Startschuss für Beate Schrott und Jenni Wenth

Für Beate Schrott beginnt Olympia am Dienstag. - Foto: Facebook
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LEICHTATHLETIK. Beate Schrott und Jennifer Wendt: Das Warten hat endlich ein Ende. Am Dienstag beginnen die Vorläufe für die beiden Niederösterreicherinnen.

Jennifer Wenth (SVS-Leichtathletik) wird dabei ihr Olympiadebüt geben. Der 5000m Lauf der Frauen ist eine relativ junge olympische Disziplin und wurde erstmals 1996 in Atlanta ausgetragen. Die afrikanischen Läuferinnen dominieren hier das Geschehen und konnten bislang 10 der 15 Medaillen gewinnen, wobei Äthiopien bei den letzten drei Auflagen (Defar 2004 und 2012, T. Dibaba 2008) die Olympiasiegerinnen stellte.

Für die Kaumbergerin ist bei günstigem Rennverlauf und einer sehr guten Leistung wie letztes Jahr in Peking bei der WM wieder einiges möglich. Ob sie erneut ins Finale einziehen kann wird man sehen, denn die Bedingungen werden erneut schwierig. Die Wettervorhersage für Dienstag in Rio verspricht 26 Grad Celsius und über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Kein leichtes Unterfangen für alle Läuferinnen, vor allem nicht für schnelle Zeiten, aber vielleicht genau die richtigen Voraussetzungen für eine Überraschung.

Zweimal 17 Läuferinnen werden am Dienstag die 5000m in Angriff nehmen. Die ersten Fünf sowie die fünf Zeitschnellsten werden ins Finale aufsteigen. Jennifer Wenth läuft im zweiten Vorlauf um 14:51 Uhr (MEZ) und trifft dabei auf je zwei Athletinnen aus Äthiopien, Japan, Australien und Großbritannien sowie eine Läuferin aus Kenya und Bahrain. Angeführt wird ihr Lauf von 10.000m Olympiasiegerin und Neo-Weltrekordhalterin Almaz Alyana (ETH). „Manchmal ist es ein Vorteil, die Zeiten des ersten Vorlaufs zu kennen. Wir werden sehen, ob das morgen wieder so ist“, fiebert Wendt ihrem ersten Olympiastart entgegen.

Für Beate Schrott zweite Olympiateilnahme

Die 28-jährige Beate Schrott wird im Estadio Olimpico Joao Havelange ihren zweiten Olympiaauftritt ihrer Karriere absolvieren. Die St. Pöltnerin sorgte vor vier Jahren für eine Riesensensation, als sie überraschend in das Olympia-Finale einzog und dort den achten Platz belegte. Daraus wurde letztlich ein großartiger siebenter Platz, da die Türkin Nevin Yanit wegen eines Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert wurde.

Von den acht London-Finalistinnen sind nur Beate Schrott und Phylicia George (CAN) in Rio de Janeiro mit dabei. Titelverteidigerin Sally Pearson musste verletzt absagen, die drei US-Amerikanerinnen (Harper, Wells, Jones) konnten sich allesamt bei den US-Trials nicht qualifizieren.

Die Erwartungen Schrotts sind heuer deutlich geringer, denn mit ihrer Saisonbestzeit von 13,34s, gelaufen Ende Mai in Weinheim/GER, zählt sie zu den krassen Außenseiterinnen. Eine Rolle, die auch positive Seiten hat, die Niederösterreicherin hat alle Möglichkeiten zu überraschen.

Über 100m Hürden stehen sechs Vorläufe auf dem Programm. Die ersten Drei in jedem Lauf sowie die sechs Zeitschnellsten steigen in die drei Semifinale (Top-24) auf. Beate Schrotts Lauf findet um 16:12 Uhr (MEZ) statt. Sie trifft dabei u.a. auf die Olympia-Sechste von London Phylicia George (CAN), die Dritte der heurigen US-Trials Nia Ali (USA), EM-Silbermedaillengewinnerin von Helsinki 2012 Katsyarina Paplauskaya (BLR) sowie die für ihre Tänzchen bekannte Michelle Jenneke (AUS).

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