Beate Schrott erhält nachträglich EM-Bronze

Unverhofft zur EM-Btonzemedaille: Die Hürdensprinterin Beate Schrott. - Bild: OÖC
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LEICHTATHLETIK. Beate Schrott, Österreichs Hürdensprinterin, jubelte bei der EM 2012   in Helsini über ihren sensationellen vierten Platz. Nachträglich erhält sie nun Bronze. Der Grund: Siegerin Nevin Yanit wurde wegen Dopings vom Weltverband (IAAF) disqualifiziert.

Ursprünglich war Beate Schrott (Union St. Pölten) in einem packenden Finale mit 12,98 Sekunden Vierte geworden, nur eine Hundertstelsekunde von Bronze entfernt. Als vermeintliche Siegerin wurde Nevin Yanit aus der Türkei geehrt. Später ist bekannt geworden, dass Yanit bereits vor der EM bei einer Trainingskontrolle positiv auf Doping getestet worden war. Heute, 30. Juni 2015 hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF den Ausgang des Verfahrens bekannt gegeben. Die Ergebnisse von Yanit werden ab 28. Juni 2012 annulliert und sie wird für drei Jahre gesperrt

„Es ist eine Riesenüberraschung. Ich freue mich total. Ich hatte mit dieser Sache eigentlich schon komplett abgeschlossen. Jetzt ist es einfach unglaublich cool, Bronze zu bekommen«, jubelt die St. Pöltnerin nach der unerwarteten Nachricht, die sie gerade in Arnheim (Niederlande) trainiert. „Als dieser Fall aufgetaucht ist, hat es geheißen, dass es keine rückwirkenden Sperren oder Disqualifikationen geben wird. Deshalb habe ich mich überhaupt nicht mehr damit beschäftigt. Es wäre sicher etwas anderes gewesen, die Medaille sofort zu bekommen und feiern zu können. Aber trotzdem ist es unglaublich toll und gibt mir auch viel Schwung für die laufende Saison«, sagt die 27-Jährige.

Am Sonntag wird die ÖLV-Rekordlerin beim Meeting in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz starten. »Das heutige Training war sehr gut. Es geht in die richtige Richtung«, sagt Schrott, die zuletzt bei den European Games in Baku mit dem Disziplinensieg in Saisonbestzeit 13,18 Sekunden eine Formkrise hoffentlich überwunden hat.

Klassement ändert sich zugunsten von Beate Schrott

Der Österreichische Leichtathletik-Verband hat mit European Athletics Kontakt aufgenommen, damit die Resultate geändert werden und um eine rasche Übergabe der Medaille durchführen zu können. Das neue EM-Resultat über 100m Hürden von Helsinki 2012 lautet:
1. Alina Talay (BLR) 12,91 Sekunden
2. Katsiaryna Paplauskaya (BLR) 12,97 Sekunden
3. Beate Schrott (AUT) 12,98 Sekunden
Auch das Klassement der Olympischen Spiele von London 2012 ändert sich durch die Disqualifikation von Yanit. Sie war im 100-m-Hürden Finale auf den fünften Platz gelaufen, was ebenfalls gestrichen wird. Beate Schrott rückt damit um einen Platz auf Rang sieben nach vor.

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