Neulengbachs Frauenteam muss weiter abspecken

ÖFB-Rekordtorschützin Nina Burger: Eine der vielen Spielerinnen, die den NÖSV Neulengbach verließ. - Foto: H. Lackinger
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FUSSBALL. NÖSV Neulengbach stellt in der kommenden Saison nur mehr eine Frauen-Bundesligamannschaft.


Für den vielfachen Meister NÖSV Neulengbach wurden im Frühjahr die Sorgen immer größer. Bereits Anfang bis Mitte der Frühjahrssaison wurde bekannt, dass viele Verhandlungen mit Neulengbach-Spielerinnen vorgenommen werden. Vor allem SKN St. Pölten versuchte, die talentiertesten österreichischen Spielerinnen aus Neulengbach abzuwerben. Mittlerweile steht fest, dass von der Wienerwaldelf gleich fünf Stammspielerinnen nach St. Pölten wechseln. Aufgrund der budgetären Situation ist Neulengbach nicht einmal annähernd in der Lage, finanzielle Anreize den Spielerinnen anzubieten.      

Nach der Serie von zwölf Meistertitel für Neulengbach gelang erstmals 2015 kein Titel. Im Sommer 2015 musste dann Neulengbach den Abgang von rund 15 Spielerinnen ersetzen. Damals gelang es durch viele junge Spielerinnen sehr gut. Daher spielte Neulengbach in den letzten beiden Saisonen mit der wahrscheinlich jüngsten Mannschaft in der Bundesliga. Trotzdem gelang es jeweils den dritten Platz zu erreichen. Heuer war sicherlich mehr drinnen (Platz zwei, Champions League-Teilnahme). „Aber aufgrund der Tatsache, dass vor allem St. Pölten sehr früh mit diesen Abwerbungen begann, fehlte bei einigen Spieleninnen die letzte Konzentration“, glaubt … Alexnder Achterberg. „Wobei wir den Spielerinnen absolut keinen Vorwurf machen.“ Jedenfalls werden nun wieder etwa. 15 Spielerinnen den Verein verlassen.

Aderlass ist einfach zu groß

Das hat natürlich auch Konsequenen auf die beginnenden Meisterschaft. „Nachdem wir diese Anzahl an Spielerinnen heuer nicht mehr ersetzen können, sahen wir uns nun gezwungen, unsere zweite Mannschaft abzumelden“ so Achterberg, der aus privaten Gründen die Leitung Frauenfußball zurücklegt und sich nun als Pressesprecher engagieren wird. Neuer Obmann ist nun Thomas Wirnsberger.

Seine Aufgabe wird es es nun sein, im Laufe der kommenden Saison 2017/18 junge und talentierte Spielerinnen für Neulengbach zu begeistern, damit der Klub in der darauffolgenden Saison wieder eine zweite  Mannschaft stellen kann. Mit etlichen Spielerinnen wurden bereits Gespräche geführt.

Bisher stehen folgende Abgänge fest:
Melissa Abiral, Jennifer Klein, Sandrine Sobotka, Laura Wienroither, Sarah Wronski (alle SKN St. Pölten), Besijana Pireci, Yvonne Weilharter (wahrscheinlich Sturm Graz), Katharina Aufhauser (wahrscheinlich Spanien), Valentina Schwarzlmüller (wahrscheinlich USA). Auch Heidi Feichter und Stefanie Bugl werden den Klub verlassen.

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