Die Falken überraschten mit einem Auswärtssieg

Sebastian Burger erzielte zwölf Treffer für Hollabrunn. - Foto: UH
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HANDBALL. Durch die Niederlage in Trofaiach musste der UHC Hollabrunn die Tabellenführung an Leoben abtreten.

ATV Trofaiach – UHC Erste Bank Hollabrunn 37:36. – Beste Torschützen: Maretic und Savic (je 12); Burger (12), Auß (9). – Von der ersten Minute an entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams mehrmals in Führung gehen können. Kurz vor der Pause gelingt es den Weinviertlern, erstmals im Spiel einen zwei Tore Vorsprung herauszuwerfen. Mit einem seiner zwölf Treffer verkürzt Spielertrainer Maretic noch vor der Pause zum 18:19 Halbzeitstand.

Auch in Hälfte zwei bleibt das Spiel spannend. Hollabrunn versucht immer wieder mit ihrem Tempospiel davonzuziehen, doch die Obersteirer halt voll dagegen und können in Minute 38 zum 24:24 ausgleichen. Bei den Niederösterreichern macht sich der Kräfteverschleiß nun mehr und mehr bemerkbar. Trofaiach nutzt seine Chancen im Angriff eiskalt aus und zieht auf 27:24 davon.

Nun sind die Gäste voll gefordert und antworten prompt. Durch zwei Graninger-Treffer sind die Gäste wieder auf Tuchfühlung und sind knapp am Ausgleich dran. Savic & Co. haben das Spiel aber jetzt immer besser unter Kontrolle und können erneut davonziehen. Hollabrunn kämpft um jeden Ball und verkürzt in der 59. Spielminute zum 36:35. Mit seinem zwölften Treffer bringt Legionär Savic die Entscheidung. Der letzte Treffer des Spiels gehört den Gästen: Tobias Auß  verkürzt nochmals zum 37:36 – Endstand.

Durch diese Niederlage müssen die Weinviertler die Tabellenführung vorerst an Leoben abgeben, bleiben aber am zweiten Tabellenplatz, knapp vor den HBA Fivers.

St. Pöltner Falken drehten in Kärnten auf

schlafraum.at Kärnten – Sportunion Die Falken St. Pölten 21:26. – Beste Torschützen: Praznik (6); Wieninger (7), Schildhammer (6). – Trotz einer komfortablen 10:4-Führung nach 15 Spielminuten musste sich der die Kärntner im Heimspiel gegen die Sportunion St. Pölten am Ende klar mit 21:26 geschlagen geben.

Die erste Hälfte im Spiel gegen die Niederösterreicher begann für Schlafraum.at/Kärnten verheißungsvoll. Die Heimischen dominierten das Spiel, präsentierten sich stark in der Deckung und verwerten ihre Chancen konsequent. Zwischenzeitlich lagen die Klagenfurter schon mit 10:4 in Führung, danach riss allerdings der Faden. Bis zum Ende der ersten Halbzeit kamen die Niederösterreicher wieder heran, mit einem 10:10-Unentschieden ging es schließlich in die Pause.

Auch danach schafften es die Kärntner nicht, ins Spiel zu kommen. Die läuferisch starken St. Pöltener rissen das Spiel an sich, wirkten in dieser Phase spritziger und konnten mit Fortdauer der Partie ihre Führung stetig ausbauen. Die beiden Rückraumspieler Wieninger und Schildhammer sorgten immer wieder mit gut platzierten Würfen für Gefahr am Aufbau.

Die Mannschaft von Jure Krevh fand bis zum Ende kein adäquates Mittel wieder ins Spiel zurückzukommen. Am Ende musste sich der HCK59 klar und verdient mit 21:26 geschlagen geben.

Fivers behaupten sich knapp gegen Bad Vöslau

HBA Fivers WAT Margareten –Vöslauer HC 29:28. – Beste Torschützen: Gangel (7), Kopic (5); Strazdas (10). – Das Ostderby wurde den Erwartungen an Spannung und ein Spiel von zwei starken Teams auf Augenhöhe mehr als gerecht.

Vom Anfang an entwickelt sich in der Sporthalle Margareten ein enges Spiel, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agieren. Zu Beginn legen die Gastgeber immer ein Tor vor, umgehend kommt der Ausgleich der Vöslauer. Zwischen der 13. und 16. Spielminute gelingt dann den Gastgebern ein 3:0-Lauf (10:7, 16. Minute), die Vöslauer antworten jedoch umgehend: Zweimal Strazdas und einmal Muck sorgen wieder für den Gleichstand. Dieser Verlauf wiederholt sich zwischen der 20. und 26. Minute nochmals: Wieder führen die Fivers mit plus 3, Vöslau egalisiert aber wieder zum 13:13.

In dieser Phase sorgt Augustas Strazdas für viel Gefahr, ist gemeinsam mit Philipp Schuster und dem flinken Raphael Muck in der ersten Hälfte mit sechs Treffern auch als Torschütze das Um und Auf der Niederösterreicher. Strazdas ist es auch, der sein Team mit 16:15 in Führung bringt und damit den Pausenstand herstellt.

Den besseren Start finden wieder die Wiener, gleichen schnell durch Lukas Hutecek aus und gehen schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch Lukas Gangel mit 17:16 in Führung. In Überzahl gleicht zuerst Daniel Forsthuber aus, dann gelingt aber den Fivers durch Hutecek und Stefanovic ein Doppelschlag – 19:17, 35. Minute. Die Margaretner agieren nach der Pause konzentrierter, warten mit so manchem starken Spielzug geduldig auf ihre Chancen, die sie zumeist auch nutzen. Dasnach hat Jakob Schrattenecker die Defense besser organisiert als in den ersten 30 Minuten. Und so können die Fivers bis zur 41. Minute wieder einmal auf plus drei erhöhen (Clemens Polszter – 23:20). Vöslau muss hart arbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren. In der 49. Minute verkürzt Philipp Schuster mit einer Granate auf 27:25. Rados Pesic sorgt mit seinem ersten Treffer im Spiel für das 27:26. Maria Dubovecak sorgt mit zwei starken Paraden für Rückhalt, Strazdas kann vom Siebenmeter wieder ausgleichen: Sieben Minuten vor dem Abpfiff startet das Spiel praktisch von „vorne“. Dann sorgt Yannik Pelzl für einen Monstersave, Lukas Gangel bringt die Fivers wieder mit plus 1 in Führung und sorgt kurz danach für das 29:27 (56. Minute). Strazdas verkürzt wieder per Siebenmeter, muss dann für zwei Minuten raus. Die Fivers-Deckung hält die letzten Minuten dicht, auf Seiten der Vöslauer hält Dubovecak Vöslau im Spiel. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff nimmt Sandra Zapletal beim Stand von 29:28 noch ein Timeout, will für Ruhe sorgen. Das gelingt, die Margaretner bleiben Sieger im Ostderby und sind nach wie vor an der Tabellenspitze ganz eng dran.

Sandra Zapletal, Fivers-Trainerin: „Wir zeigten eine wesentlich bessere Spieldisziplin als in der Auswärtsbegegnung gegen Hollabrunn. Und das ist heute der Hauptgrund dafür, dass wir auch verdient gewonnen haben.“

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