Fünf Sportverbände neu in Tokio 2020 dabei

"Tokio wir kommen", drückt dieses Symbol der Karateka nach der Anerkennung als Olympische Sportart aus. - Foto. zVg
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OLYMPISCHE SPIELE. Beim Kongress des Olympischen Komitees wurden festgelegt, dass fünf neue Sportarten in Tokio 2020 erstmals dabei sind.

Exakt um 21.47 Uhr war es am 3. August 2016 so weit: Beim Kongress des Internationalen Olympischen Komitees in Rio de Janeiro sprach IOC-Chef Thomas Bach: „Wir erklären Karate, Baseball, Softball, Sportklettern und Surfen für Tokio 2020 als offizielle olympische Sportarten.“ Damit wurden die entscheidenden Weichen für den Karatesport gestellt. Nach vielen vergeblichen Anläufen darf sich der Traditions-Kampfsport „olympisch“ nennen. Damit beginnt eine völlig neue Ära für den elftgrößten Sportverband der Welt: „Auf uns wartet eine riesige Herausforderung. Wir dürfen Ende Oktober in Linz die erste WM mit dem offiziellen Rückenwind der olympischen Flagge ausrichten,“ strahlt WM-OK-Chef Ewald Roth. Und auch Sportminister Hans Peter Doskozil gratulierte: „Karate hat sich diese Aufnahme verdient. Für Österreich ist es zudem eine großartige Chance, die Medaillenbilanz aufzupolieren.“ Auch Österreichs Karate-Guru Erhard Kellner ist voller Optimismus: „Dies ist nun auch eine große Chance für das St. Pöltner Karate: Wir werden hart an uns arbeiten, damit sich jemand aus St. Pölten qualifiziert, um  2020 in Tokyo vertreten zu sein.

Sportklettern hat es ebenfalls geschafft

Nur sechs Jahre nach der vollen Anerkennung der Sportart durch das IOC im Jahr 2010 erfolgte die Aufnahme in das Olympische Programm. Mehr als 25 Millionen Menschen klettern mittlerweile weltweit.

In Österreich ist seit Herbst 2006 Klettern eine von der Bundessportorganisation (BSO) anerkannte Sportart. Durch die Integration in die BSO und der damit verbundenen finanziellen öffentlichen Unterstützung, erlangte die Sportart im letzten Jahrzehnt verstärkt an Professionalität und es wird dem Österreichischen Kletterverband ermöglicht, bessere Rahmenbedingungen für seine AthletInnen zu schaffen.

In den kommenden beiden Jahren ist Österreich Austragungsort der beiden bedeutendsten Kletter-Großveranstaltungen weltweit. Im bis Frühjahr 2017 fertig gestellten Bundesleistungszentrum in Innsbruck werden vom 30.08. – 10.09.2017 die Jugend- & Juniorenweltmeisterschaften ausgetragen. Nur 372 Tage später finden vom 06. bis 16.09.2018 ebenfalls in Innsbruck die Kletter-Weltmeisterschaften in allen Disziplinen sowie im Paraclimbing statt.

Für die Niederösterreicherin Jessica Pilz, Kombinations-Europameisterin 2015, geht damit ein Traum in Erfüllung. Auch wenn die Haagerin Bedenken hat: „Die Chance ist da, bei den Olympischen Spielen in vier Jahren dabei zu sein. Kritisch finde ich, dass die Kombination olympisch werden soll. Es ist schwierig,  alle drei Disziplinen unter einen Hut zu bringen und einen Bewerb in dieser Form hat es noch nicht gegeben. Es gibt noch viele Fragezeichen. Wie sieht der Bewerbsmodus genau aus? Wie sieht der Qualifikationsmodus aus? Gibt es in Zukunft Kombinations-Weltcups? Ich hoffe, der Internationale Kletterverband trifft hier die richtigen Weichenstellungen im Sinne des Sports und der Athleten.

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