Wurz-Dynastie „belebt“ die MJP Racing Arena

Vizekanzler Wolfgang Brandstetter (li.), Franz Wurz, Bürgermeister von Altenburg Markus Reichenvater, MJP Teammanager Jürgen Weiss. - Foto: Walter Vogler
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MOTORSPORT. Toller Saisonabschluss der besten Rallycross-Piloten Österreichs in der neuen MJP Racing Arena.

In der MJP Racing Arena in Fuglau ging das Saisonfinale in der heimischen Rallycross-Meisterschaft über die Bühne. Die äußeren Bedingungen waren herbstlich kühl, aber trocken, das Zuschauerinteresse – mit fast 1000 Zuschauern – ansprechend.  

Als Ehrengäste konnte der Veranstalter Leru Team2 Motorsport Vizekanzler Wolfgang Brandstetter begrüßen, der sich mit dem dreifachen Rallycross-Europameister Franz Wurz und dessen Formel-1-erprobten Sohn Alexander Wurz sehr angeregt über die Rallycross-Premiere von Felix Wurz vulgo „Felix Anton“ unterhielt. Man hatte dem erst 15-jährigen Sohn von Alexander Wurz vor dem heutigen Event in der Nennliste einen Decknamen verpasst, um bei dieser Premiere etwas den Druck, sowohl in der Schule als auch in der Öffentlichkeit von ihm zu nehmen. Um es gleich vorweg zu sagen: Der Rookie hielt sich gut und belegte in der Klasse National 1600 auf einem VW Polo unter 20 Teilnehmern den beachtlichen 15. Platz. Sieger in dieser Klasse wurde Robert Vogl (Citroen Saxo) vor Nico Stachelberger (Peugeot 106) und Kurt Danner (Citroen Saxo). Als AMF-Pokalsieger stand der Steirer Dominik Janisch (VW Polo) bereits vorzeitig fest.

In der stärksten Klasse den Super Cars war Hausherr Max Pucher (Ford Fiesta) zumindest  in den Vorläufen nicht zu schlagen. Der alte und neue Staatsmeister dominierte seine Mitbewerber. Im Finale gab es dann einen dramatischen Rennverlauf. Alois Höller übernahm mit seinem Ford Focus schon nach dem Start die Führung und konnte alle Angriffe von Pucher erfolgreich abwehren. „ Für mich war der heutige Sieg eine echte Sensation, ich habe den Start gewonnen und konnte Max dann sechs Runden lang auf Distanz halten. Dies, obwohl er sicher das stärkere Auto hat. Dritter wurde Markus Neuhauser (Ford Puma). Pucher stand schon vor diesem Rennen als Staatsmeister fest, für den Gießhübler war es bereits der dritte Titel: „Leider hatte ich falsche Reifen aufgezogen, das soll aber die Leistung von Alois nicht schmälern. Es war für die Zuschauer einen gute Show, der Abstand im Ziel betrug nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde.“

Karl Schadenhofer gewann in der Klasse Super Touring Cars +2000

Offen war die Titelentscheidung noch in der Klasse der Super Touring Cars +2000. Hier konnte Karl Schadenhofer (VW Golf) schon nach den Vorläufen seinen Titel sicherstellen und Michael Stoklassa (BMW E36) auf Platz zwei verweisen. Im Finale zeigte der neue Staatsmeister dann neuerlich seine Klasse und feierte einen klaren Sieg vor Stoklassa. Dementsprechend glücklich zeigte sich der 41-jährige Niederösterreicher
aus Landfriedstetten: „Für mich ist heute ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, ich war schon als Bub bei diversen Rallycross Rennen und habe mir schon damals geschworen, dass ich selber einmal auf dem Siegerpodest stehen möchte. Heute wird mit meiner Familie ausgiebig gefeiert.“

Bei den Super 1600+ Super Touring Cars war einerseits der Tscheche Jan Ratajsky vor dem Österreicher Raphael Dirnberger (beide Skoda Fabia) erfolgreich, bei den Super Touring Cars feierte Thomas Mühlbacher (Toyota Corolla) den Tagessieg, dahinter dann Birgit Kuttner (Honda Civic) und Patrik Riedl (Citroen Saxo). Der Burgenländer Daniel Karlovits (Honda Civic) war hier schon vorzeitig Staatsmeister.

Auch bei den Super Touring Cars –2000 stand mit dem Tschechen Roman Castoral der Staatsmeister bereits vorzeitig fest. Daher ging es vorrangig um den Tagessieg, den sich Harald Falschlehner (Opel Kadett) sicherte. Auf den Plätzen landeten Stefan Bracher (Renault Clio) und der Niederländer Jo van de Ven ((VW Polo).

Bei den Junioren war Lukas Dirnberger ( VW Polo) eine Klasse für sich und gewann damit seinen ersten Staatsmeistertitel. Auf den Plätzen Nico Stachelberger (Peugeot 106) und Dominik Jordanich (Honda RX).

Für die Zuschauer gab es vor der Fahrerpräsentation noch zwei Einlagen. Einerseits pilotierte Alexander Wurz den legendären Lancia Stratos von Vater Franz Wurz im Renntempo über die MJP Racing Arena, andererseits sorgte Jürgen Stoitzner  mit seinem Audi Quattro für spektakuläre Publikumsfahrten auf dem neu adaptierten Kurs.

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