Nur Feichtinger-Comeback für UHK Krems erfreulich

Feierte nach langer, verletzungbedingter Pause ein Comeback gegen hard. - Foto: UHK
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HANDBALL. In der Handballiga Austria ließ Spitzenreiter Hard  den UHK Krems in der Kremser Sporthalle nur kurz an eine Überraschung hoffen.

Moser Medical UHK Krems – ALPLA HC Hard 27:34. – Hard wurde in Krems seiner Favoritenrolle gerecht. Sowohl die Vorarlberger als auch der Moser Medical UHK Krems hatten die Ausgangsposition für das Viertelfinale bereits fixiert, sodass die Partie in gewisser Weise Testspielcharakter hatte. Der Tabellenführer legte nur kurz nach dem Seitenwechsel eine Verschnaufpause ein, was eine aufopfernd kämpfende Kremser Mannschaft zweimal zum Gleichstand nutzte. Am Ende setzte sich Hard aber klar mit 27:34 durch.

Den Wachauern gelang es nur wenige Minuten, mit dem Leader Schritt zu halten. Ab dem 2:2 zog die Truppe von Petr Hrachovec kontinuierlich davon. Bereits beim Stand von 2:6 nahm Krems-Trainer Herbert Lastowitza sein erstes Team-Timeout, das seine Schützlinge nur kurzfristig auf zwei Treffer heranbrachte (5:7). Ein vergebener „Sitzer“ von Vlatko Mitkov allein vor Hard-Keeper Doknic bei 5:8 beendete jedoch sehr schnell die Kremser Hoffnungen auf einen Umschwung. Zu kompakt standen die körperlich starken Gäste in der Defensive, zu wenig Durchschlagskraft hatte der Kremser Angriff vor allem aus dem Rückraum heraus zu bieten. Für die Harder schien das Match bereits in Hälfte eins zu einer Trainingspartie zu mutieren, in der Coach Petr Hrachovec phasenweise in der Offensive sieben Feldspieler aufs Parkett schickte.

Aus Sicht der Kremser erfreulich: das Comeback von Sebastian Feichtinger in Minute 25 nach seiner mehrmonatigen verletzungsbedingten Zwangspause wegen einer Bänderverletzung. Sein dritter Abschlussversuch – das Tor zum 10:15 – war dann bereits von Erfolg gekrönt.

Nach der glasklaren Glas-Tore-Pausenführung hatte es den Anschein, als ob Zeiner & Co nach dem Seitenwechsel im Gegensatz zu ihren Kontrahenten die Partie bereits mental abgehakt hatten. Der UHK nutzte die Passivität des Gegners zu einer sehenswerten Aufholjagd, die in einem Empty-Net-Goal durch Goalie Gregory Musel zum 19:19-Ausgleich gipfelte (39.).

Das rot-gelbe Strohfeuer entwickelte sich aus Sicht der heimischen Fans zu keinem Flächenbrand. Zwar schaffte Fabian Posch noch einmal den Gleichstand zum 22:22 (44.), ehe die Roten Teufel den Ernst der Lage erkannten, einen Zahn zulegten und auf 30:24 (53.) davonzogen. Schlussendlich spielten sie die Partie trocken nach Hause.

Bert Bauer

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