Einsatz von Lienhart bei Real Madrid in Kanada

In St. Pölten spielte Philipp Lienhart ein Nachwuchs-Länderspiel. Mit Lisa-Marie aus Karlstetten ließ sich der Lilienfelder gerne fotografieren. - Foto: Privat
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FUSSBALL. Ein Traum wurde für ein Lilienfelder Talent Wirklichkeit: Als erster Österreicher war Philipp Lienhart am 27. Juli  für Real Madrid 45 Minuten im Einsatz.

Seine Karriere begann unspektakulär wie bei zehntausenden Kinder auch: Philipp Lienhart spielte bei seinem Heimatverein Lilienfeld (NÖ) mit Freunden Fußball. Von den Knaben wechselte er im Laufe der Zeit von Jahr zu Jahr in altersmäßig nächst höhere Mannschaften. Im Lauf der Jahre machte der groß gewachsene Bub enorme Leistungssprünge, so dass österreichische Spitzenklubs den Jungen verpflichten wollten. Das Rennen machte sein Lieblingssverein Rapid Wien, der ihn in der vereinseigenen Akademie weiter ausbildete.

Vor 102.300 Zuschauer 45 Minuten im Real Madrid-Dress

Der Höhenflug war aber noch lange nicht beendet. Das außergewöhnliche Talent fiel auch  einem Scout der „Königlichen“ auf. Am 30. August 2014 wechselte der Innenverteidiger auf Leihbasis mit einer Kaufoption zu Real Madrid, wo er nicht nur in der B-Mannschaft der Madrilenen im Abwehrzentrum zum Einsatz kam. Real Madrid zog letztlich am 1. Juli 2015 die Kaufoption und soll mit kolportierten 800.000 Euro die Hütteldorfer entschädigt haben. Bald bestritt der vielfache österreichische Nachwuchsteamspieler aus Niederösterreich sieben Partien in der UEFA Youth League für seinen neuen Klub und trainierte bereits mehrmals unter Chefcoach Zinedine Zidane mit Ronaldo, Sergio Ramos, Gareth Bale und Co. mit, fiel aber wegen  einer Schulterverletzung einige Zeit aus.

Umso größer war seine Freude, als er vergangenen Sonntag mit Real Madrid ins Trainingslager nach Kanada mitgenommen wurde. Drei Tage später wurde sein Traum wahr: Im Ohio Stadium von Columbus durfte der Lilienfelder vor 102.300 Zuschauer gegen Paris St. Germain – auch kein „Nasenbohrerklub“ – in den zweiten 45 Minuten einlaufen. Mit Zidanes Sohn Enzo und dem norwegischen „Jahrhunderttalent“ Martin Odegaard. Zur Pause führte der französische Spitzenklub 3:1, mit Lienhart als souveräner Innenverteidiger gab es ein 0:0.

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