Dominik Hufnagl jubelte über EM-Bronzemedaille

Holte über 400 m Hürden EM-Branze in Schweden. Dominik Hufnagl. - Foto: Coen Schilderman, ÖLV
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LEICHTATHLETIK. Der letzte Tag bei den Junioreneuropameisterschaften in Eskilstuna (SWE) stand ganz im Zeichen von Top-Leistungen der österreichischen Athleten. Dabei konnte Dominik Hufnagl (SVS) über die 400m Hürden eine Bronzemedaille holen.

Die EM-Finalwettkämpfe in Eskilstuna fanden mit starker österreichischer Beteiligung. Hatten sich bereits gestern Victoria Hudson im Speerwurf, Dominik Hufnagl über die 400 m Hürden, Philipp Kronsteiner im Dreisprung sowie Luca Sinn über die 3000 m Hindernis am Freitag ihre Finaltickets in den Vorkämpfen durch überzeugende Leistungen gesichert, schaffte amVormittag die 4×100 m Staffel den Einzug ins   Finale. In der Besetzung Julia Schwarzinger (Zehnkampf Union), Carina Pölzl (LAC Klagenfurt), Bettina Rinderer (SV Lochau)  und Schlussläuferin Susanne Walli (Zehnkampf Union) ging das ÖLV-Quartett auf Bahn 3 an die Aufgabe Finalqualifikation heran, die souverän   gemeistert wurde.

Dominik Hufnagl (SVS Leichtathletik) hatte aus österreichischer Sicht für die große Sensation bei der Junioren-EM in Schweden gesorgt und die Bronzemedaille über die 400 m Hürden gewonnen. Dominik, der sich bereits vom Vorlauf zum Halbfinale gesteigert hatte, legte im Finale noch einmal zu und holte sich mit persönlicher Bestzeit von 51,74 sec. die Bronzemedaille hinter dem Franzosen Victor Coroller und dem Deutschen Joshua Abuaku. Dominiks alte Bestmarke stand vor dem Finalrennen bei 51,86 sec. Bemerkenswert, dass nicht nur Dominik im Finale das Rennen seines Lebens zeigte sondern auch drei weitere Athleten persönliche Bestleistungen ablieferten. Insgesamt waren bei diesen Europameisterschaften über die lange Hürdenstrecke 33 Athleten aus 18 Nationen am Start. Dominik Hufnagl erreichte damit seit 2011, als Lukas Weißhaidinger im Diskuswurf Gold holte, wieder eine Medaille, die erste über die 400 m Hürden in der Geschichte von Junioren Europameisterschaften. Damit haben österreichische Athleten erstmals in einer Saison sowohl eine internationale Medaille in der U23 (Ivona Dadic), U20 (Dominik Hufnagl) und U18 (Sarah Lagger) Klasse gewonnen.   „Ich fühle mich einfach nur großartig! Mein Ziel war es in das Finale einzuziehen und als ich das geschafft habe, wäre ich mit einem Platz zwischen 4 und 8 eigentlich zufrieden gewesen, dass es jetzt mit der Medaille geklappt hat ist einfach nur überwältigend für mich. Auch die Tatsache, dass ich einer der jüngsten Athleten hier in Schweden bin und trotzdem eine Medaille hole macht mich sehr stolz.“ ein überglücklicher Bronzemedaillengewinner.

Im Finale der Dreispringer sprang Philipp Kronsteiner (Zehnkampf Union) bis auf zwei Zentimeter anseine bisherige Bestleistung von 15.52 m und dem Ö-U20-Rekord mit ein bisschen zuviel Windunterstützung heran. Damit bewies er erneut seine Konstanz, die er sich in den letzten Wochen aufgebaut hatte und konnte im entscheidenden Moment sein Leistungsvermögen abrufen. Mit dieser Leistung reichte es leider knapp nicht für den Endkampf der besten 8 Springer, schlussendlich fehlten lediglich fünf Zentimeter. Mit Platz neun holte Philipp aber einen weiteren Top-Ten-Platz und leistete damit einen wichtigen Beitrag für diese aus österreichsiche Sicht sehr erfolgreiche Junioren-EM.

Die 4×100 m Staffel der Juniorinnen, die in der gleichen Besetzung (Julia Schwarzinger, Carina Pölzl, Bettina Rinderer und Schlussläuferin Susanne Walli) wie am Vormittag an den Start gegangen ist, konnte sich nach Platz acht im Vorlauf durch zwei Disqualifikation der Teams aus den Niederlanden und Deutschland um zwei Plätze verbessern und erreichte den ausgezeichneten 6. Rang. Mit einer Endlaufzeit von 46.01 sec. fehlten nur drei Hundertstel auf Zypern und damit auf Rang fünf. Es gewann die Staffel von Großbritannien vor Polen und Frankreich.
Nationaltrainer Sven Benning hatte nach dem Finale gemischte Gefühle, hatte er doch Optimierungen im Vergleich zum Vorlauf bei den Wechseln vorgenommen, diese verfehlten aber seine Wirkung, so analysierte er die Wechsel im Finale als „nicht gut“. Auch wenn vielleicht der eine oder andere Platz noch drinnen gewesen wäre, kann man mit Platz secs und einem der besten Staffelergebnisse bei internationalen Titelkämpfen sehr zufrieden sein.

Über die 3000 m Hindernis lief Luca Sinn (UAB Athletics) heute ein beherztes Rennen und erkämpfte sich mit der sehr guten Zeit von 9.11.12 min einen Platz unter den Top-ten.

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