Vago schoss sich auf die Champions League ein

Fanni Vago erzielte gegen die Steirerinnen drei Treffer. - Foto: FSK
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FRAUENFUSSBALL. Nach sieben Runden scheint die „alte“ Rangordnung wieder hergestellt. In der ÖFB Frauen-Bundesliga führt der FSK St. Pölten vor NÖSV Neulengbach.

FSK St. Pölten–Spratzern  LUV Graz 4:1 (1:0). – FSK: Jasmin Krejc; Julia Tabotta, Monika Matysova, Gina Babicky, Marina Georgiova (Jennifer Pöltl); Carina Mahr (46. Barbara Dunst), Nadine Prohaska; Lilla Sipos, Anna Petrusova (46. Mateja Zver); Jasmin Eder, Fani Vago. – Tore: Vago (9., 55., 90.), Sipos (90+3; Skanec (65.). –  Trainer Hannes Spilka hatte die Grazer richtig eingeeingeschütz: Ein unanbgenehmer Gegner, den wir aber beherrschen müssen. So kam es auch. Zwar war der Führungstreffer durch die ungarische Teamspielerin Fani Vago nach neun Minuten ein perfekter Auftakt, aber hatte zweierlei Auswirkungen: Die Konzentration der Spielerinnen ließ beim souveränen Tabellenführer nach, ohne die Dominanz aus der Hand zu geben, die Steirerinnen wiederum verbissen sich noch mehr in die Zweikämpfe und absolvierten – 90 Minuten angetrieben vom lautstarken Trainer Boris Ljubic – eine immenses Laufpensum. Das konnte auf die Dauer nicht gutgehen.

Die Rechnung wurde ihnen nach der Pause präsentiert. Die eingewechselte Mateja Zvar machte mit einem Knaller in der 52. Minute auf das gegnerische Tor den Anfang zur  von Trainer Hannes Spilka geforderten Offensive, drei Minuten später fiel das längst fällige 2:0 durch Vago. Zu nachlässig agierte die die Abwehr des österreichischen Women Champions League-Teilnehmer in der 65. Minute: Urska Zganec stand plötzlich völlig ungedeckt im Strafraum und sie konnte ungehindert den Ball an der machtlosen Jasmin Krejc zum 2:1 ins Tor schieben.

Letztlich konnten die Gastgeberinnen auf dem Voithplatz noch zweimal jubeln und einen klaren Sieg feiern: Vago stellte in der 90. Minute auf 3:1 und Sipos erhöhte in der Nachspielzeit noch auf 4:1. Trainer Spilka sah sich nach dem Schlusspfiff bestätigt: „Die Gegnerinnen waren, so lange sie Kraft hatten, ein starker Gegner. Wir hatten aber doch noch einiges dazu legen können.“

In der Schlussphase ein rassiges NÖ-Derby

NÖSV Neulengbach  SKV Altenmarkt  3:2 (0:1). – NÖSV: Melissa Abiral;  Nicole Sauer, Nicole Konrath, Lisa-Marie Zmek; Katharina Aufhauser, Katja Trödthandl, Jennifer Klein, Besijana Pireci (46. Julia Hickelsberger), Sandrine Sobotka (70.  Maria Gstöttner); Stefanie Kremener, Valentina Schwarzlmüller. –  SKV: Jasmin Pfeiler;  Bettina Pfleger, Eva Kolenova, Lenka Mravikova; Veronika Sarabokova, Maria Zubkova, Laura Krumböck (90. Desiree Wiener), Ivana  Feric, Carina  Melchior (70. Chiara Schaub), Ulrike Schaupp;  Denisa Stefanova (58. Adina Hamidovic) . – Tore: Julia Hickelsberger (76.,  87.), Maria Gstöttner (80.) ; Ulrike Schaupp (33.), Ivana Feric (88.). Es war in erster Linie den Neulengbacherinnen zu verdanken, dass dieses Wienerwaldderby bis zum Schlusspfiff spannend blieb. Denn nach der überraschenden Führung der Altenmarkterinnen durch das Tor von Ulrike Schaupp (33.) übernahmen auf dem Schönfelder Sportplatz die Gastgeberinnen immer mehr das Kommando, kamen durch Julia Hickelsberger und Vslentin Schwarzlmüller zu zwei dicken Ausgleichschancen. Aber auch Altenmarkt hätte durch Schaupp zweimal alles klar machen können.

Es schien so, als ob der Serienmeister mehr den Sieg wollte. Der längst verdiente Ausgleich fiel aber erst in der 76. Minute: Die erst sechs Minuten früher eingewechselte Spielertrainerin Maria Gstötter setzte Julia Hickelsberger ideal frei, die zum  Ausgleich einnetzte. Die letzten zehn Minuten hatten es in sich:  Tröthandl vergab einen Penalty, danach war es Gstöttner selbst, die ihr Team mit 2:1 in Führung brachte.  Dann war es wieder Hickelsberger, die zur 3:1-Führung einschoss. Dann flog Eva Kolenova wegen Torchancenverhinderung mit Rot vom Platz, in der Schlussminute gelang Altenmarkt durch Ivana Feric der Anschlusstreffer. Betreuerin Liese  zufrieden nach der ereignisreichen Schlussphase: „Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Wir können aber besser spielen.

1.FSK St. Pölten761032:519
2.NÖSV Neulengbach760121:818
3.Sturm Graz760117:1018
4.SKV Altenmarkt741215:1113
5.Kleinmünchen740312:1412
6Bergheim723318:179
7USC Landhaus72238:98
8.Wacker Innsbruck71068:163
9.FC Südburgenland70165:202
10.LUV Graz/Leoben70072:281

 

 

 

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