China war für Manfred Stohl wieder eine Reise wert

In der Schneewüste im nördlichsten China gab es "andere" Rallyegesetze. - Foto: Stogl Racing
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MOTORSPORT. Manfred Stohl wird bei Rally Jixi mit Bernhard Ettel  Gesamtsechster und feierte einen Klassensieg.


Am vergangenen Wochenende ging Manfred Stohl, Österreichs Rallyeglobtrotter Nr. 1, mit seinem bewährten Co- Piloten Bernhard Ettel bei der zur chinesischen Rallyemeisterschaft zählenden Rally Jixi an den Start. Der fahrbare Untersatz für Stohl seines Teams DS Automobils China sollte vorerst ein Citroen DS3 sein, in letzter Minute musste der Österreicher auf einen EVO9 wechseln. Die beiden Österreicher waren beim siebenten Lauf bereits heuer zum fünften Mal im Reich der Mitte am Start. Schon der Austragungsort der Rallye im Nordosten Chinas, in der Nähe von Wladiwostok in Russland versprach temperaturmäßig einige Überraschungen.


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„Wir wussten, dass es im Rallyegebiet vor dem Start minus 27 Grad hatte. Dass diese Werte aber mit über minus 30 bis 33 Grad absolut noch übertroffen wurden, mit dem haben wir nicht gerechnet“, so Stohl. Dieser Umstand wurde dem österreichischen Duo auch am ersten Tag nach den ersten beiden Sonderprüfungen zum Verhängnis. Beim Auto ist die Windschutzscheibe total eingefroren, die Sicht war gleich Null, die gefahrenen Zeiten logischerweise katastrophal. Zum Glück mussten die Organisatoren danach die Rallye aus Sicherheitsgründen abbrechen: Es waren ganz einfach zu viele Zuschauer unterwegs, es brach alles zusammen.

Arktische Temperaturen sorgten für Probleme

Auch der Beginn am zweiten Tag verlief für Stohl/Ettel nicht gerade ideal: “Vorerst mussten wir im Service das Differenzial tauschen. Danach haben wir aber eine große Aufholjagd gestartet, die uns auf den sechsten Gesamtrang und zum Klassensieg führte. Dieses Resultat haben wir dann auch trotz der arktischen Temperaturen von mehr als minus 30 Grad nach acht Sonderprüfungen halten können.“

Trotz dieser ungewohnten Umstände zog Manfred Stohl eine positive Bilanz: „Wir wollten diese Rallye einfach nur zum kennen lernen fahren, da man beabsichtigt, die Rallye Jixi auch im nächsten Jahr in die chinesische Meisterschaft einzubauen. Dazu kamen die tiefen Temperaturen auf die man sich im Hinblick auf die eingefrorenen Scheiben fürs nächste Jahr besser vorbereiten kann. Auch für uns als Aktive waren solche extreme Bedingungen absolut ungewohnt. Da ist es mit einem zusätzlichen Pullover nicht getan. Da braucht man schon echte Thermowäsche. Die haben wir aber leider nicht gehabt, daher haben wir sehr viel gefroren.“

Ergebnis Finallauf der Chinesischen Rallyemeisterschaft:
1. Jari Ketomaa (SF) Peking Auto
2. Wang Xiang (CHN)  Peking Auto
3. Chris Atkinson (AUS} VW
4. Mark Higgins (GB) Subaru
5. Lin de Wei (CHN) Skoda Fabia
6. Manfred Stohl/Bernhard Ettel (AUT) EVO 9


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