Olympische Spiele: Unsere Beach Boys legen los

Doppler/Horst (rot) und Huber/Seidl freuen sich auf ihren Auftritt auf der Copacabana. - Foto: ÖOC/Spieß
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BEACHVOLLEYBALL. Olympia, Copacabana, Beachvolleyball: Das ist wie ein Fußball-WM-Finale im Maracana-Stadion in Rio oder ein Tennis-Endspiel in Wimbledon.

Für die niederösterreichischen Beach-Boys Clemens Doppler/Alexander Horst und Alexander Huber/Robin Seidl wird ein Traum am Samstag Realität. Da erfolgt nämlich am wohl berühmtesten Beachvolleyball-Strand der Welt der Startschuss ins Olympia-Turnier. Und das in einem Stadion, das die Beach-Welt bis dato noch nicht gesehen hat. Doppler/Horst haben ab 10 Uhr (15 Uhr MESZ) die große Ehre, mit dem Match gegen die Italiener Carambula/Ranghieri das Spektakel offiziell zu eröffnen. Ab 22 Uhr (03 Uhr MESZ) treffen dann Huber/Seidl auf die Spanier Herrera/Gavira.

„Wir sind Beachvolleyballer, die bei Olympia auf der Copacabana vor so einer Kulisse spielen dürfen – Da geht nichts drüber“, weiß Clemens Doppler, der mit seinem Kollegen „zum geschätzten 15. Mal“ in Rio ist. „Wir kennen Rio wie unsere Westentasche. Wir spüren ein Olympisches Gefühl, aber doch auch ein sehr vertrautes.

Die Partie gegen die Italiener wird „ein echtes Schmankerl“, wie es Doppler treffend formulierte. Auf das berühmte Sky-Ball-Service von Showman Carambula hat man sich auf jeden Fall perfekt eingestellt. „Der Spin ist enorm. Aber mittlerweile ist dieses Service mehr Showfaktor als Waffe“, meint Horst. Die Bilanz gegen die Italiener? 2015 in Klagenfurt verlor man 0:2, ein Jahr später in Porec gab es einen 2:0-Sieg.

Huber/Seidl stehen vor hoher Hürde

Huber/Seidl treffen punkto Spektakel eher auf das Gegenteil der Italiener. „Die Spanier sind im Vergleich zu den Italienern unspektakulär, aber unangenehm. Wir wollen sie unbedingt zum ersten Mal schlagen“, sagt Huber. Teamkollege Seidl ist vom Flair im Athletendorf beeindruckt: „Eigentlich wollte ich ja erst nach unserem Turnier mit dem Fotografieren beginnen. Aber dann ist mir Novak Djokovic über den Weg gelaufen, und da konnte ich nicht widerstehen. Und in der Kraftkammer hab ich ein paar NBA-Basketball-Stars getroffen, das pusht einen ungemein.“

Coach Robert Nowotny hat bereits 2014 in die Wege geleitet, dass seine Schützlinge Doppler/Horst in einem Appartement – nur fünf Minuten vom Beach-Stadion entfernt – untergebracht sind. Dank ÖOC-Unterstützung wurde dieses Projekt dann auch realisiert.

Die ersten Trainingssessions auf dem Center Court waren für die ÖOC-Teams logischerweise beeindruckend. Doppler: „Das ist ein Stadion, das doppelt so groß wie Klagenfurt ist. Wenn du da als Zuschauer in der letzten Reihe sitzt, darfst du keine Höhenangst haben.“

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