Wölfe geben Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

Der Ausschluss von David Stec war eine Fehlentscheidung des Referees. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Lange Zeit sah es danach aus, als ob der SKN die lange Sieglos-Serie in Mattersburg beenden könnte.

SV Mattersburg – SKN St. Pölten 1:1 (0:1). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Luan, Ingolitsch; Rasner (76. Malicsek); Atanga (90. Keles), Ambichl, Hofbauer, Schütz; Vucenovic (46. Wessely). – SVM: Kuster; Nowak, Ortiz, Mahrer, Lercher (69. Renner); Jano, Hart (74. Bürger); Okugawa, Seidl (52. Maierhofer), Gruber; Prevljak. – Tore: 0:1 Atanga (28.), 1:1 Bürger (95.).- Rote Karte: Stec (39., Torraub). – Leitwolf Dietmar Kühbauer war aufgrund diverser Ausfälle zu einigen Veränderungen in der Startformation gezwungen. Im neuen 4-1-4-1-System hatte sein Teqm die Mattersburger allerdings im ersten Durchgang über weiter Strecken ebenfalls gut im Griff.

Obwohl Okugawa bereits kurz nach Spielbeginn die erste Gelegenheit hatte (2.), wurden die Offensivbemühungen der Hausherren in weiterer Folge erfolgreich unterbunden. Die Wölfe brauchten ihrerseits einige Zeit, um das Mattersburger Tor in Bedrängnis zu bringen, nach einer guten halben Stunde gelang dies jedoch.

Erst setzte Atanga einen Kopfball in guter Position zwar zu hoch (26.), kurz darauf zappelte das Leder aber doch im Netz. Nach einer starken Aktion von Schütz auf der linken Offensivseite kam der Ball erneut zu Atanga und der besorgte aus kurzer Distanz die verdiente 1:0-Führung (28.). Auch in den folgenden Minuten hatte das Wolfsrudel das Geschehen auf dem Feld im Griff… bis zu einer folgenschweren Fehlentscheidung.

Denn nach einem Zweikampf im Strafraum zwischen Stec und Gruber entschied Schiedsrichter Schörgenhofer wohl fälschlicherweise auf Elfmeter und stellte den St. Pöltner Defensivyoungster zu allem Überfluss auch noch vom Feld (38.). Der Strafstoß von Prevljak wurde im Anschluss aber vom neuerlich starken Riegler pariert (40.), wodurch es mit einer knappen Führung in die Kabinen ging.

Großartiger Kampf nur teilweise belohnt

Der zweite Durchgang stand dann aber ganz im Zeichen eines Sturmlaufs der Mattersburger, die unsere Defensive mit einer Vielzahl an hohen Bällen immer wieder in Bedrängnis brachten. Einzig Christoph Riegler war es zu verdanken, dass nicht kurz nach Wiederbeginn der Ausgleich fiel – unsere Nummer Eins rettete zunächst vor Prevljak (54.), dann zweimal gegen Jano (58.) und blieb auch bei einem Kracher von Maierhofer aus spitzem Winkel Sieger (61.).

Ex-Leitwolf Gerald Baumgartner riskierte mit Fortdauer der Partie alles und brachte aufseiten der Burgenländer sämtliche zur Verfügung stehenden Offensivkräfte. Die Gelegenheiten wurden aber zum Glück weiter nicht genutzt: Erst schoss Maierhofer über das Tor (72.), ehe Riegler mit heldenhaften Reflexen auch die Chancen von Ortiz (81.) und Okugawa (86.) zunichtemachte.

Auf der Gegenseite hatten die Wölfe ihrerseits die ganz große Möglichkeit auf die Entscheidung – nach einem weiten Ball zog Atanga frei auf das Tor, brachte das Leder im Eins gegen Eins aber nicht an Kuster vorbei (87.). Und so folgte in der allerletzten Aktion der Stich ins Herz der Wölfe…

Einen weiten Freistoß aus dem Halbfeld konnte unsere Hintermannschaft nicht entscheidend klären und der eingewechselte Bürger besorgte aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich (95.). Somit stand am Ende ein Remis und damit ein hart erkämpfter Punkt zu Buche. Ein Umstand, der sich in der Nachbetrachtung allerdings eher wie eine Niederlage anfühlt… und erst durch eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung herbeigeführt wurde.

 

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