Bronze und Rio lassen Ivona Dadic jubeln Themen:Leichtathletik Ivona Dadic jubelt mit der österreichischen Fahne über ihre Bronzemedaille. - Foto: ÖLV/GEPA Von: Heinz Harauer 9. Juli 2016 LEICHTATHLETIK. Ivona Dadic holte sich mit EM-Bronze auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Ivona Dadic, die seit 1. Jänner dieses Jahres für die Sportunion St. Pölten startberechtigt ist, hat sich in Österreichs Leichtathletik-Geschichtsbüchern verewigt. Die 22-jährige Welserin holte sich sensationell die Bronzemedaille im EM-Siebenkampf in Amsterdam. Dadic sammelte im Olympiastadion mit einer beeindruckenden Konstanz auf höchstem Niveau 6.408 Punkte und knackte damit auch souverän das Qualifikationslimit für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (6.200 Punkte). Nebenbei pulverisierte Dadic auch den von ihr selbst gehaltenen österreichischen Rekord, der seit Götzis 2016 bei 6.196 Punkten gestanden war. Werbung ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis erinnerte daran, dass Dadic noch vor wenigen Jahren von fast allen Seiten bereits abgeschrieben worden war: „Als sie nach Olympia 2012 ihr London-Abenteuer und zwei Knieoperationen hinter sich hatte, hat fast niemand mehr an sie geglaubt. Der ÖLV schon. Er hat sie mit dem Trainergespann Gregor Högler/Philipp Unfried aufgefangen.“ Der ÖLV freut sich damit über die neunte Medaille in der Geschichte von Freiluft-Europameisterschaften. Über die erste seit Bronze durch Beate Schrott 2012 in Helsinki. Da Schrott die Medaille im Nachhinein zugesprochen wurde, durfte sich Dadic am Samstagabend als erste heimische Leichtathletin seit fast 20 Jahren (1998, Bronze durch Stephanie Graf) bei einer offiziellen EM-Siegerehrung feiern lassen. Mit Liese Prokop gab es eine weitere St. Pöltnerin, die eine EM-Medaille gewann. Im Jahr 1969 stellte sie im Fünfkampf einen Weltrekord mit 5.352 Punkten auf und wurde in Athen Europameisterin. „Unbeschreiblich! Ganz ehrlich: Ich hatte vor der EM nicht für möglich gehalten, dass ich eine Medaille holen kann. Andererseits hab ich gewusst, was in einem Siebenkampf möglich ist und welches Potenzial ich noch nach oben habe“, meinte Dadic nach ihrem sensationellen EM-Auftritt. „Ich habe diesen EM-Wettkampf von der ersten Sekunde an genossen. Vor allem, weil ich fit und in Topform bin. Und je mehr Leute im Stadion sind, umso mehr Spaß habe ich. Ich bin ein echtes Rennpferd.“ Der Dank von Dadic galt vor allem dem ÖLV und ihrem Vertrauenstrainer Gregor Högler. Aber auch dem ÖOC mit Generalsekretär Peter Mennel, der ihr die Zusammenarbeit mit Ex-Hochsprung-Weltmeisterin Inga Babakova ermöglicht hat. Die Medaille widmete sie auch Kira Grünberg, die am Samstag die Stabhochsprung-Siegerehrung vornahm und dann im Stadion mit Dadic mitfieberte. Werbung Neben Dadic lieferte auch Verena Preiner (Union Ebensee) einen sensationellen EM-Siebenkampf ab. Die 21-jährige Oberösterreicherin kam auf mehr als beachtliche 6.050 Punkte und beendete den Wettkampf auf Platz 7. ÖLV jubelte über unverhoffte Medaille Die Freude im ÖLV ist logischerweise riesengroß. „Eine Sternstunde für Österreichs Leichtathletik. Nach Beate Schrott hat sich der ÖLV die zweite EM-Medaille in den vergangenen Jahren erarbeitet. Diese Medaille ist ein Beweis dafür, was mit hartem Trainingsfleiß der Athletin und gezielter Verbandsarbeit möglich ist“, freute sich ÖLV-Präsident Ralph Vallon. Gregor Högler, das „Mastermind“ im Team rund um Dadic, meinte: „Ivi hat in allen Disziplinen auf hohem Niveau ihre Leistung gebracht. Genau das ist das Wesen des Mehrkampfes, das man auf hohem Niveau abliefert. Ich bin beeindruckt, dass sie es so gebracht hat. Aber natürlich haben wir im Training schon gesehen, dass es gut läuft. Ich würde sagen, das ist eine Zusammenarbeit, ein ‚Produkt‘ des ÖLV, das macht Spaß.“ Die Leistungen von Ivona Dadic im Überblick: Freitag: 100 m Hürden – 13,83 Sek. (1.003 Punkte/Platz 11), Hochsprung – 1,77 m (941 Punkte/Platz 4), Kugelstoßen – 14,10 m (801 Punkte/Platz 8), 200 m – 24,11 Sek. (970 Punkte/Platz 2) Samstag: Weitsprung – 6,32 m (949 Punkte/Platz 3), Speerwurf – 47,92 m (820 Punkte/Platz 7), 800 m – 2:12,83 Min. (924 Punkte/Platz 3) Werbung Julia Mayer und Andreas Vojta holen 10.000m-TitelWACHAUmarathon – Kenianerin Lekapana holt StreckenrekordLimberger und Schrank die Velo/Run-SiegerDer fünfte Vision Run starten bei der NV ArenaDer Frauenlauf beginnt bei der NV-ArenaBeate Schrott läuft ins EM-SemifinaleAuch Beate Schrott schaffte Limit für EM in BerlinMayr gewann Worldcup-Bewerb am GroßglocknerIvona Dadic verpasst Siebenkampf-Rekord um 4 PunkteDie Limits stehen für EM-StartplatzvergabeVizeweltmeisterin Ivona Dadic LokalmatadorinDadic & Schrott starten beim Liese Prokop Memorial