Götzis für ÖLV-Athleten durchaus eine Reise wert Themen:Leichtathletik Dominik Distelberger kam wieder über 8000 Punkte. - Foto: Kornspitz Von: Heinz Harauer 29. Mai 2017 LEICHTATHLETIK. Wie jedes Jahr gab es auch beim 43. Hypo Mehrkampf Meeting in Götzis großartige Leistungen. Aus heimischer Sicht verliefen die Wettkämpfe mit zwei Limits für die U20-EM in Grosetto/ITA durch Sarah Lagger (inkl. U20-Rekord) und Karin Strametz erfreulich. Auch Ivona Dadic und Dominik Distelberger zeigten ansprechende Leistungen, die Formkurve Richtung WM in London zeigt eindeutig nach oben, auch wenn die Ergebnisse dies teilweise nicht wiederspiegeln. Beim Siebenkampf Frauen dominierte nur eine Athletin: Nafissatou Thiam. Die Olympiasiegerin aus Belgien übertraf als erste Frau in der 43-jährigen Geschichte des Meetings in Götzis die 7.000 Punkte Grenze und erzielt mit 7.013 Punkten neuen Meeting- und Nationalen Rekord. Verpatzter zweiter Tag für Ivona Dadic Einem Rückschlag im Weitsprung, bei dem Ivona Didic (Sportunion St. Pölten LA) Probleme mit dem Anlauf hatte, nie den Balken traf und nur auf 5,86m kam, folgte mit 46,20m ein solider Speerwurf. Die 800m lief die Niederösterreicherin nicht mehr voll, nur 2:18,07min kamen in die Wertung. Bei ihrem dritten Antreten in Götzis kam 23-jährige mit 6.143 Punkten auf Gesamt-Rang 14. Weit: „Das war gar nicht gut, ich hatte ziemliche Probleme im Anlauf. Es ist erst mein erster Wettkampf in dieser Disziplin heuer im Freien, es ist einfach noch zu früh in der Saison, da fehlt die Konstanz.“ Speer: „Ein paar technische Fehler haben den Speer leider nicht ins Fliegen gebracht. Das Einwerfen war noch gut, der Wettkampf nicht, das ist einfach nur ärgerlich.“ 800m: „Das war ein reiner Trainingslauf, es ist sicher gut im Hinblick auf die WM einen 800er in den Beinen zu haben.“ Tag 2: „Ich hatte einen guten ersten Tag, aber einen schlechten zweiten Tag. Ich fühle mich nicht schlecht, es war einfach nicht mein Tag heute. Wir werden jetzt weiterarbeiten, es ist ja noch einiges an Zeit bis London. Ich muss einfach wieder dort hinkommen wo ich in der Halle in Belgrad war, nämlich dass ich stabil in allen Bewerben bin und mich auf meine Technik verlassen kann, aber sowas dauert seine Zeit.“ Dominik Distelberger zum dritten Mal über 8.000 Punkten Titelverteidigung durch Vizeweltmeister Damian Warner, der mit 8.591 Punkten aber nicht ganz an seine Bestleistung (8.695) herankam. Dahinter war bis zum Schluss ein spannender Kampf um die Plätze in Gange, die restlichen Podestplätze konnten sich schließlich Eelco Sintnicolaas und Rico Freimuth sichern. 1. Damian Warner (CAN) 8.591 Pkt. 2. Eelco Sintnicolaas (NED) 8.539 Pkt. 3. Rico Freimuth (GER) 8.365 Pkt. Dominik Distelberger startete mit 14,32s über die 110m Hürden und 43,08m im Diskus gut in den zweiten Wettkampftag, wobei ein erst nach Protest gültig gegebener Diskuswurf einige Nerven kostete. Mit 4,90m im Stabhochsprung kam er nicht ganz an sein tolles Vorjahresergebnis heran, machte im Speerwurf mit 60,11m aber wieder Boden gut. Im zehnten und letzten Bewerb, dem 1.500m-Lauf, kamen nach aufopferndem Kampf 4:35,68min in die Wertung. Der 27-jährige Purgstaller übertraf damit zum dritten Mal die 8.000 Punkte-Schallmauer und kam mit 8.046 Punkten auf Gesamtrang 13. Der Weg in Richtung WM im August in London stimmt also. 100m Hürden: „Bis zur Hälfte war es ein toller Lauf, richtig auf Zug. Leider bin ich bei der sechstn Hürde hängen geblieben, habe etwas Vorlage bekommen und war dann zu tief, das hat dann drei Hürden gedauert bis ich wieder die richtige Position gefunden habe. Aber dass ich trotzdem eine sehr gute Zeit gelaufen bin zeigt mir, dass es nur eine Frage der Zeit ist wann meine persönliche Bestleistung fällt. Ich konnte die gute Entwicklung aus der Halle eindeutig ins Freie mitnehmen.“ Diskus: Ich habe etwas verhalten begonnen, der zweite Versuch war mit 44m zwar richtig gut aber leider out. Den Dritten haben sie mir dann nach langen Diskussionen zum Glück gültig gegeben, mit 43m bin ich zufrieden.“ Stabhoch: „Die Sprünge über die ersten Höhen waren ganz gut. Bei 4,90m habe ich dann aber plötzlich Krämpfe bekommen. Ich habe dann überhaupt keinen Druck machen können und ohne ordentlichen Anlauf und Absprung geht im Stabhochsprung halt nichts. Schade, das ist mir noch nie passiert.“ Speer: „Gleich den ersten Versuch habe ich gut getroffen. Der hat sich gut, leicht angefühlt, ich habe gleich gewusst, der geht weit.“ 1500m: „22 Athleten in einem Lauf sind einfach zu viel, ich musste oft auf Bahn zwei laufen. In der dritten Runden habe ich wieder dreimal kurz Krämpfe gespürt, zum Glück waren sie aber nicht arg. Ich wollte den Bewerb unbedingt fertig laufen. Es freut mich, dass es mir gelungen ist die Motivation zu finden, mich auf den Schmerz des 1.500ers einzulassen, obwohl es um keine Bestleistung mehr gegangen ist.“ Tag 2: „Ich sehe, dass ich im letzten Jahr mein Grundniveau anheben konnte, trotzdem muss ich mich technisch noch verbessern. Mit relativ wenigen Punkten am ersten Tag trotzdem einen 8000er geschafft zu haben, hätte ich nicht mehr erwartet. Es ist schön, einmal einen langfristigen Aufbau zum WM machen zu können, ich hoffe dort noch einiges draufpacken zu können.“ Live-Ergebnisse finden Sie auf der offiziellen Webpage des Hypomeeting Götzis unter https://meeting-goetzis.at Julia Mayer und Andreas Vojta holen 10.000m-TitelWACHAUmarathon – Kenianerin Lekapana holt StreckenrekordLimberger und Schrank die Velo/Run-SiegerDer fünfte Vision Run starten bei der NV ArenaDer Frauenlauf beginnt bei der NV-ArenaBeate Schrott läuft ins EM-SemifinaleAuch Beate Schrott schaffte Limit für EM in BerlinMayr gewann Worldcup-Bewerb am GroßglocknerIvona Dadic verpasst Siebenkampf-Rekord um 4 PunkteDie Limits stehen für EM-StartplatzvergabeVizeweltmeisterin Ivona Dadic LokalmatadorinDadic & Schrott starten beim Liese Prokop Memorial