Platzt nun der Olympiatraum von Beate Schrott?

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LEICHTATHLETIK. Wieder verletzt. Beate Schrott kann auch an der Europameisterschaft in Amsterdam nicht an den Start gehen.

Die nächste Hiobsbotschaft kommt von Beate Schrott: Die 28-jährige St. Pöltnerin muss ihre Teilnahme an der Europameisterschaft in Amsterdam absagen. Die Bronzemedaillengewinnerin über 100 m Hürden bei der Europameisterschaft 2012 in Helsinki, der nach dem Dopingfall von Nevin Yanit vom der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) der dritte Platz zuerkannt wurde und bei den Olympischen Sommerspiele in London sich sensationell für’s Finale qualifizieren konnte, zog sich bei einem Testwettkampf in Nottwil (SUI) eine Verletzung auf der Oberschenkel-Rückseite zu. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ich möchte vor Rio kein unnötiges Risiko eingehen. So leid es mir tut: Olympia hat in diesem Fall Priorität.“ Die Hürdenspezialistin aus Niederösterreich, die zwar  einen Startplatz in Rio de Janeiro „reserviert“ bekam, aber ihre Teilnahme mit einer Zeit von 13,30 Sekunden bestätigt werden muss. „Eigentlich überhaupt kein Problem für Beate bei diesem Leistungsniveau“,  so ihr Entdecker Gottfried Lammerhuber. Für das Leichtathletik-Aushängeschild ein weiterer Rückschlag in ihre beispielhaften Karriere, die allerdings in den letzten Jahren mehr von Verletzungen als von Rekordzeiten geprägt war.

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Nach dem Wechsel von Trainer Philipp Unfried, der die angehende Ärztin auf der legendären Union-Sportanlage im St. Pöltner Hammerpark zur Weltspitze führte, nahm Rana Reider, der bereits eine Reihe von Weltklasse-Athletinnen trainierte, die ehrgeizige St. Pöltnerin unter seine Fittiche. Bevorzugte Trainingsstätten waren jene in Südafrika und in Florida. 2014 übersiedelte sie sogar nach Holland, der Heimat ihres Coaches. Anstatt die letzten Hürden zum absoluten Weltspitze zu nehmen, häuften sich ihre Verletzungen. Logischerweise blieben die Bestzeiten aus, den Großteil der Meetings musste sie sogar absagen. Die Rückkehr in ihre gewohnte Umgebung in St. Pölten ist zumindest angedacht.

Auch Eva Wimberger und Ivona Dadic bei der EM

Die Union St.Pölten Leichtathletik wird nunmehr mit zwei Athletinnen in Amsterdam vertreten sein.
Ivona Dadic hat sowohl im Vorjahr als auch heuer ganz klar das Limit von 5900 Punkten im Siebenkampf übertroffen und stand damit schon lange als Fixstarterin fest. Überraschend, und daher umso erfreulicher konnte auch Eva Wimberger noch auf den EM-Zug aufspringen. Ihre guten Rennen der letzten Wochen, vor allem die 13,42 sec in Budapest wurden vom Europäischen Verband mit der Teilnahme an der Europameisterschaft belohnt.

ÖLV-Aufgebot für die EM in Amsterdam:
Damen (8): Jennifer Wenth (5.000 m/NÖ/SVS-Leichtathletik), Stephanie Bendrat (100 m Hürden/S/Union Salzburg LA), Eva Wimberger (100 m Hürden/NÖ/Union St. Pölten), Andrea Mayr (Halbmarathon/NÖ/SVS Leichtathletik), Anita Baierl (Halbmarathon/OÖ/TUS Kremsmünster), Veronika Watzek (Diskuswurf/K/KLC), Ivona Dadic (Siebenkampf/NÖ/Union St. Pölten), Verena Preiner (Siebenkampf/OÖ/Union Ebensee)
Herren (9): Dominik Hufnagl (400 m Hürden/NÖ/SVS-Leichtathletik), Markus Fuchs (100 m/NÖ/ULC Mödling), Andreas Vojta (1.500 m/W/team2012.at), Valentin Pfeil (Halbmarathon/OÖ/LAC Amateure Steyr), Lemawork Ketema Weldearegaye (Halbmarathon/W/team2012.at), Edwin Kemboi (Halbmarathon/K/KLC), Gerhard Mayer (Diskuswurf/NÖ/SVS-Leichtathletik), Dominik Distelberger (Zehnkampf/NÖ/UVB Purgstall), Brenton Rowe (5.000 m/W/team2012.at)

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