Jennifer Wendt bleibt die Vorzeigeathletin

Stand im Finale des 500-m-Laufe: Jennifer Wendt (SVS). - Foto: z.V.g.
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LEICHTATHLETIK. Bei der Weltmeisterschaft in Peking war der Einzug von Jennifer Wendt im 5000-m-Lauf  die herausragende Leistung aller fünf  österreichischen Athleten.


Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking haben für die österreichische Leichtathletik mit der Finalteilnahme von Jennifer Wenth über 5000 Meter das erhoffte Finalergebnis erbracht. Gegenüber den Weltmeisterschaften 2011 und 2013, als jeweils ein 18. Rang als bestes ÖLV-Resultat stehen blieb, bedeutet Peking einen Schritt nach vorne. Dennoch fällt die Gesamtbilanz aufgrund von Verletzungen gemischt aus.

„Den Finaleinzug von Jennifer Wenth, das Semifinale von Beate Schrott und das gute WM-Debüt von Lukas Weißhaidinger – nur 1,23 Meter haben ihm zum Finale gefehlt – bewerte ich als sehr positiv. Edwin Kemboi hat im Marathon unter sehr schwierigen Bedingungen ein Ergebnis im Mittelfeld ins Ziel gebracht. Dass bei Gerhard Mayer und Beate Schrott letztlich Verletzungen Besseres verhindert haben, ist schade, aber im Hochleistungssport leider möglich. Die WM war eine gute Standortbestimmung. Jetzt gilt es, die Eindrücke zu verarbeiten und nach der Saison voller Elan Richtung Rio zu planen“, sagt Gregor Högler, Vorsitzender der ÖLV-Sportkommission. „Wir sind in der Lage, Finalplätze zu erreichen. Das ist die motivierende Message, die wir aus Peking für die Vorbereitung auf das kommende Jahr mitnehmen“, gibt sich auch ÖLV-Präsident Ralph Vallon zuversichtlich.

Wenth zum dritten Mal in Folge beste ÖLV-Athletin

Jennifer Wenth schaffte zum dritten Mal in Folge das beste ÖLV-Resultat bei einem Großereignis. Bei der Freiluft-EM in Zürich 2014 war sie im direkten Finale in 15:47,61 Minuten auf Rang elf gelaufen. Bei der Hallen-EM in Prag 2015 hatte sie im Finale über 3000 Meter den neunten Platz erreicht. Die 24-jährige Niederösterreicherin hat sich mit ihrem Trainer Karl Sander Schritt für Schritt zur Läuferin von internationalem Format entwickelt. Im Nachwuchs hatte sie bereits mit Topleistungen aufgezeigt. Bei der Junioren-WM 2010 war sie über 3000 Meter an siebter Stelle und über 1500 Meter an neunter Stelle. Jetzt ist ihr mit dem Finaleinzug bei Weltmeisterschaften ein wichtiger Schritt gelungen, der auch für die Olympischen Spiele in Rio 2016 Selbstvertrauen gibt.

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