Doppel legte Grundstein für den Olympia-Aufstieg

Gemeinsam mit Robert Gardos lieferte Daniel Habesohn (Bild) eine großartige Leistung im Doppel. - Foto: ÖTTV
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TISCHTENNIS. 3:1 gegen Portugal: Österreichs Herren stehen nach einer mannschaftlich geschlossenen Top-Leistung in der Runde der besten acht.

Für „unseren“ Mannschafts-Europameister waren Robert Gardos, das Doppel Gardos/Habesohn beziehungsweise Stefan Fegerl, der zum Abschluss seinen Doppelpartner Joao Monteiro 3:1 besiegte, erfolgreich. „Der Traum von der ersten Tischtennis-Medaille lebt weiter“, jubelte ÖTTV-Präsident Hans Friedinger.

Ein perfekter Auftakt im Duell der letzten beiden Mannschafts-Europameister gelang Robert Gardos mit einem 3:2-Sieg gegen Tiago Apolonia. Dabei verwertete der Tiroler den dritten Matchball in einem verrückten Spiel: Zuvor gewannen beide abwechselnd je zwei Sätze souverän. Dann gelang Gardos die Vorentscheidung im fünften Satz: Bei 3:5 holte ihn Bundestrainer Qian Qianli zur Auszeit, Gardos nahm dem Portugiesen daraufhin beide Aufschläge ab, stelle mit phantastische Sidespin-Schlägen auf 9:6 und verwandelte den dritten Satzball zum 11:9.

Dann kam es zum Duell der beiden Topgesetzten: Stefan Fegerl hatte aber gegen die Nummer 11 der Welt, Marcos Freitas zu Beginn keine Chance, verlor Satz eins mit 7:11. Im zweiten Satz vergab der Niederösterreich erst eine 9:3-Führung und dann auch noch zwei Satzbälle – Fegerl verlor 10:12. Mit Wut im Bauch ging Fegerl in die Satzpause und gab dann Vollgas, führte 10:3 und stellte mit 11:6 auf 1:2 in Sätzen. Die Nummer 20 der Welt nützte dann weiter den Flow, gewann 11:7 und erzwang den Entscheidungssatz. Dann aber drehte Freitas auf, führte 7:1, gewann 11:2 und stellte auf 1:1 Matchpunkte.

Die Vorentscheidung: Doppel wehrte zwei Matchbälle ab

Auch die Doppel-Europameister von 2012, Robert Gardos/Daniel Habesohn, müssen gegen Apolonia/Joao Monteiro über fünf Sätze gehen: Nach einem verschlafen Auftakt spielte das ÖTTV-Doppel zwei starke Durchgänge, stellte auf 2:1. Doch am Ende ging es in die Entscheidung: Da führten Gardos/Habesohn 7:5, nahmen bei 8:9 eine Auszeit, wehrten bei 8:10 zwei Matchbälle – auch per Netzroller – ab und gewannen 12:10. Nach dem 3:2 führte Österreich mit 2:1.

Dann kam es zum Duell der beiden amtierenden Doppel-Europameister: Stefan Fegerl erwischte gegen Joao Monteiro einen ganz schlechten Start, verlor Satz eins, ehe er beim Stand von 4:8 einen 7:0-Run hinlegte und Satz zwei gewinnen konnte. Dann folgten zwei weitere knappe Satzgewinne und nach dem dritten Matchball der Jubel mit Präsident Hans Friedinger und Sportdirektor Fritz Svoboda.

Im Viertelfinale wartet auf Europameister Österreich Vize-Europameister Deutschland. Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger schlugen Taipeh mit 3:1.

Österreich – Portugal 3:1. – Robert Gardos – Tiago Apolonia 3:2 (6, -3, 3, -6, 9), Stefan Fegerl – Marcos Freitas 2:3 (-7, -10, 6, 7, 2), Gardos/Daniel Habesohn – Apolonia/Joao Monteiro 3:2 (-6, 8, 9, -6, 10), Stefan Fegerl – Joao Monteiro 3:1 (-9, 8, 8, 9).

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