Beachvolleyball in Rio in einem Tennisstadion

Clemens Doppler (li.) und Alexander Horst tretenin Rio an. - Foto: Facebook
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BEACHVOLLEYBALL. Clemens Doppler und Alex Horst spielen in Rio statt an der Copacabana  in einem Tennis-Stadion.


In den letzten Tagen wurde der Deco Turf Hartplatz vom Olympischen Tennisstadion in Barra da Tijuca bei Rio de Janeiro auf Sandplatz umgerüstet. Die Beachvolleyballer der FIVB World Tour versuchen der leerstehenden Olympia-Arena bis Sonntag wieder Leben einzuhauchen. „Irgendwie komisch hier. „Da hat Rio mit Ipanema und der Copacabana die schönsten Strände der Welt und wir spielen in einem Tennisstadion im Landesinneren. Nicht einmal bei Dominic Thiems ATP 500er Sieg im Februar 2017 wurde das Stadion genutzt, das wäre eine sinnvollere Nachnutzung gewesen. Ich hoffe der Veranstalter hat viel ins PR-Budget gesteckt, damit in der 8.000 Zuseher fassenden Tennisarena Stimmung aufkommt. Ein ,Quiet please‘ würde es bei uns aber sicher nicht geben, die Fans dürfen singen und klatschen so viel und solange sie wollen,“

Clemens Doppler wird mit Alexander Horst am Donnerstag direkt im Hauptfeld des FIVB-Events einsteigen, bei dem – anders als geplant – ein modifiziertes Gruppensystem zum Einsatz kommt. In Vierergruppen spielen die Topgesetzten gegen die Vierten und die Zweiten gegen die Dritten. Danach spielen die Sieger bzw. die Verlierer der Duelle gegeneinander. Die Gruppensieger steigen direkt ins Achtelfinale auf, die Zweiten und Dritten müssen in eine Zwischenrunde und die Vierten scheiden als 25. aus. Der Veranstalter erspart sich dadurch pro Geschlecht 16 Spiele, grob gesagt einen gesamten Veranstaltungstag und die Teams haben zumindest zwei Spiele garantiert.

Alexander Horst: „Die geplante Single Elimination hätte einen massiven Einschnitt in unser Turniersystem gebracht und die Kosten-/Nutzenrechnung für viele Teams in Frage gestellt. Das Niveau der Spieler wäre durch die mangelnde Spielpraxis nicht wirklich gestiegen. Das modifizierte Gruppensystem entspricht einem Double-Elimination System in den ersten zwei Runden und ist sicher ein akzeptabler Kompromiss, der jetzt auch schon für die kommenden FIVB-Events in Moskau und Den Haag fixiert wurde.“

Sportlich ist das Turnier absolut top besetzt, bis auf Dalhausser/Lucena (USA) hat die gesamte Weltelite genannt. Coach Robert Nowotny: „Ob das System Clemens und Alex behagt, ist schwer abzuschätzen, es wird ja hier erstmals erprobt. Ich denke, sie sind eher die Jäger als Gejagten und können aus psychologischer Sicht ruhig an die Sache rangehen. Natürlich wünsche ich mir viele Siege und Spiele, denn schlussendlich müssen die Jungs für die Heim-WM auf der Donauinsel Selbstvertrauen aufbauen.

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