Amateur-Golferinnen spielen um EM-Titel

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GOLF. Nach der Team-EM und Einzel-EM der Herren sowie der Team-EM der Damen setzt   der Golfclub in Frohnleiten einen weiteren Meilenstein:   Der Murhof ist Austragungsort einer Europameisterschaft im Amateur-Golfsport.

Die Einzel-EM der Damen, die »International European Ladies‘ Amateur Championship«, bringt vom 22. bis 25. Juli die besten Amateurgolferinnen Europas an den Murhof. Wobei nicht nur die besten europäischen Spielerinnen abschlagen werden, sondern Damen aus der ganzen Welt. So haben sich etwa Teilnehmerinnen aus Indien, China, Paraguay und den USA angemeldet – die natürlich nicht Europameisterinnen werden können, sondern »nur« Weltranglistenpunkte sammeln werden.
144 Spielerinnen aus 28 Nationen werden am viertägigen Turnier teilnehmen, das Starterinnenfeld kann sich auf jeden Fall sehen lassen. So werden nicht nur alle drei EM-Medaillengewinnerinnen aus dem Vorjahr in die Steiermark kommen (Luna Sobron, Noemi Jimenez Martin und Celine Boutier), sondern gleich acht der zehn besten Amateurgolferinnen Europas: Leona Maguire   (Irland), die derzeit als beste Amateurin sogar die Weltrangliste anführt sowie die Engländerin Bronte Law (3. in der Weltrangliste) oder eben die vorhin genannte Französin Boutier (5.).
Die Europameisterschaft hat demnach einen ungemein großen Stellenwert im Amateurbereich, umso mehr freut sich Gerald Stangl, Chef des Organisationskomitees, auf ein äußerst
spannendes Turnier: »Der Murhof macht mit dieser EM die Sammlung an internationalen   Großereignissen komplett. Wir haben bereits bei der Team-EM vor vier Jahren bewiesen, dass wir ein würdiger Gastgeber für solch wichtige Wettkämpfe sind.« Dass unter den 144 Teilnehmerinnen   sicherlich die eine oder andere Spielerin mit großer Zukunft dabei ist, ist so sicher wie das Amen im Gebet. Das zeigten die vergangenen Amateurturniere am Murhof. So gewann etwa Carlota Viganda (Spanien) zweimal die European Young Masters (2004 und 2005) und spielt heute auf der LPGA Tour der Damen. Auch auf der Ladies European Tour haben sich Spielerinnen wie Charley Hull, Florentyna Parker (beide England) oder Amy Boulden (Wales) etabliert, Jahre zuvor haben sie noch als Amateurinnen in Frohnleiten um EM-Medaillen gekämpft.

Eine starke »Elf« für Österreich

Österreich wird bei der EM vermutlich elf Teilnehmerinnen ins Rennen um die Medaillen schicken, wobei wohl der 23-jährigen Steirerin Sarah Schober und der Tirolerin Lea Zeitler (17 Jahre) die besten Chancen zugetraut werden. Schober war bereits 2011 bei der Team-EM am Murhof mit dabei und ist aktuell Österreichs Amateurin Nr. 1 (68. in der europäischen Rangliste). Für die Spielerin des GC Gut Murstätten ist die EM am Murhof eine Art »Heimspiel«. ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny traut seinen Damen einiges zu: »Wir sind vielleicht nicht die großen Favoriten auf eine Medaille, aber in der Vergangenheit haben die jungen Damen schon öfters bewiesen, dass sie bei internationalen Großereignissen über sich hinauswachsen«, so Zitny, der diesbezüglich zwei Ergebnisse anspricht: Die Bronzemedaille der Niederösterreicherin Marina Stütz im Jahr 2013 in Laibach sowie die sensationelle Silbermedaille für Österreich bei der Team-EM 2013 in England. Vergangene Woche absolvierte das rot-weiß-rote Team bereits ein Trainingslager am Murhof und konnte dabei die Herausforderungen des Platzes kennenlernen. Den endgültigen Kader Österreichs wird Zitny noch in dieser Woche bekanntgeben, bereits fix sind neben Schober und
Zeitler Leonie Bettel, Marlene Krejcy und Isabella Holpfer.

Wohlfühl-Atmosphäre für die jungen Damen

Auf der Golfanlage selbst wird es nur zu kleinen Adaptionen kommen. »Vielleicht wird an dem einen oder anderen Bunker noch der Sand verbessert und die Range auf diese intensive Woche besonders vorbereitet. Die Anlage wird sich jedenfalls wie immer in einem Top-Zustand päsentieren«, verspricht Stangl. Gebastelt wird im Moment auch an den   Rahmenbedingungen, die enen enormen Aufwand bedeuten. »Wir sprechen bei der EM von einem Budget von knapp 200.000 Euro. Ohne die Unterstützung des Österreichischen und Steirischen Golfverbandes, dem Land Steiermark, vielen Kooperationspartnern und freiwilligen Helfern wäre diese Veranstaltung nicht zu stemmen«, meint der OK-Chef.

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