Fernöstlicher Fight um vorweihnachtliches Geschenk

Spektakuläre Szenen mit Rallyeautos auf fernöstlichen Straßen. - Foto: StohlRacing
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MOTORSPORT. Manfred Stohl und Bernhard Ettel bestreiten die unbekannte, weil neue  Rally Shanxi Dazhai in China.

Punkt 13.20 Uhr hob die Austrian-Airlines-Maschine gestern in Wien-Schwechat Richtung Shanghai ab. Mit aus österreichischer Motorsport-Sicht betrachtet edelster Ware an Bord. Der Ex-Weltmeister Manfred Stohl und der regierende Copiloten-Staatsmeister Bernhard Ettel visieren China an, um dort am kommenden Wochenende den dritten Rallye-Lauf zur dortigen Meisterschaft zu bestreiten. Von Freitag, dem 16., bis Sonntag, dem 18. Dezember, steht die Rally Shanxi Dazhai auf dem Programm. „Eine völlig neue Rallye, die eigentlich noch keiner kennt“, ist so ziemlich alles, was  Stohl darüber weiß.

Nach der Rally Henan Dengfeng im Juni und der Rally Gansu Zhangye im August ist die nunmehrige Rallye in der Region Shanxi, rund 500 Kilometer südwestlich von Peking, der dritte Auftritt von Stohl/Ettel im chinesischen Championat 2016. Der WRC-Lauf in Peking, der ebenfalls dazu gezählt hätte, fiel ja bekanntlich einem verheerenden Unwetter zum Opfer, was Manfred Stohl besonders schmerzt. „Das wäre quasi meine Rückkehr in die Weltmeisterschaft gewesen. Ewig schade, dass diese Rallye abgesagt worden ist.“

Völliges Neuland für Stohl/Ettel

Doch nun ist der Fokus ganz auf die kommende Aufgabe gerichtet. „Momentan wissen wir nicht mehr als dass die Rallye rund um den Ort Dazhai acht Sonderprüfungen über insgesamt 160 Kilometer umfasst und zu hundert Prozent auf Schotter gefahren wird. Einen richtigen Zeitplan hab‘ ich noch gar nicht gesehen“, nimmt’s Bernhard Ettel mit fast schon fernöstlicher Gelassenheit. „Und dass die Temperaturen in dieser Gegend ungefähr mit denen bei uns daheim zu vergleichen sind. So um zehn Grad am Tag und um die null Grad in der Nacht“, ergänzt Manfred Stohl.

Stohl/Ettel werden wie gewohnt in einem Citroen DS3 R5 des Huayu Racing Teams unter der Flagge von DS Automobiles China sitzen. Und die beiden Österreicher rechnen sich durchaus Chancen aus. Stohl: „Wir sind heuer in der Gesamtwertung zwei Mal hinter Chris Atkinson Zweiter geworden. Also denke ich, dass wir auch diesmal um den Sieg mitfahren können.“ Der britische Meister Mark Higgins, dessen Landsmann Alister McRae oder der Finne Jari Ketoma haben freilich dasselbe Ziel vor Augen. Womit also einem packenden Fight um ein vorweihnachtliches Geschenk praktisch nichts im Wege steht.

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