Der Wings for Life World Run und seine Zahlen

Das Catcher Car als fahrende Ziellinie. - Foto:Philip Platzer Red Bull Content Pool
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LEICHTATHLETIK. Österreichs Bundeshauptstadt Wien ist einer der 25 Austragungsorte in 24 Ländern für den vierten Wings for Life World Run.

Seit Wochen und Monaten bereiten sich die Läufer auf ihre ganz individuelle Weise für den vierten Wings for Life World Run vor. Auch heuer werden in Wien wieder tausende Teilnehmer erwartet, die am 7. Mai um Punkt 13 Uhr Lokalzeit ins Rennen starten und versuchen, dem Catcher Car so lange es geht zu entkommen. Mit seinen 25 Austragungsorten in 24 Ländern und hoffentlich erneut
über 100.000 Teilnehmern ist dieser Wohltätigkeitslauf einmalig auf der ganzen Welt. Doch nicht nur diese Zahlen sind beeindruckend.

„Wir laufen für diejenigen, die es selbst nicht können“. So lautet das Motto zehntausender Menschen weltweit, die am 7.Mai erneut an den Start des Wings for Life World Run gehen werden, um vereint in einem einzigen großen Laufevent Spenden für die Rückenmarksforschung zu sammeln, damit eines Tages eine Heilung für Querschnittslähmung gefunden werden kann. Mittlerweile
hat sich der Charity-Lauf zu einem wahrlich globalen Movement entwickelt. In seinen ersten drei Jahren registrierten sich 212.156 Läufer, die auf allen sechs Kontinenten, in 16 unterschiedlichen Zeitzonen bei Tag und bei Nacht liefen und dabei sagenhafte 2.815.457 Kilometer zurücklegten. Das entspricht 70,2 Umrundungen der Erde oder 7,2 Mal der Distanz zum Mond. In Österreich alleine waren es unglaubliche 349.284  Kilometer, die mehr als 20.000 Läufer kumulierten zurücklegten.

Von Guadalajara in Mexiko bis Tainan in Taiwan strecken sich die Austragungsorte, die in ihrer Vielfallt kaum zu überbieten sind. So unterschiedlich wie die Strecken sind auch die Teilnehmer des Wings for Life World Run. Während das Durchschnittsalter 2016 bei 35,3 Jahren lag, war der älteste Teilnehmer der 1923 geborene Georgier Shota Samushia, der mit seinen 93 Jahren unglaubliche 4,32 km schaffte, bevor er eingeholt wurde. Das wohl heißeste Rennen werden die Teilnehmer 2017 in Dubai (UAE) bei 40 Grad bestreiten, während sich die Läufer in Stavanger (NOR) bei neun Grad lieber noch eine Extraschicht anziehen sollten. Der wohl entlegenste Teilnehmer 2016 war der Finnische Snowboarder Eero Ettala, der seinen Wings for Life World Run per App auf der Inselgruppe Spitzbergen im Arktischen Ozean absolvierte. 2017 wird es erstmals eine Vielzahl an organisierten App-Runs geben. Auch diese verteilen sich mit Strecken in New York (USA), Sydney (AUS), Paris (FRA), Muscat (OMN), Kuala Lumpur (MYS) und
vielen Weiteren um die ganze Welt. Insgesamt kamen beim Wings for Life World Run in allen Jahren Starter aus 193 Nationen zusammen, um beeindruckende 13,6 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung zu sammeln. Eine beachtliche Summe, die helfen soll, tausenden Menschen den Weg aus dem Rollstuhl zu ermöglichen. Die entscheidendste Zahl beim Wings for Life World Run und die, die hoffentlich auch 2017 übertroffen wird.

Viele prominente Sportler am Start

Wie auch schon in den vergangenen Jahren haben sich unter die angemeldeten Läufer wieder eine Vielzahl prominenter Namen gemischt. Neben Ski-Ass Marcel Hirscher und Skisprung-Legenden Andreas Goldberger und Thomas Morgenstern werden Skisprung-Ass Gregor Schlierenzauer, Heinz und Hannes Kinigadner, Kira Grünberg, Patricia Kaiser, Lukas Müller, Matthias Walkner, Benjamin Karl, Philipp Orter, Christoph Sumann, Andreas Ulmer, Roman Hagara, u.v.m. teilnehmen. Mit dabei auch der zweifache Wings for Life World Run Sieger Lemawork Ketema und Valentin Pfeil, der sich gerade erst für die
Weltmeisterschaft in London qualifizierte. Gemeinsam mit tausenden Teilnehmern und über 90 angemeldeten Rollstuhlfahrern werden sie ebenfalls versuchen. das Catcher Car so lange wie möglich auf Distanz zu halten. Hinter dessen Steuer sitzt auch in diesem Jahr wieder der querschnittsgelähmte Rallye-Fahrer Reini Sampl. Das Ersatz-Catcher Car wird von niemand geringeren als Franz Wittmann Jr. gsteuert und das sogenannte Leading Car, das die Strecke für die Läufer an der Spitze freihält, fahrt
heuer zum zweiten Mal Paralympics-Sieger Thomas Geierspichler.

Bis 4. Mai, 13 Uhr ist die Anmeldung zum 4. Wings for Life World Run in Wien noch unter www.wingsforlifeworldrun.com möglich.

 

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