Emotionen bei Linzer Leichtathletik-Gala Themen:Leichtathletik Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal) wurde in Linz über 400m Dritter. - Foto: Plohe Von: Heinz Harauer 2. August 2015 LEICHTATHLETIK. 180 Athleten aus 15 Nationen zeigten spannende Wettkämpfe. Das Meeting auf der Linzer Gugl stand ganz im Zeichen von Kira Grünberg, die in Linz ihr Comeback hätte feiern sollen. Die Organisatoren hatten eine Spendenbox und eine Unterschriftenwand – mit der Aufschrift: Kira, wir wünschen dir und deiner Familie viel Kraft, Energie und Durchhaltevermögen – bereit gestellt. Die Tirolerin hätte ihr Wettkampfcomeback geben sollen. Bekanntlich ist es ganz anders gekommen. In vielen Gesprächen, mit einer Spendensammel-Aktion und in einem Kira-Grünberg-Transparent, auf dem sich viele Anwesende ihre Glückwünsche aufgeschrieben haben, war die schwer Stabhochspringerin dennoch präsent. 180 Athleten aus 15 Nationen zeigten spannende und hochklassige Wettkämpfe. Viele der besten Österreicher nutzten das Meeting auch als letzte Probe vor den Staatsmeisterschaften am kommenden Wochenende in Kapfenberg. Kain und Hufnagl mit guten 400m-Hürden Rennen EM-Teilnehmer Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal) holte über 400m Hürden in 51,64 Sekunden den dritten Platz. Adam Durham (USA) in 50,19 Sekunden und Michal Broz aus Tschechien in 50,26 Sekunden waren vor ihm. »Die Zeit ist okay, aber ich kann schneller. Ich hätte aktiver mit den beiden Spitzenathleten angehen sollen«, sagte er. Dominik Hufnagl (SVS Leichtathletik), Bronzemedaillengewinner der U20-EM, gewann seinen Zeitlauf mit einem starken Finish in 52,00 Sekunden, gesamt die viertschnellste Zeit des Tages. »Ich habe mir zu viel für den Schluss aufgehoben. Das Rennen hätte noch 50 Meter weiter gehen können. Aber die Zeit kann man stehen lassen«, kommentierte er. Ivona Dadic (PSV Hornbach Wels), U23-EM Dritte im Siebenkampf, präsentierte sich in sehr starker Form. Über 100m Hürden blieb sie in 14,09 Sekunden nur eine Hundertstelsekunde über ihrer Bestleistung. Unmittelbar danach ging sie zum Speerwurf und erzielte eine starke persönliche Höchstweite von 47,16 Meter, zugleich oberösterreichischen Landesrekord. Den Sieg holte sich die Tschechin Nikol Ogrodnikova mit 54,78 Meter vor U20-EM Finalistin Victoria Hudson (SVS Leichtathletik), die mit 52,22 Meter knapp an ihre Bestleistung heran kam. Hürdensprinterin Beate Schrott (Union St. Pölten) zeigte mit 13,19 Sekunden im Vorlauf einen guten Auftakt. Im Finale hatte sie im direkten Duell mit der Deutschen Cindy Roleder aber klar das Nachsehen. Roleder siegte in 13,01 Sekunden, Schrott wurde in 13,30 Zweite. »Wir waren lange gleich auf, am Ende ist sie mir davon. Ich muss es abhaken und nach vorne schauen«, sagte sie. Nach den Staatsmeisterschaften geht es für Schrott in die unmittelbare WM-Vorbereitung für Peking. Südafrikanerin Caster Semenya schafft WM-Limit für Peking Über 800 Meter der Frauen zog der Start von Caster Semenya aus Südafrika die Aufmerksamkeit auf sich. Die Weltmeisterin von 2009, WM-Zweite von 2011 und Olympia-Zweite von London 2012 siegte in 2:00,72 Minuten. Sie erzielte damit klar eine neue Saisonbestzeit und blieb unter dem IAAF-Standard für die Weltmeisterschaften in Peking von 2:01,00 Minuten. Bisher war sie in diesem Jahr 2:04,23 gelaufen. »Schritt für Schritt komme ich wieder in Form. Ich hatte Probleme im Knie. Es war die letzte Chance, mich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Ich bin sehr glücklich, dass ich es geschafft habe. Ich kann mich noch steigern und hoffe, dass ich schon in Peking um die Medaillen mitlaufen werde«, sagte sie. Emotionaler Stabhochsprung Besonders der Stabhochsprung der Frauen war ein emotionaler Bewerb. Mehrere Springerinnen hatten sich ein »Für Kira« auf den Bauch gemalt. Romana Malacova aus Tschechien siegte mit 4,30 Meter. Brigitta Hesch (DSG Volksbank Wien) schaffte 4,00 Meter und wurde Dritte. Sarah Zimmer (WAT Athletics) und Agnes Hodi (Union St. Pölten) überquerten als Vierte jeweils 3,80 Meter. Susanne Walli (Zehnkampf Union), Neunte der U20-EM über 400 Meter, gelang über 200 Meter eine gute Generalprobe für die Staatsmeisterschaften. In 24,37 Sekunden wurde sie Gesamtzweite und ließ u.a. die ÖLV-Jahresschnellste Viola Kleiser (Union St. Pölten) hinter sich, die in 24,47 Dritte wurde. Martina Schmidova aus Tschechien siegte in 24,06 Sekunden. Julia Mayer und Andreas Vojta holen 10.000m-TitelWACHAUmarathon – Kenianerin Lekapana holt StreckenrekordLimberger und Schrank die Velo/Run-SiegerDer fünfte Vision Run starten bei der NV ArenaDer Frauenlauf beginnt bei der NV-ArenaBeate Schrott läuft ins EM-SemifinaleAuch Beate Schrott schaffte Limit für EM in BerlinMayr gewann Worldcup-Bewerb am GroßglocknerIvona Dadic verpasst Siebenkampf-Rekord um 4 PunkteDie Limits stehen für EM-StartplatzvergabeVizeweltmeisterin Ivona Dadic LokalmatadorinDadic & Schrott starten beim Liese Prokop Memorial