns in der Tabelle wieder nach vorne orientieren“, unterstreicht Trainer Bernhard Summer, der vor den Oberösterreicherinnen warnt: „Sie spielen schnell nach vorne, sind über die Flügel schnell und gefährlich.“ Union Kleinmünchen freut sich nach der Rückkehr der U17-Teamspielerinnen über „Kaderzuwachs“. „Wir freuen uns, endlich wieder mehr Alternativen zur Verfügung zu haben“, so Trainer Martin Hofer, der sich auch deshalb eine Belebung des Offensivspiels erwartet.
 
Nachdem sich Nachzügler LUV Graz (10.) in den ersten beiden Herbst-Runden gegen die Topteams SKN St. Pölten und USC Landhaus zwar stark verbessert zeigte, insgesamt aber dann doch ohne Chance war, steht die Elf von Trainer Hannes Höller nun vor sieben Endspielen. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt sechs Punkte. An diesem ‚campiert‘ derzeit der FC Südburgenland (9.). Am Sonntag kommt es in Olbendorf zum direkten Duell der beiden Klubs. „Wir spielen klar auf Sieg, brauchen nicht viel herumtaktieren“, unterstreicht Höller. „Wenn wir an die jüngsten Leistungen anschließen, bin ich zuversichtlich, dass es mit dem ersten Saisonsieg klappt.“ Der FC Südburgenland muss nach einem 0:6 gegen Landhaus und einem 0:3 gegen Bergheim schnell wieder in die Spur finden. Am Sonntag wäre der Zeitpunkt dafür günstig. Ein Sieg der Auswahl von Michael Erhart würde den Abstiegskampf wohl vorentscheiden.

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