Altbewährtes System machte die SKN-Wölfe bissig

Konnte mit der SKN-Premiere in der Bundesliga zufrieden sein: Keeper Thomas Vollnhofer. - Foto: Facebook
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FUSSBALL. SKN-Coach Karl Daxbacher kehrte zum bewährten 4-4-2-System zurück und holte mit einer total umgekrempelten Mannschaft ein 1:1 in Wolfsberg.

Wolfsberger AC – SKN St.Pölten 1:1 (1:1). – SKN: Vollnhofer; Stec, Huber, Heerings, Pîrvulescu; Hartl (71. Lumu), Martic (88. Petrovic), Perchtold, Schütz; Segovia, Luckassen. – Tore: Sanogo (32.); Perchtold (27.). – Kein Stein blieb auf dem anderen: SKN-Coach Karl Daxbacher schickte eine völlig „neue“ Mannschaft gegen den bekannt heimstarken WAC. ins Rennen. Mit einem neuen Kapitän:  Statt Dober, der auf die Bank Platz verbannt wurde, führte Manuel Hartl die St. Pöltner auf den Platz. Christoph Riegler verletzte sich beim Aufwärmen, deshalb musste  Thomas Vollhofer zwischen die Pfosten und letztlich machte Florian Mader die Reise nach Kärnten nicht mit: Seine Frau erwartet ein Baby. Aber auch  Kapitän Lukas Thürauer, Daniel Petrovic und Martin Grasegger fielen dem „Rotationsprinzip“ zum Opfer. Dadurch kam Manuel Martic zu seinem Bundesligadebüt im zentralen Mittelfeld.

Nach zuletzt fünf Spielen reichte es noch nicht zum erhofften ersten Auswärtssieg in dieser Saison, dennoch konnte das Wolfsrudel mit einem positiven Gefühl die Heimreise aus dem Lavanttal antreten. Gegen den heimstarken Wolfsberger AC bot das Team über die gesamte Spielzeit eine sehr engagierte Leistung und holte sich ein verdientes 1:1. Erstmals in der Bundesliga setzte Daxbacher auf das 4-4-2-System, mit dem er in der Ersten Liga so gut gefahren ist: Mit Daniel Segovia und Kevin Luckassen als Sturmspitzen.

Führung schnell aus der Hand gegeben

Denn anders als in den meisten der bisherigen Partien starteten die Wölfe sehr engagiert und hellwach in die Partie. Bereits in der 3. Minute hätte man in Führung gehen können, „TORero“ Segovia fand gegen seinen Ex-Klub allerdings in Goalie Alexander Kofler seinen Meister, während Manuel Hartl bei seinem Versuch das Leder knapp über die Querlatte setzte (6.). Auch in weiterer Folge hatte die Niederösterreicher deutlich mehr vom Spiel – im Mittelfeld wurden die entscheidenden Zweikämpfe angenommen und großteils auch gewonnen, was den Hausherren einerseits große Probleme im Aufbauspiel bereitete und den Wölfen andererseits immer wieder schnelle Gegenstöße ermöglichte.

Erst hatte Kevin Luckassen bei einem Kopfball das Visier noch nicht richtig eingestellt, wenig später war es aber soweit: Nach einer schnellen Kombination über die linke Flanke legte Segovia auf dem im Rückraum lauernden Marco Perchtold ab und der traf per Volley zur zu diesem Zeitpunkt hochverdienten Führung (28.). Diese sollte jedoch leider nicht lange halten. Denn nach einem weiten Ball und einem Missverständnis zwischen Heerings und Stec gelang Sanogo mit dem ersten Torschuss der Ausgleich für die Gastgeber (32.).

Nach dem Seitenwechsel kam die Pfeifenberger-Elf jedoch besser in die Partie, obwohl die erste Gelegenheit erneut den Wölfen gehörte. Hartl scheiterte allerdings nach einer Schütz-Ecke per Kopf am stark reagierenden Kofler (49.). Danach übernahmen nach und nach jedoch die Kärntner das Kommando: Erst köpfte Rnic über das SKN-Gehäuse (62.), ehe Sanogo bei einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze seinem zweiten Treffer an diesem Abend sehr nahe kam (74.).

In der Schlussviertelstunde fand die Daxbacher-Elf ihren Rhythmus wieder und suchte ihrerseits gegen die doch wieder in Bedrängnis kommenden Hausherren die Entscheidung. Diese sollte aber leider nicht mehr gelingen, obwohl die Chance dazu durchaus gegeben war – denn in der 89. Minute setzte sich Schütz mit einer Energieleistung auf der linken Seite durch, seine flache Hereingabe konnte der eingewechselte Jeroen Lumu jedoch nicht im Tor unterbringen.

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