Hollabrunn zitterte sich zum hauchdünnen Sieg

Kristof Gral erzielte neun Treffer für Hollabrunn.
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HANDBALL. Die Bundesligaklubs Hollabrunn und die St. Pöltner Falken feierten Siege, nur Neuling Korneuburg unterlag knapp.

HC Erste Bank Hollabrunn – HBA Fivers WAT Margareten 26:25. –  Beste Torschützen: Gal (9), Graninger (7); Gangel und M. Martinovic (je 5). – Beim Gipfeltreffen in Niederösterreich sahen die Zuseher in einer gut gefüllten Weinviertelarena ein spannendes Spiel bis zum Schlusspfiff –  mit dem besseren Ende für die Weinviertler.

Schon vor dem Spiel war klar, dass die beiden Legionäre Markovic und Kljajic aufgrund von Verletzungen nur auf dem Spielbericht und nicht auf dem Parkett auftauchen werden. Dementsprechend konzentriert musste sich der Rest der Truppe ins Spiel werfen.

Hollabrunn, angeführt von einem starken Kristof Gal, übernahm von Beginn an das Kommando und lag schon nach wenigen Minuten mit 4:1 voran. Auch nach zehn gespielten Minuten hatte der Viertore-Vorsprung weiterhin Bestand. Die Gäste aus Wien ließen sich aber nicht abschütteln und verkürzten durch Derdak kurz vor Ende der ersten Hälfte auf 11:9. Tore von Vuksa und Burger stellten die Niederösterreicher aber wieder den „alten“ Vorsprung her – 13:9 Halbzeitstand.

Nach der Pause entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Binnen weniger Minuten konnten die Fivers einen Dreitore-Rückstand egalisieren und waren nun mit den Hausherren auf Augenhöhe. Das Spitzenspiel der elften Runde blieb auch in weiterhin äußerst spannend.

Der Kampfgeist der Gäste machte sich in Minute 53 erstmals bezahlt: Valentin Buchner erzielt den Führungstreffer zum 23:22 und lässt die Gäste wieder hoffen. Die Nervosität ist nun beiden Seiten anzumerken. Beim Stand von 25:25 gelingen in den letzten Minuten beiden Mannschaften kaum noch Treffer.

Für den vielumjubelten Siegtreffer sorgt dann Rückraumspieler Kristof Gal, der mit seinem neunten Treffer 30 Sekunden vor Ende der Partie, zum 26:25 trifft. Die Gäste aus Wien haben zwar noch die Möglichkeit zum Torerfolg, können aber die Chance nicht verwerten.

St. Pölten feiert wichtigen Heimsieg

Sportunion Die Falken St. Pölten – ATV Trofaiach 38:25. – Beste Torschützen: Pfaffinger (10), Wieninger (9); Tremmel (9). – St. Pölten holt sich mit einer überzeugenden Heimleistung gegen Trofaiach zwei Punkte. Vor allem Kevin Wieninger und Jürgen Pfaffinger drücken dabei dem Spiel ihren Stempel auf.

Die Gäste gehen durch Mario Maretic zwar mit 1:0 in Führung. Doch danach spielen die Falken im Angriff konzentriert und sind auch in der Deckung nur schwer zu überwinden. Torhüter Hübner sorgt immer wieder mit tollen Paraden für Aufsehen. Erst Ende der ersten Halbzeit gelingt es den Steirern, sich wieder etwas heranzukämpfen. Ein Rückstand von sechs Toren kann auf vier Tore verkürzt werden. Mit einer 16:11 Führung für die Falken geht es in die Pause.

Der Spielverlauf ändert sich auch in den zweiten 30 Minuten kaum. Der Gastgeber spielt überzeugend im Angriff, auch Rückraumspieler Peter Schildhammer findet nach seiner Daumenverletzung wieder zu alter Stärke. Mit Fortdauer des Spiels können die Falken vermehrt ihre Wechselmöglichkeiten ausnutzen und bringen den gesamten Kader zum Einsatz.

Trofaiach muss dem hohen Tempo Tribut zollen und wird in weiterer Folge von den Hausherren überrannt. Die Falken siegen am Ende hochverdient mit 38:25, bleiben in der Tabelle aber vorerst auf dem 8. Tabellenrang. Durch die Niederlage von medalp Handball Tirol in Leoben, bleiben die Trofaiacher 1 Punkt vor dem Schlusslicht.

schlafraum.at Kärnten – Union Sparkasse Korneuburg 28:24. – Beste Torschützen: Praznik und Hartman (je 5); Dietrich (7). – Mit einem souveränen Heimsieg können sich Praznik & Co. etwas Luft verschaffen und übernehmen Platz 5 in der Tabelle. Nach vier Niederlagen in Serie schreiben die Klagenfurter wieder an und besiegen den Aufsteiger mit 28:24.

Korneuburg bestimmt zwar das Spielgeschehen in den Anfangsminuten und geht auch schnell mit 1:0 in Führung. Der Vorsprung hätte durchaus höher ausfallen können, in weiterer Folge sind einige Sitzer vergeben worden. Auch Torhüter Gasper Jelen trägt seinen Teil dazu bei, dass die Gäste nicht nach wenigen Minuten schon weiter vorn liegen.

Mit Fortdauer der ersten Halbzeit finden die Hausherren immer besser ins Spiel und können durch schöne Kombinationen in Führung gehen. Gestützt auf eine starke 6:0-Deckung und im Angriff gut dirigiert von Rok Praznik, erspielen sich die Kärntner eine Fünf-Tore-Führung bis zur 18. Minute. Die Gastgeber können sogar noch auf 13:6 davonziehen, dann schleichen sich  jedoch im Angriff aber immer mehr technische Fehler ein und Korneuburg nutzt ihre Chancen gut, kann bis auf 13:11 herankommen. Mit einem Siebenmeter-Treffer erzielt Rok Praznik den 14:11 Halbzeitstand.

Auch in Hälfte zwei sind die Klagenfurter spielbestimmend und haben die Gäste aus Niederösterreich weitgehend gut im Griff. Die Gäste laufen sich oft in der Abwehr der Gastgeber fest, im Gegenzug gelingen den Kärntnern leichte Tore. Beim Aufsteiger stemmt sich vor allem Patrick Dietrich gegen die drohende Niederlage und hat sein Visier gut eingestellt: Am Ende trifft der Rückraumspieler gleich sieben Mal ins gegnerische Tor..

Korneuburg gibt sich auch in den letzten Minuten nicht auf und wirft nochmal alles nach vorne. Brandic und Fazik bringen den Aufsteiger in Minute 55 auf 26:22 heran, jedoch reicht es am Ende nicht mehr, den Rückstand  aufzuholen und schlafraum.at Kärnten feiert nach vier Niederlage en suite einen verdienten 28:24 Heimerfolg.

 

 

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