Norweger Holst Sondre Enger siegte in Scheibbs Themen:Radsport Von: Heinz Harauer 5. Juli 2015 RADSPORT. Bei extremer Hitze sicherte sich Holst Sondre Enger (NOR) im Zielsprint in Scheibbs den Sieg vor dem Italiener Paolo Simion und dem Deutschen Gerald Ciolek. Der Österreicher Daniel Lehner übernahm das Bergtrikot. Der 21-jährige Sondre Hols Enger hat die erste Etappe der 67. Österreich Rundfahrt im Massensprint gewonnen. Der Norweger setzte sich nach heißen 206,6 Kilometern von Mörbisch am Neusiedler See nach Scheibbs im Mostviertel im Massensprint gegen Paolo Simion und Gerald Ciolek durch. In der Gesamtwertung übernahm Ex-Weltmeister Ciolek vor dem zeitgleichen Rüdiger Selig das Gelbe Führungstrikot. Ein großer Coup gelang dem 21-jährige Oberösterreicher Daniel Lehner, der das »Wiesbauer«-Bergtrikot übernahm. Die Geschichte der ersten Etappe prägte lange eine fünfköpfige Ausreißergruppe, die sich nach rund zehn Kilometern absetzen konnte. Sie bauten ihren Vorsprung rasch auf über neun Minuten aus. In der Spitze waren vertreten der Franzose Yoann Paillot, U23-Europameister von 2011, Daniel Lehner (Vorarlberg), Amplatz-BMC-Profi Dejan Bajt, Guillaume Bonnafond von AG2R und Tirol Cycling-Profi Lukas Pöstlberger, der Sieger der diesjährigen Irland-Rundfahrt und Staatsmeister von 2012. Unmittelbar nach der letzten Bergwertung »Laubenbachmühle« wurden die letzten Ausreißer gestellt und es kam zum Sprintsieg von Enger. Daniel Lehner erobert »Wiesbauer«-Bergtrikot Der erst 21-jährige Daniel Lehner vom Team Vorarlberg sorgte heute für die große Überraschung aus heimischer Sicht: Nachdem er zwei »Wiesbauer«-Bergwertungen gewann und bei der letzten Zweiter wurde, schlüpfte er zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere ins Bergtrikot bei einer HC-Rundfahrt. »Das ist unglaublich für mich. Ich habe die richtige Fluchtgruppe erwischt und bin auf die Bergpunkte gefahren. Das werden jetzt schwere nächste Tage«, so Lehner. Matthias Krizek bleibt nach wie vor bester Österreicher und wird auch morgen das »Manner«-Trikot tragen: »Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Leute am Straßenrand einem zujubeln.« Der Wiener fuhr heute mit rosa Socken, passend zum Trikot, und litt auch unter der Hitze: »Gerade bei den Anstiegen stand die Luft. Es ist schon fast zu heiß.« Der Gesamtführende Rüdiger Selig vom Katusha-Team sicherte sich die letzte »Flyeralarm«-Sprintwertung in Scheibbs. Doch er musste sein Führungstrikot an Gerald Ciolek abgeben. Der Gewinner von Mailand-San Remo, U23-Weltmeister von Salzburg und dreifache Etappensieger der Ö-Tour holte sich Gelb, da er durch Rang drei mehr Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Sportland NÖ präsentierte sich von schönster Seite Das schöne Wetter und die sportlichen Spitzenleistungen lockten auch zahlreiche Radfans an den Streckenrand, um die Sportler auf ihrem Weg anzufeuern. Vor allem bei der Zielankunft in Scheibbs peitschten tausende Zuschauer die internationale Rad-Elite zu Höchstleistungen. Bereits morgen geht es bei der zweiten Etappe in Litschau weiter. Um 11:00 erfolgt der Startschuss, danach verlässt der Radtross Niederösterreich wieder in Richtung Westen nach Grieskirchen. Auch Sportlandesrätin Dr.in Petra Bohuslav zeigt sich vom Radsportevent begeistert: »Fast die Hälfte aller Niederösterreicher fahrt regelmäßig mit dem Rad. Damit ist der Radsport der beliebteste Freizeitsport in Niederösterreich. Aus diesem Grund freut es mich natürlich besonders, ein Großsportevent wie die Österreich Rundfahrt in Niederösterreich zu Gast zu haben, bei dem die Zuschauer diesen Spitzensport hautnah miterleben können.« Neben den sportlichen Aspekten betont Bohuslav auch den enormen wirtschaftlichen Nutzen der Veranstaltung: »Eine Studie der Donau Universität Krems besagt, dass für jeden vom Land Niederösterreich eingesetzten Euro wieder sechs Euro umgesetzt werden und somit als Wirtschaftsleistung an das Land retour kommen.« Obwohl die Österreich Rundfahrt das SPORT.LAND.Niederösterreich morgen Richtung Oberösterreich verlässt, wird bereits in zwei Wochen wieder kräftig in die Pedale getreten, wenn am 19. Juli die bereits 17. Auflage der traditionellen Wachauer Radtage über die Bühne gehen wird. Die 1200 erwarteten Radfahrerinnen und Radfahrer können sich dabei wieder über drei wunderschöne und facettenreiche Strecken durch das Weltkulturerbe Wachau und das topografisch vielfältige Waldviertel freuen. Kostenlosen Startplatz für Radmarathon erradelnRadsport-Legenden zu Gast in der WachauBelgier Ben Hermans steht vor Tour-GesamtsiegRicardo Zoidl gewann St. Pöltner RadmarathonUltratriathletin Alexandra Meixner hat Start zugesagtRaiffeisenbank wichtiger Förderer im SportÖ-Tour-Königsetappe in NiederösterreichMühlberger und Konrad zeitgleich im SpitzenfeldKonrad und Mühlberger bei Katalonien RundfahrtKonrad Vierter im Finale von Paris-NizzaPatrick Konrad festigte seinen Platz im SpitzenfeldGesamtes Bora-Team arbeitet für Patrick Konrad