Im Handball-Krimi verlor UHK Krems in Bregenz

Aron Toman sah gegen Bregenz die Rote Karte. - Foto: UHK
Share Button

HANDBALL. Mit dem 31:32 in Bregenz kassierte der UHK Krems mit einigem Pech eine hauchdünne Niederlage.

Bregenz Handball – Moser Medical UHK Krems 32:31 (18:14). – Werfer Bregenz: Roman Chychykalo (8), Luka Kikanovic (8), Bojan Beljanski (5), Dominik Bammer (4), Povilas Babarskas (3), Lukas Frühstück (2), Marian Klopcic (2). – Werfer  UHK: Jakob Jochmann (8), Vlatko Mitkov (7), Sebastian Feichtinger (5), Fabian Posch (3), Gunnar Prokop (3), Leonard Schafler, Tobias Schopf, Aron Tomann, Omerovic (1), Marko Simek (1). –  Beide Teams starteten mit einer 6:0 Deckung in das Match. Anstatt sich vorsichtig anzutasten „packten“ der UHK und Bregenz gleich ordentlich zu. So landete der erste Treffer durch einen verwandelten Siebenmeter im Kasten von Gregory Musel. Nach fünf Minuten setzten sich die Gastgeber mit 4:2 ab.

Vor der Pause machte vor allem die Chanzenverwertung den Kremsern zu schaffen. Vie zu oft scheiterten die Gäste am Aluminium oder am Bregenzer Schlussmann Leonard Schafler. Doch Tonbias Schopf & Co gaben nicht auf. Im Angriff versuchten sie immer wieder das Spiel über den Kreis, was die Hausherren gut zu verhindern wussten. Als Antwort auf den Schlagwurf von Jakob Jochmann, den der Kremser in Aleksics Kasten versenkte, wackelte sich der Bregenzer Kapitän Lukas Frühstück zum 7:4 (10. Minute) durch die rote Abwehrreihe.

Beim Spielstand von 5:9 zog Ibish Thaqi schlussendlich die grüne Karte. Mit dem Time-Out sollte er seinem Team die nötige Ansprache geben. Dass die Ansprache fruchtete bewies sogleich Vlatko Mitkov, der bei zehn Meter hochstieg und über die Bregenzer Abwehr zum 7:9 verkürzte. In der 18. Minute gab es in dem sehr kampfbetonten, aber sehr fairen Spiel, die erste Zeitstrafe für Bregenz. Der UHK konnte diese Phase aber nicht für sich nutzen.

Nervenstärke bewies der UHK dennoch. Dass es am 14. Spieltag der Hauptrunde nicht einfach wird, war den Wachauern bewusst. Trotz lautstarkem Gegenwind von der gelben Fantribüne verwandelte Jakob Jochmann einen Strafwurf gegen Aleksic. Doch eine doppelte Unterzahl der Kremser motivierte die Bregenzer noch mehr, aber Vlatko Mitkov schaffte trotzdem sich in Unterzahl an dem Ländle-Bollwerk vorbeizudrücken und auf 11:14 heranzukommen. Mit drei Toren in Folge setzten sich die Hausherren aber bis zur Halbzeit wieder ab. So gingen die Gastgeber mit einem Polster und einem Spielstand von 18:14 in die Kabine.

Spannende Partie bis zum Schlusspfiff

Den besseren Start nach der Pause erwischte der UHK. Mit drei Treffern in Folge von Sebastian Feichtinger und Fabian Posch gelang es dem UHK erstmals den Anschlusstreffer zum 17:18 zu markieren. Doch Bregenz Handball erholte sich zügig von der Schwächephase und stellte in der 35. Minute wieder auf +3 (20:17).

Doch nun sollte sich das Match zu einer Achterbahnfahrt für die Bregenzer entwickeln. Zunehmend stärker setzten sich Sebastian Feichtinger und Co. durch und trafen in den Vorarlberger Kasten. In der 46. Minute erzielte Jakob Jochmann via Siebenmeter zum ersten Mal den Ausgleich zum 23:23. Der bestens aufgelegte Roman Chychykalo, der bis Ende der Partie gleich acht Treffer auf seinem Konto zu verzeichnen hatte, nutze eiskalt seine Chancen und brachte die Bregenzer sein wieder voran.

Das mittlerweile emotionsgeladene und hitzige Spiel hielt die Fans kaum noch auf den Plätzen. Als Aron Toman nach einem Schlag in Kikanovics Gesicht rot sah, tobte die Arena. Die Niederösterreicherer schafften dennoch immer wieder den Anschlusstreffer. Ein wahrer Handball-Krimi entfachte in den letzten Minuten. Florian Deifl zeichnete sich vom Punkt aus, parierte in der Partie gleich zwei Strafwürfe der Bregenzer und hielt so den UHK im Spiel. Taktikfuchs Ibish Taqi zog noch in der 59. Minute das letzte Time-Out. Doch dies sollte nichts mehr am Spielstand ändern. Fabian Posch (UHK Krems): „Bereits in die erste Halbzeit sind wir schlecht gestartet. Wir waren nicht schnell genug und der fehlende Kampf hat uns nicht gerade in die Karten gespielt. Wir haben zwar immer wieder phasenweise gut gespielt, aber das reicht gegen Bregenz nicht.“

Bregenz Handball steht nun punktegleich mit dem Moser Medical UHK Krems auf Platz fünf. Zu Sparkasse Schwaz Handball Tirol und dem HC Linz haben beide Teams einen Fünf-Punkte Abstand.

 

 

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*