Felipe Aguilar auch am zweiten Golf-Tag vorne

Bernd Wieseberger wurde unterstützt von hunderten Golffans. - Foto: GEPA
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GOLF. Bernd Wiesberger, Sepp Straka und Matthias Schwab schaffen bei den Lyoness Open  souverän den Cut.

Der Führende nach dem ersten Tag, Felipe Aguilar, konnte auch nach Tag zwei seinen Platz an der Spitze behaupten. Mit einem Tagesscore von 70 (2 unter Par) kam er zwar nicht an seine Leistung von gestern heran, zeigte aber dennoch, dass ihm dieser Platz besonders gut liegt. „Auch wenn ich mit einem Bogey heute die Runde beendet habe, kann ich sehr zufrieden sein, weil die Bedingungen mit viel Wind und trockenen Fairways und Grüns sehr schwierig für uns alle sind. In den letzten Wochen habe ich mich zwar schon immer gut gefühlt, brachte aber nie wirklich ein gutes Score zusammen. Hier in Atzenbrugg stimmt auch das Score und vor allem mein Selbstvertrauen ist gestiegen. Dennoch: Es sind erst zwei Tage gespielt, am Wochenende kann noch viel passieren.“

Der Chilene geht mit 9 unter Par in den morgigen „Moving Day“ und ist somit sicherlich als erster zu nennen, wenn es um die Bezeichnung „Sieganwärter“ geht. Auf den Fersen sind ihm aber drei ganz gefährliche Spieler, die mit dem schwierigen Diamond Country Course ebenso sehr gut zurechtkommen: Der Engländer Graeme Storm (7 unter Par) sowie dessen Landsmann Oliver Fisher und der Schwede Johan Carlsson (beide 6 unter Par). Und dann kommen – neben David Horsey (ENG) und Zander Lombard (RSA) – mit jeweils 5 unter die Par die Österreicher.

Strake und Wiesberger in Topform

Sepp Straka bestätigte auch am Freitag seine gute Form und ließ der gestrigen 69er-Runde heute eine 70er folgen. Es hätte noch ein besseres Score werden können, nach den Front Nine lag er sogar auf 7 unter Par. Ein Doppelbogey auf der 10 war dann aber etwas zuviel, am Ende reichte es für den Doppelstaatsbürger (Mutter ist US-Amerikanerin, Vater Österreicher) dennoch locker für den Cut – seinem ersten auf der European Tour. „Der Wind hat es nicht einfach gemacht, vor allem die zweiten neun Löcher waren wirklich sehr schwer. Aber viele schlechte Schläge waren heute nicht dabei“, resümmierte Straka zufrieden. Sein Ziel für das Wochenende ist definiert: Bälle auf das Fairway bringen. „Das ist auf diesem Platz die halbe Miete“, betont der 24-Jährige.

Bernd Wiesberger ging am Nachmittag auf die Runde, wieder begleitet von Hunderten Zuschauern und deutlich mehr Wind als am Vormittag. Der Burgenländer zeigte dabei einmal mehr, in welch beeindruckender Form er sich derzeit befindet. Lediglich auf Loch 8 musste er ein Bogey notieren, ansonsten spielte er nahezu fehlerfrei, mit einem Birdie-Birdie-Finish katapultierte er sich noch unter die Top 5 und liegt schlaggleich mit Straka in einer guten Ausgangsposition für das Wochenende (5 unter Par). „Der Wind wurde bei uns zum Schluss hin stärker, es war auf jedem Loch ein Kampf und es gab nie ein Verschnaufen. Es ist sicherlich eine Bestätigung für meine gute Form, dass trotz dieser Bedingungen nicht viele Schläge daneben gingen. Ich freue mich darüber, dass Sepp und ich morgen etwas Druck auf die Spitze erzeugen können.“

Keine allzu große Mühe mit dem Cut hatte Matthias Schwab. Der Neo-Profi ließ vor allem auf den zweiten neun Löchern regelmäßig sein großes Können aufblitzen. Unter dem Jubel der Fans (mehr als 50 waren extra aus dem Ennstal angereist) legte er eine 70er-Runde (2 unter Par) hin und darf am Sonntag somit sein erstes Preisgeld mit nach Hause nehmen. „Es hat mich voll gefreut, dass so viele bekannte Gesichter aus meinem Heimatclub mit auf die Runde gingen! Die zweiten neun Löcher waren aufgrund des ständig wechselnden Seiten- und Gegenwindes sehr schwierig. Aber ich habe die Sache gut gelöst. Die Abschläge könnten noch besser werden, dann bin ich richtig zufrieden“, so der 22-Jährige.

Am Cut gescheitert sind die übrigen Österreicher, wobei Felix Schulz (3 über Par) wohl als „Pechvogel des Tages“ bezeichnet werden darf. Der Grazer Pro benötigte am letzten Loch ein Par für den Cut, der Ball lief beim Putt entlang der Kante, fiel aber nicht. Somit notierte er ein Bogey – und aus war der Traum vom Cut bei seinem Debüt auf der European Tour. Für Markus Brier waren die 3 über Par ebenso ein Schlag zu viel, genauso übrigens wie für Miguel Angel Jimenez, der die Golffans in Atzenbrugg dennoch mit seiner lockeren Art begeisterte.

Cut geschafft:
5. Bernd Wiesberger und Sepp Straka: 139 Schläge (-5)

  1. Matthias Schwab: 142 (-2)
  2. Felix Schulz und Markus Brier: 147 (+3)

Cut nicht geschafft:
96. Lukas Nemecz und Luca Denk (Am): 149 (+5)
132. Manuel Trappel, Markus Maukner (Am) und Lukas Lipold (Am): 154 (+10)
136. Leo Astl: 155 (+11)

Clemens Gaster: 156 (+12)
142. Christoph Pfau: 157 (+13)
146. Timon Baltl: 158 (+14)

  1. Christopher Fisher (Am): 159 (+15)
    150. Gerold Folk (Am): 160 (+16)

 

 

 

 

 

 

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