Der Frust sitzt tief bei SKN-Trainer Karl Daxbacher

Besorgter Blick von SKN-Trainer Karl Dxbacher auf die Anzeigentafel.. - Foto: Helmut Lackinger
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FUSSBALL. Gegen Kapfenberg beinahe der gesamten Spielzeit klar überlegen, aber trotzdem geht der SKN St. Pölten mit einer 1:2-Heimniederlage in die Kabine. In der NV Arena klappt derzeit gar nichts.

SKN St. Pölten – SV Kapfenberg 1:2 (0:1). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Petrovic, Grasegger; Hartl,  Mader (73. Thürauer), Ambichl, Schagerl (76. Jefferson); Segovia, Beichler (46. Dober).. –  Kapfenberg: Nicht; Yatsuzuka, Bubalovic, Gollner, Haas (58. Victor); Perchtold; Frieser, Farnleitner (79. Meusburger), Lasnik, Maier (39. Nutz); Arimany. – Tore: Segovia (55., Elfer);  Frieser (21.), Victor (74.). – Mit einer katastrophalen Mannschaftsleistung vergab der SKN gegen Kapfenberg, zumindest einen Tag als Verfolger von Tabellenführer Wacker Innsbruck zu gelten. Nicht zu glauben, dass jene Mannschaft, die gegen die Steirer verlor, den Tiroler Tabellenführer mit 1:3  eine Heimniederlage zufügte.


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Dabei hatten die Wölfe wesentlich mehr Spielanteile und auch Chancen. Zwei Unachtsamkeiten in der Abwehr führten letztendlich in einer Regenschlacht zu einer unverdienten 1:2-Niederlage. Dabei standen die Vorzeichen vor der Partie gar nicht so schlecht. Von den letzten zehn Duellen mit den Steirern verlor der SKN lediglich ein einziges und nach dem Sieg in Innsbruck hatte man sowohl ein gestiegenes Selbstvertrauen erwartet. Deshalb vertraute Leitwolf Karl Daxbacher auf die gleiche Formation wie gegen den Tabellenführer vor drei Tagen.

Kurioser Rückstand schockt Wolfsrudel und die Fans

Die Wölfe übernahmen auch von Beginn an das Kommando auf dem Platz – nach einem weiten Ball von Petrovic tauchte Manuel Hartl allein vor der Tor der Gäste auf, scheiterte jedoch am herauseilenden Nicht (7.). Auch in weiterer Folge hatte unser Team mehr vom Spiel, den Treffer erzielten jedoch die Gäste: Nach einem Foul im Mittelfeld benahm sich die SKN-Abwehr wie eine Schülermannschaft.: Einen weiter Freistoßball schaute fand Frieser, der mit einem Heber Riegler zum 1:0 bezwang (21.)…
Die Heimischen stecken jedoch nicht auf und versuchten ihrerseits postwendend zum Ausgleich zu kommen – nur gelingen wollte dieser zumindest vor der Halbzeit nicht. Zuerst verzog Kapitän Florian Mader aus gut 20 Metern nur knapp (25.), danach konnte sich Nicht bei einem von Lasnik gefährlich aufs eigene Tor abgefälschten Ambichl-Ecke auszeichnen.

Auf Ausgleich und Drangperiode folgt nächster Nackenschlag

Auch im zweiten Durchgang beherrschten die Wölfe ganz klar das Geschehen auf dem Feld. Die Kapfenberger wurden in der eigenen Hälfte eingeschnürt und verlegten sich zunehmende aufs Verteidigen und auf eventuell entstehende Kontersituationen. Nach knapp zehn Minuten kam das Wolfsrudel dann doch zum hochverdienten Ausgleichstreffer: Nach einem Foul an Schagerl trat „TORero“ Daniel Segovia zum fälligen Elfmeter an und verwertete sicher zum 1:1 (56.).

Was folgte, war ein wahrer Sturmlauf der Wölfe: Zunächst kam Manuel Hartl nach idealer Ambichl-Vorlage zum Abschluss, fand aber erneut in Nicht seinen Meister (64.) und im Anschluss setzte David Stec einen Schlenzer aus aussichtsreicher Position nur knapp neben das Tor (66.). Und so trat dann leider wieder einmal eine alte Fußballerweisheit in Kraft. Denn 15 Minuten vor dem Ende kamen die Steirer wieder aus dem Nichts zur abermaligen Führung. Nach einem Freistoß setzte sich Nutz auf der rechten Seite durch, fand mit seinem Querpass den völlig freistehenden Joao Victor und der Brasilianer besorgte aus kurzer Distanz das schmeichelhafte 2:1 (74.). Ungerecht, aber zählen tun halt nur die Tore. „Es ist einfach wie verhext und natürlich extrem bitter, dass wir in den Heimspielen nicht die gleichen Leistungen abrufen können wie auswärts. Da ist leider einfach noch das gewisse Etwas, das uns für ganz oben fehlt“, wirkte Trainer Karl Daxbacher nach der Partie doch ziemlich  frustriert.

1.Wacker Innsbruck15102333: 1732
2.LASK Linz1483322: 1127
3.SKN St. Pölten1582523:1626
4.FC Liefering1571729:2822
5.SC Austria Lustenau1571718:1622
6.SV Kapfenberg1571722:2822
7.Austria Klagenfurt1556425:2121
8.SC Wiener Neustadt155379:1618
9.Austria Salzburg1435622:2914
10.Floridsdorfer AC15121210:315

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