Rundfahrt zu Gast im Sportland Niederösterreich

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RADSPORT. Tourdirektor Wolfgang Weiss hat die 67. Österreich Rundfahrt im wahrsten Sinne des Wortes umgedreht. Nach elf Jahren führt die Tour von Ost nach West – mit Start in Mörbisch und Ziel in Bregenz.

Die österreichischen Radprofis sind derzeit so gut unterwegs wie selten zuvor: Siege und Spitzenergebnisse bei Rundfahrten durch Denifls Teamkollegen Matthias Brändle, Katusha-Profi Marco Haller und nicht zuletzt durch die »Jungen Wilden«   Gregor Mühlberger, Felix Großschartner, Lukas Pöstlberger und Michael Gogl. »Da kommt einiges nach. Beeindruckend fährt zurzeit Gregor Mühlberger, der auch die OÖ Rundfahrt gewinnen konnte. Diese jungen Profis kennt man mittlerweile im internationalen Geschäft und ich bin mir sicher, dass Leute wie Mühlberger bei der Österreich Rundfahrt einiges erreichen können«, sagt Denifl. Übrigens, am kommenden Sonntag treffen die heimischen Radstars bei den Staatsmeisterschaften in Güssing im Burgenland aufeinander.

1. Etappe von Mörbisch nach Scheibbs

Der »Grand Depart« der 67. Österreich Rundfahrt findet in Mörbisch am Neusiedler See, unmittelbar vor der Seebühne der Festspiele, statt. Die mit 206,6 Kilometer zweitlängste Etappe der Rundfahrt feiert dabei zwei Premieren: Sowohl der Startort Mörbsch als auch das Finale in Scheibbs waren noch nie Etappenorte der Tour. Die Auftaktetappe führt von Mörbisch über das Leithagebirge und den Stotzinger Berg   nach Eisenstadt. Danach führt die Strecke ins Sportland Niederösterreich, wo es über das Triestingtal nach Berndorf geht. In Altenmarkt folgt die zweite Sprintwertung.   Über St. Veit, Hainfeld und Traisen geht es dann via Rotheau ins Pielachtal. Kirchberg und Frankenfels sind die nächsten Durchfahrtsorte.

Mit den »Wiesbauer«- Bergwertungen Geiseben und Laubenbachmühle warten eher »harmonische« Berge am Anfang der Tour auf die Profis, die jedoch die Sprinter in Schwierigkeiten bringen können. In Scheibbs, Schauplatz der NÖ Landesausstellung ÖTSCHER:REICH, wartet über Neubruck noch eine zehn Kilometer lange Schlussrunde, ehe um den ersten Etappensieg gesprintet wird. Danach kann neben der   Scheibbser Altstadt auch noch der Kulturhafen an der Erlauf besucht werden, bevor am nächsten Tag schon die zweite. Etappe im hohen Norden Niederösterreichs auf die Radelite wartet.

Die zweite Tour-Etappe startet in einer der nördlichsten Städte Österreichs: Vom erstmaligen Etappenort Litschau – einem Geheimtipp unter Mountainbike und Straßenradfahrern – im Waldviertel, verläuft die Route durch die Genußregion Waldviertel, die ihrem Namen aufgrund kulinarischer Köstlichkeiten wie Karpfen, Erdäpfel und Mohn alle Ehre macht. Weiters führt die Strecke die Radelite nach Gmünd und Weitra. Vom dortigen Sole Felsenbad beziehungsweise dem malerischen Renaissanceschloss profitieren jedoch höchstens die zahlreich erwarteten Zuseher. Das letzte sportliche Highlight der facettenreichen Landschaft Niederösterreichs bildet die Bergwertung im Naturpark Nordwald. Danach geht’s weiter ins Mühlviertel mit Freistadt und Bad Leonfelden und dann in die oberösterreichische Thermenregion, wo im Zielort Grieskirchen noch eine Schlussrunde zu fahren ist.

Großglockner und Kitzbühler Horn an einem Tag

Eine absolute Hammeretappe und Premiere der Ö-Tour steht am 10. Juli auf dem Programm: Glockneretappe und Kitzbüheler Horn an einem Tag. Der schwere Tag für die Radprofis wird in Lienz in Osttirol, zum 31. Mal Start- oder Zielort der Tour, gestartet und führt über den Iselsberg Richtung Heiligenblut am Großglockner, wo der Anstieg zum höchsten Berg Österreichs beginnt. Nach den Wiesbauer Bergwertungen am Hochtor, wo erneut die mit 2.504 Euro dotierte Prämie für den »Glocknerkönig« von der Groh AG ausgeschüttet wird, und Fuscher Törl geht es nach Zell am See und Saalfelden Richtung Tirol. Über Hochfilzen und Fieberbrunn nähern sich die Profis dem Kitzbüheler Horn, einem der schwersten Anstiege in Europa. Nach dem 7,6 Kilometer langen und maximal 23 Prozent steilen Schlussanstieg steht der Sieger der Königsetappe beim Alpenhaus Kitzbüheler Horn fest. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit festigt der Mann in »Gelb« auch am Horn, das seit 2000 Etappenziel der Tour ist, seine Gesamtführung.

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