Zwei Sekunden fehlten UHK Krems zum Sieg

Die Men of the Match: Vytas Ziura (li.) und Vlatko Mitkov.- Foto: Fivers
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HANDBALL. Der UHK Krems musste sich in einem Krimi den Fivers erst in der Verlängerung  geschlagen geben.

Margareten Fivers – UHK Krems 37:34 n.V. (33:32, 29:29, 13:13). – Beste Werfer: Ziura (9), Bilyk (7), Brandfellner (5); Mitkov (10), Schopf (9), Surac (5). – In der regulären Spielzeit führten die Kremser drei Sekunden vor Schluss noch mit 29:28, dann konnte Vytas Ziura mit einem wuchtigen Distanzwurf für die Fivers doch noch den Ausgleich erzielen und für seine Farben eine Verlängerung erzwingen.

Der Moser Medical ging stark ersatzgeschwächt in dieses Spiel. Christoph Neuhold, der sich gegen Leoben am Knöchel verletzte, musste leider passen. Er wurde nicht rechtzeitig fit. Außerdem konnte Torhüter Michal Shejbal wegen einer Oberschenkelblessur auch nicht eingesetzt werden, er nahm auf der Bank Platz. Trotzdem hielten Tobias Schopf und seine Kollegen über die 60 Minuten voll dagegen und sie hätten sich den Sieg auf Grund ihres enormen Einsatzes und ihrer großen Moral auch verdient.  Aber es sollte wiederum nicht sein. In der Verlängerung konnten die Kremser dann nicht mehr so dagegen halten, da hatte die lange Bank der Wiener über die gesamten 70 Spielminuten den längeren Atem.

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Der UHK fand besser ins Spiel. In der Regel legten die Kremser vor und die Fivers stellten wieder den Gleichstand her. In Minute 13 erhöhte Tobias Schopf mittels Siebenmeter auf +2 (7:5), dann aber kamen die Fivers wieder heran. Nach 23 Minuten trafen Vlatko Mitkov und Dome Surac zur 11:9 Führung, doch wieder kamen die Wiener zum Ausgleich. Aus einem direkten Freiwurf in Minute 30 traf Vlatko Mitkov leider nur die Latte. Der Halbzeitstand lautete gerechterweise 13:13.

Gegen Ende fehlte die Kraft

In Hälfte zwei schlichen sich bei den Wachauern im Angriff vorerst einige Fehler ein. Die Fivers konnten allerdings daraus keinen Nutzen ziehen. Nach 41 Minuten stand es noch immer Unentschieden. Doch dann legten meistens die Fivers vor und der UHK glich aus. Die Kremser setzten jetzt immer mehr auf eine 4:2 Abwehr. Vorgezogen agierten dabei in der Regel Marko Simek und Aron Tomann. Nach einer unübersichtlichen Kontroverse zückten die Schiedsrichter in Minute 49 gegen Markus Kolar und Sebastian Feichtinger die Rote Karte.

Der UHK drosselte nun geschickt das Tempo, da mit Feichtinger nun ein weiterer Kremser Schlüsselspieler fehlte. In den letzten Spielminuten übernahmen Vlatko Mitkov auf Seiten der Kremser und Vytas Ziura für die Fivers immer mehr die Verantwortung beim Abschluss. Es folgte das ungemein spannende Herzschlagfinish mit einer Verlängerung.

In diesen zehn Minuten der Verlängerung hatten dann die Fivers den etwas längeren Atem. Die Kremser gerieten rasch in Rückstand und liefen diesem praktisch bis zum Ende nach. Sie mussten nun schnelle Abschlüsse suchen. Dies kam den Fivers zugute, die ihrerseits, gepusht vom Publikum, den Sieg nach Hause spielten. Fivers WAT Margareten besiegte den Moser Medical UHK Krems nach 70 Minuten in der Verlängerung mit 37:34.

Enttäuscht natürlich Krems-Trainer Ivo Belas: „Schade, dass es ganz knapp wieder nicht gereicht hat. Wir haben mit unserer personell geschwächten Mannschaft sehr gut gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Leider hatte ich gegen Ende wenige Möglichkeiten, um zu wechseln. Da fehlte mir besonders Christoph Neuhold sehr. Am Montag hoffe ich natürlich, dass wir einen Sieg schaffen und dadurch noch ein drittes Spiel erzwingen.“

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