World RX Team haarscharf am Podest vorbei Themen:Motorsport Janis Baumanis qualifizierte sich bei der Premiere für das Finale. - Foto: Colin McKlein Von: Heinz Harauer 29. November 2015 MOTORSPORT. Beim Rallycross-WM-Finish in Argentinien holte das World RX Team Austria durch Janis Baumanis das stärkste Ergebnis des Jahres. Manfred Stohl wurde Zwölfter. Mit einem tollen Ergebnis ging die Weltmeisterschaft für das World RX Team Austria zu Ende. Mit Manfred Stohl und Janis Baumanis standen im argentinischen San Luis Rosario erstmals zwei Piloten des rot-weiß-roten Rennstalls im Semifinale. Stohl wurde schlussendlich Zwölfter, Baumanis fuhr sogar ins Finale und belegte dort sensationell Platz vier. Werbung Bis es so weit war, wurden die Kondition und die Konzentration des Starterfeldes allerdings auf eine harte Probe gestellt. Der 13. und letzte Lauf des Jahres wurde mit sämtlichen Vorläufen, Semifinale und Finale an nur einem Tag durchgepeitscht. Der Grund: Am Samstag konnten keine Rennen stattfinden, weil zuerst enorme Staubbildung den Fahrern jegliche Sicht nahm, dann wieder zu viel Wasser auf der Strecke die Sicherheit gefährdete und der Veranstalter schließlich zur folgerichtigen Erkenntnis kam, dass ein Start unverantwortlich gewesen wäre. Am heutigen Sonntag klappte es besser – vorerst zumindest. Manfred Stohl wurde von Ups and Downs durchgebeutelt. Einem grandiosen fünften Platz in Vorlauf 1 folgte ein enttäuschender vorletzter Platz in Heat 2. „Die Antriebswelle am Ford Fiesta hat sich ausgehängt, ich hatte praktisch keinen Vortrieb mehr“, klagte der Wiener. Nach einem neunten Rang im dritten Qualifikationslauf fand sich Stohl auf Platz 13, also einen Platz hinter dem Semifinale wieder. Bei diesem Stand wurde bekannt gegeben, dass der vierte Vorlauf aus Zeitgründen gecancelt wird. Gleichzeitig wurde jedoch auch der Este Reinis Nitiss, der vor Stohl gelegen war, mit einer Strafe belegt, weil er in seinem Heat eine Abkürzung gefahren war. Ergo stand Stohl im Semifinale und der Este nicht. Erster Supercar-Auftritt endete erst im Finale Seinen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht wurde der aktuelle Super-1600-Meister Janis Baumanis bei seinem ersten Supercar-Auftritt für das RX Team Austria. Der 23-jährige Lette im Ford Fiesta des beruflich verhinderten Teamchefs Max Pucher war von Beginn an voll auf Kurs, steigerte sich von Lauf zu Lauf und zog mit den Vorlaufplatzierungen zwölf, acht und sechs sicher ins Semifinale ein. Dort kam es zum direkten Aufeinandertreffen mit Stallkollegen Manfred Stohl. Dieser erwischte im Gegensatz zu Baumanis einen Superstart und zog am vor ihm platzierten Letten vorbei. In der ersten Kurve wurde Stohl aber in die Absperrung gedrängt, riss sich dabei die komplette Vorderfront vom Auto und fiel auf den sechsten Platz zurück. Janis Baumanis hingegen nutzte mit beherzter Fahrt die Gunst der Stunde und auch einen schlimmen Crash des vor ihm liegenden Anton Marklund, um als Drittplatzierter ins Finale einzuziehen. Dieses entschied schlussendlich der Schwede Robin Larsson vor seinem Landsmann Mattias Ekström für sich, Dritter wurde der Norweger Petter Solberg, der damit seinen WM-Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte. Doch dann kam als Vierter die Überraschung des Tages – Janis Baumanis schrammte nur hauchdünn am ersten Podestplatz für das World RX Team Austria vorbei und konnte es kaum fassen: „Es ist wie ein Traum. Ich habe mich von Lauf zu Lauf immer besser an das Auto gewöhnt und auch die guten Tipps, die ich von Manfred bekommen habe, perfekt umsetzen können.“ Manfred Stohl freute sich mit und für den Teamkollegen: „Janis hat eine absolute Topleistung geboten. Er hat in taktischer und fahrerischer Leistung wirklich alles richtig gemacht. Zu mir muss ich sagen, dass ich froh sein muss, mit der defekten Antriebswelle überhaupt ins Semifinale gekommen zu sein.“ Hochzufrieden freilich war natürlich auch Teameigner Max Pucher, der die Performance seiner Piloten von der Heimat aus mitverfolgte: „Das ist ein absolut fantastischer Saisonabschluss. Zwei Autos in den Endläufen zu haben, ist grandios, und dass Janis sogar noch am Siegespodest kratzt, da bin ich begeistert. Ihn ins Team zu holen, war ein Goldgriff, auf den wir sehr stolz sein können. Gratulation ans ganze Team!“ Werbung Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4