Karlheinz Sonner mit Team Kalteis bei RAA dabei

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EXTREMSPORT. Zum bereits siebten Mal findet im August das Race Around Austria statt. Es gilt als das härteste Radrennen Europas und wird 2015 von knapp 200 Athleten in Angriff genommen.  

Bereits zum vierten Mal ist der malerische Ferienort St. Georgen in der Nähe des Attersees Start- und Zielort des Ultraradrennens. Besonders beeindruckend werden die Finisher, jene Athleten die das Rennen unter der Maximalzeit von fünf Tagen und 12 Stunden beenden, empfangen. Der letzte Kilometer führt durch das gleichzeitig stattfindende Marktfest, wo in den Festzelten ein Spalier für die Radfahrer gebildet wird. Knapp 4.000 Leute empfingen im letzten Jahr den Sieger Christoph Strasser um zwei Uhr morgens. Der Steirer hat auch heuer einiges vor.  Nach seiner Rekordfahrt im vergangenen Jahr gilt er als großer Favorit. »Ich möchte Spaß haben am Rennen. Die Voraussetzungen könnten nicht besser sein«, sagte der 32-Jährige vor dem Start des Rennens, welches er heuer in weniger als vier Tagen beenden möchte.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h brausen die Zweier- und Viererteams rund um Österreich. Die Schnellsten werden die Distanz von 2.200 Kilometer in weniger als drei Tagen absolvieren. Auch bei den Solostartern erneut eine Siegerzeit von unter 96 Stunden erwartet.

Es »strassert« wieder rund um Österreich

Er ist der Titelverteidiger auf der Extremstrecke und tritt auch 2015 wieder in Österreich an. Christoph Strasser ist wie im letzten Jahr der große Favorit auf den Solosieg. Doch die Vorzeichen für den 32-jährigen Kraubather haben sich in diesem Jahr geändert. Im Gegensatz zum Vorjahr kommt er nicht als souveräner Race Across America-Gewinner nach St. Georgen/Attergau. Der Steirer musste in den USA aufgeben.

Deshalb ist für ihn das Rennen rund um die Alpenrepublik etwas Spezielles. »Ich habe richtig lange daran geknabbert, dass ich wegen einem Lungeninfekt das RAAM beenden musste. Aber schlussendlich muss man das ganze abhaken, sich neue Ziele setzen und nach vorne schauen. Ich spüre, dass ich richtig viel Energie habe und fühle mich wieder Top-Fit«, erklärt Strasser. Der 32-Jährige hält auch in Österreich den Streckenrekord und wird am Rennrad schwer zu schlagen sein.

Italien gegen Österreich heißt es bei den Damen. Laura Messina und die Niederösterreicherin Alexandra Meixner sind die beiden Extremen auf der 2.200 Kilometer langen Runde. Sie wollen die Nachfolge von Isabelle Pulver antreten. Meixner könnte im siebten Jahr des Rennens als erste Österreicherin überhaupt finishen.

Beinharter Kampf bei den Viererteams

15 Minuten entschieden letztes Jahr nach 2.200 Kilometer gegen das oberösterreichische Team Melasan Sport im Bewerb der Viererteams. Die Mannschaft rund um den zweimaligen Sieger Wolfgang Götschhofer musste sich in einem spannenden Duell geschlagen geben. Verstärkt mit dem zweifachen Gewinner Thomas Osbelt soll nun 2015 der Sieg her. Etwas dagegen haben vier Mühlviertler. Nachdem sie im letzten Jahr auf der Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree den Sieg holten möchte das Team Ernstls Sport by Sareno in diesem Jahr den Prestigesieg bei den Mannschaften. Sie setzen vor allem auf eine starke Betreuung mit einem knapp 30-Mann starkem Team.

Erstmals ist auch das St. Pöltner Quartett am Start

Obwohl die sportliche Zukunft von Karlheinz Sonner nicht im Ultrasport liegt, will es der St. Pöltner Fitnesscoach nochmals wissen. Mit dem Team Radshop Kalteis will er   beim Race Around Austria am kommenden Mittwoch abwechselnd mit seinen „Leidensgenossen“, Christoph Kaltenböck, Christian Proschinger und Martin Urbanetz   die 2000 Kilomter und 30.000 Höhenmeter rund um Österreich in Angriff nehmen. Die Spannung steigt nicht nur bei den Fahren, sondern auch bei der Betreuungscrew. Die Vorbereitungen für das RAA sind optimal gelaufen, die Teamzusammensetzung passt, so der ÖBB-Bedienstete, der vor allem in den Flachetappen eingesetzt werden soll. „Bergetappen überlasse ich auch so gut es geht anderen“, fühlt der bald 50-Jährige eher für die Flachetappen „zuständig.

Fanzonen gegen Einsamkeit

Ultrarennen sind nicht mehr einsam. Das beweist das Race Around Austria jedes Jahr eindrucksvoll. Sechs Fanzonen entlang der Strecke warten auf die Athleten. Diese befinden sich alle im ersten Rennviertel, da das Feld noch kompakt ist. Bis spät in die Nacht warten in Julbach, Ulrichsberg, Gmünd und Drosendorf tausende Besucher und feuern die Athleten frenetisch an. Nach mehr als einem Tag Fahrzeit wartet in Halbenrain in der Steiermark die Zwischenstation auf die Fahrer. Dort gibt es Duschmöglichkeiten und warmes Essen für die Radler und ihre Betreuer. Auch bei der Challenge gibt es eine zusätzliche Fanzone in diesem Jahr. In den Morgenstunden wird der letzte Pass auf der Großalmstraße zur Fanzone umgewandelt.

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