Rapid Wien bleibt der Lieblingsgegner des SKN

Daniel Petrovic: Dynamisch zu seinem ersten SKN-Tor: - Foto: H. Lackinger
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FUSSBALL. Einen wichtigen Punkt nahmen die Wölfe beim Heimspiel gegen Österreichs Rekordmeister Rapid mit. Die Taktik von Trainer Karl Daxbacher nur wenige Veränderungen vorzunehmen, ging wieder auf.

SKN St. Pöltern – Rapid Wien 1:1 (0:1). –  SKN:  Riegler;  Stec, Huber, Petrovic, Pîrvulescu;  Hartl (80. Dober), Martic (92. Grasegger), Perchtold, Schütz; Segovia (82. Luckassen), Keita. – SK Rapid Wien: Strebinger; Pavelic, Dibon, Schösswendter, Schrammel; Schwab, Grahovac; Szanto (78. Arase), Schaub, Murg; Joeliton. – Zwischen 1988 und 1994  prallten die beiden Klubs (St. Pölten damals  auf dem Voithplatz unter den Namen VSE) 11 Mal aufeinander. Nur ein einziges Mal konnte sich Rapid durchsetzen. Viele Fans erinnern sich noch an den 1:0-Sieg der St. Pöltner: damals, am 22. Juli 1988,  war es der argentinische Weltmeister Mario Kempes, der das Goldtor vor begeisterten 7000 Zuschauern auf dem Voithplatz schoss.

„Keine großen Veränderungen an einem erfolgreichen Team vornehmen“ – diesen Leitspruch nahm sich Leitwolf Karl Daxbacher vor dem Duell gegen den österreichischen Rekordmeister zu Herzen, ersetzte im Vergleich zur Ried-Partie unter der Woche nur Thomas Vollnhofer durch Christoph Riegler, Luckassen durch Keita und den verletzten Heerings durch Petrovic. Vor allem der zweite Wechsel sollte sich dabei noch bezahlt machen.

Denn unsere Elf zeigte von Beginn an, dass man sich in den letzten Partien einiges an Selbstvertrauen zurückgeholt hatte – zwar überließ man dem Rekordmeister großteils das Spiel, stand jedoch in der Defensive sehr kompakt und versuchte über schnelles Umschaltspiel und gewonnene zweite Bälle zum Erfolg zu kommen. Genau aus so einer Situation kam auch die erste gute Gelegenheit zustande: Nach einem weiten Ball sah sich Daniel Schütz im Strafraum der Gäste plötzlich allein auf weiter Flur, konnte den herausstürzenden Strebinger aus kurzer Distanz jedoch nicht bezwingen (11.).

Was folgte war ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem Chancen jedoch zur absoluten Mangelware wurden. Zwar diktierte die Büskens-Elf das Geschehen auf dem Feld, fand gegen die gut gestaffelte Hintermannschaft und das aggressive Zweikampfverhalten der Wölfe allerdings lange kein Rezept. Erst in der 36. Minute wurde es erstmals gefährlich, als Schaub nach einer Schwab-Hereingabe aus sieben Metern den Kasten verfehlte.

Somit wäre es eigentlich mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabinen gegangen …“wäre“, denn in der Nachspielzeit gab der Schweizer Schiedsrichter Fedayi zunächst einen sehr harten Freistoß für die Rapidler und entschied bei der darauffolgenden Hereingabe auf Handspiel von Hartl und somit Elfmeter – eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Joeliton wars egal, er verwertete den Strafstoß zur somit äußerst glücklichen Pausenführung für die Gäste (46.).

Petrovic egalisiert

Das Wolfsrudel zeigte sich nach Wiederbeginn jedoch keineswegs geschockt und zog seinen Matchplan weiterhin eiskalt durch. Der Rekordmeister wurde weiterhin hart attackiert und somit immer wieder vor große Probleme gestellt. Ein Umstand der sich nach einer Viertelstunde auch bezahlt machte: Nach einem weiten Freistoß aus dem Mittelfeld brachte Hartl den Ball per Kopf zur Mitte, wo Danijel Petrovic nach einem Durcheinander im Fünfer plötzlich völlig allein stand und mit seinem ersten Bundesligator den verdienten Ausgleich erzielte (59.).

Danach hatte man bei den Wölfen Lunte gerochen und hatte sogar die Chance, die Partie vollkommen auf den Kopf zu stellen. Alhassane Keita schoss nach Doppelpass mit Hartl allerdings aus aussichtsreicher Position drüber (65.).

Danach zeigte sich den Fans in der ausverkauften NV Arena wieder dasselbe Bild wie vor der Halbzeit, das Ergebnis blieb jedoch das gleiche: Die Grün-Weißen rannten an, konnten den Defensivriegel in weiterer Folge nicht mehr knacken! Einzig Schrammel fand noch eine Gelegenheit vor, scheiterte mit seinem Versuch aber an Riegler (77.).

Angetrieben von den an diesem Nachmittag äußert lautstarken Fans brachte unsere Elf dieses Ergebnis letztendlich völlig verdient ins Trockene und darf sich damit über die bereits dritte ungeschlagene Partie in Folge freuen! Nun gilt der Fokus jedoch voll und ganz dem Auftakt zum zweiten Saisonviertel, wo man am nächsten Wochenende bei der Wiener Austria gastiert!

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